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Zelten in Deutschland und Europa: Was ist verboten, was erlaubt?

29.05.2013, 19:18 Uhr | Heiko Truppel

Wildes Campen im Wald: Was ist erlaubt?  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wildes Zelten ist romantisch, aber in vielen Fällen nicht gestattet. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Camping in der freien Natur ist ein besonders ursprüngliches Erlebnis. Aber was sagt das Gesetz dazu? Schließlich legt es niemand beim Zelten auf Ärger mit der Polizei oder den Behörden an. Es geht ausschließlich um das Vergnügen und das unverfälschte Gefühl von Abenteuer. Wir beleuchten die rechtliche Lage fürs Zelten in Deutschland und in anderen europäischen Ländern.

Wildes Camping

Wildes Campen bezeichnet in engerem Sinne die Übernachtung in einem Zelt außerhalb eines gekennzeichneten Camping- oder Übernachtungsplatzes. Wird lediglich in einem Biwak- oder Schlafsack, unter einem Tarp (Schutzdach) oder einem selbstgebauten Schutz aus Ästen oder Schnee übernachtet, spricht man gemeinhin von Biwakieren.

Zelten verboten, Biwakieren erlaubt?

In Deutschland regeln Landesgesetze, was im Einzelnen verboten oder erlaubt ist. Generell ist wildes Campen in den meisten Bundesländern zunächst nicht gestattet. Die Regelungen beziehen sich dabei ausdrücklich auf das Zelten, vom Biwakieren ist nicht die Rede. Daraus nun einen Freifahrschein fürs Biwakieren abzuleiten, ist nach vorsichtiger Einschätzung jedoch ein Trugschluss, denn der Sinn des Verbotes bleibt in juristischem Sinne auch dann bestehen, wenn kein Zelt aufgestellt wird.

Trotzdem gilt in der Praxis: Je häuslicher man sich einrichtet, mit desto mehr Unmut muss man rechnen, wenn man erwischt wird. Wer sich an einige Grundregeln hält, dem stehen auch hierzulande durchaus Möglichkeiten offen, sein Zelt in der freien Natur aufzuschlagen. Wichtig ist es, sich im Vorfeld gut über die Lage vor Ort zu informieren.

Was beim wilden Campen erlaubt ist

Ungeachtet des generellen gesetzlichen Verbotes können Wald- oder Grundstücksbesitzer in einigen Bundesländern das Zelten auf ihrem Stück Land erlauben. Wo das Zelten im Wald nicht kategorisch verboten ist, verlangt das Gesetz die Zustimmung der zuständigen Forstbehörde - sprich: des Försters.

Wer höflich auf einem Hof nachfragt, hat außerdem nicht nur die Aussicht auf einen netten Kontakt, sondern wird mit etwas Glück auf ein paar deftige Bauernschmankerl eingeladen. Zudem kennen Land- und Forstwirte ihre Gegend naturgemäß besonders gut und haben bisweilen echte Geheimtipps parat.

Aber auch hier ist es ratsam, sich rücksichtsvoll und unauffällig zu verhalten, ohne Spuren zu hinterlassen. Wer abseits von offiziellen Campingplätzen zelten will, wird zudem in kleinen Gruppen eher geduldet.

Was ist beim Zelten in Deutschland absolut tabu?

Absolut tabu ist rücksichtsloses Verhalten in der Natur, mehr als ein paar Fußspuren sollte man nicht hinterlassen. Entstandener Müll darf nicht am Zeltstandort hinterlassen werden. Die Spuren der Toilettengänge sollten Sie vergraben und Lärm und Krach so gut es geht vermeiden.

Offenes Feuer ist - vor allem in den Sommermonaten - in den meisten Bundesländern im Abstand von 100 Metern zum Waldrand streng verboten. Dazu gehören neben Lagerfeuern, Kerzen und Fackeln auch Campingkocher. Wer partout nicht auf ein Feuer verzichten möchte, sollte sich nach ausgewiesenen Feuerstellen umsehen und ausreichende Sicherheitsvorkehrungen treffen. Bei Brandgefährdung versteht das Gesetz keinen Spaß, neben empfindlichen Ordnungsgeldern sind in bestimmten Fällen sogar Haftstrafen möglich!

Naturschutzgebiete, Nationalparks, landwirtschaftliche Nutzflächen, Industriegebiete und militärische Sperrzonen kommen für das Camping nicht in Frage. Auch Jäger reagieren allergisch auf Störenfriede in ihren Revieren.

Wild Campen in Europa

Vor allem im Norden Europas ist Zelten in der freien Natur relativ unproblematisch. So sind Norwegen und Schweden bekannt für das sogenannte "Jedermannsrecht": Solange niemand gestört und nichts zerstört wird, ist das Zelten und Lagern gestattet; sogar Feuer darf man unter sicheren Bedingungen machen. Doch auch beim Jedermannsrecht gibt es Einschränkungen, die Sie hier in der Artikel-Show nachlesen können. Weniger bekannte Paradiese für Wildcamper sind Schottland oder Irland und (noch) ein Geheimtipp die baltischen Staaten. Dänemark wählt einen etwas anderen Weg, in 40 dafür ausgewiesenen Wäldern haben unsere nördlichen Nachbarn sogenannte Naturlagerplätze eingerichtet.

Wer wild Campen möchte, dem bieten sich also genügend Möglichkeiten - ohne Ärger mit den Behörden zu riskieren.

Quelle: trax.de

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