
11.10.2012, 16:38 Uhr | SP
Sehen und gesehen werden auf der Skipiste erhält mit den leichten Helmkameras von heute eine völlig neue Bedeutung. (Quelle: gobandit)
Saisonauftakt! Der Winter wird nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Das Paddelboot ist schon im Keller verstaut und die Skier wurden griffbereit platziert? Ein Saisonwechsel bedeutet für den Sportler auch immer Equipment-Check. Und natürlich viel Vorfreude auf den Schnee durch Neu-Anschaffungen – ob man es nun braucht oder nicht. Wir haben für Sie ein paar Winterhighlights zusammengetragen, die jetzt in die Shops kommen - auch in unserer Foto-Show: Wintersport-News 2012/3013.
Ob auf der Piste oder im Pulver, ohne Helm ist kaum noch ein Wintersportler unterwegs – und das ist gut so. Hier geht es seit einigen Saisons auch richtig bunt zu. Man bekennt Farbe – im Schnee durchaus eine Frage der Sicherheit. Wer kräftig leuchtend unterwegs ist, ist besser sichtbar. Auf der Piste fällt man auf und im Tiefschnee abseits ist man für Begleiter – oder im Falle eines Unfalls für die Helfer – schneller zu entdecken.
So geht es auf dem Kopf ganz schön bunt her – und dazu gibt es natürlich die passenden Brillen. Wobei es hier gleichzeitig sehr technisch wird: UVEX präsentiert beispielsweise in seiner jungen Linie ‚Core Range’ das Flaggschiff G.GL 9 cx recon ready. Richtig futuristisch fällt der Blick aus: In die Brille kann das multimediale GPS-System MOD oder MOD Live von Recon Instruments integriert werden. Über das so genannte Micro Optics Display am unteren Brillenrand hat man jederzeit Daten wie aktuelle Geschwindigkeit, zurückgelegte Strecke und Höhenmeter, Sprungweite und Sprunghöhe oder Statistiken der unterschiedlichen Fahrten im Blick.
Über Bluetooth lässt sich das System außerdem mit dem Smartphone koppeln und so kann man jederzeit Anrufe entgegennehmen oder SMS checken. Für die Aufzeichner unter den Wintersportlern: Mit der GPS-Funktion weiß man nicht nur genau, wo man sich befindet, sondern kann den Tagesverlauf speichern, so dass man vor dem Rechner alles noch einmal Revue passieren lassen kann. Für wen das was ist? Die Zukunft wird’s zeigen. Aber gefahrene Strecken aufzeichnen und mit anderen teilen wird unter Freizeitsportlern immer beliebter.
A propos Aufzeichnen – Routen und Daten sind das eine, aber was ist mit den Fahreindrücken?! Das Filmen ist ein absoluter Trend unter Skifahrern und Snowboardern, um die mehr oder weniger sportlichen Abenteuer für sich und die (Facebook-)Freunde festzuhalten. Heutzutage muss man nicht mehr wie einst Willy Bogner mit schwerem Equipment auffahren. Die Kameras fallen kaum ins Gewicht und werden auf Helm oder am Stock montiert.
Das neue Modell LIVE von gobandit beispielsweise wiegt gerade einmal 142 Gramm. Es kommt mit integriertem WLAN und via einer App kann man mit dem Smartphone direkt auf die Kamera zugreifen. Das heißt, der filmende Sportler kann seine Videos ruckzuck auf die sozialen Netzwerke stellen, damit jeder an seinem Fahrvergnügen teilhaben kann. Die FullHD-Kamera von gobandit zeichnet natürlich auch via GPS auf, wie schnell/hoch/weit man in Aktion war und noch vieles mehr.
Nun aber weg vom Aufzeichnen und Teilen, hin zur Bekleidung – und hin zur Natur: In Sachen Mode gibt es natürlich zahlreiche News und bunte Trends. Eine Sache, die aber mehr als nur ein Trend ist und immer beliebter wird, ist die Bekleidung aus Merinofasern für die kalten Tage. Die feine Wolle der Hochlandschafe wird von immer mehr Marken verarbeitet und nicht nur für seine wärmenden Eigenschaften geschätzt. Im Gegensatz zu den synthetischen Fasern reduziert Merinowäsche die Bildung von unangenehmen Gerüchen auf natürliche Art und Weise und wirkt so auch nach dem Tragen noch recht frisch.
Witzige Wäsche – nämlich in Form von Einteilern – ist in diesem Winter ebenfalls angesagt, wie auch bei der kleinen schwedischen Marke Houdini, die hier auf recyceltes Polyester setzt. Die Ganzkörpermode ist generell ein großes Thema im Winter – und gerade in Skandinavien sehr beliebt. Das Label Norrona aus Norwegen hat die Einteiler als Außenschicht (mit Gore-Tex Membran) schon vor einigen Jahren populär gemacht. Sie strahlen in den unterschiedlichsten Farbkombinationen im Schnee. In diesem Jahr sorgen vor allem die Reißverschlüsse wieder für den farblichen Kontrast.
Wer im Skischuh nicht auf Merino setzt, der schlüpft stattdessen vielleicht in Kompressionssocken von CEP. Wobei man von der Firma Smartwool beides in einem haben kann: Die US-Amerikaner kombinieren die Vorteile der Kompression für die Regeneration mit der angenehmen Eigenschaft, dass des Skifahrers Füße auch nach einem langen Tag fast nicht riechen. Und weil die Socken so clever sind, verleiht Smartwool ihnen auch die angelsächsische Doktorwürde und nennt sie PhD.
Bei den Skischuhen – dem wichtigen Bindeglied zwischen Fahrer und Ski – gibt es mittlerweile etliche Möglichkeiten der individuellen Anpassung. Und das ist für viele ein Segen: Von der harten Schale über den Innenschuh lässt sich heute alles verformen und ausbeulen, so dass die Zeiten des schmerzhaften Schuhs (bei entsprechender Investition) vorbei sein können. Das fördert nicht nur den Fahrspaß, auch lässt es sich in den klobigen Kunststoffklötzen etwas bequemer fortbewegen.
Apropos Gehen: Gab es vor rund 15 Jahren schon vereinzelt Skischuhe mit einer Geh-Funktion, greift das im Freeride-Bereich inzwischen weit um sich. Während die Skitourengeher mit ihren speziellen Schuhen im Backcountry marschieren, richten sich Schuhe mit Aufstiegsfunktion an Skifahrer, die per Lift den größten Teil des Aufstiegs hinter sich bringen, aber dann noch ein Stück queren und aufsteigen, um die attraktiven Powder-Hänge zu erreichen.
Ein Beispiel hierfür ist der XT 130 von Lange, der mit seiner Power-V-Lock-Technologie mit einem Handgriff vom steifen Pistenschuh zum aufstiegstauglichen Freeride-Schuh umfunktioniert werden kann. Passend dazu gibt es entsprechende Bindungen, die bergab bombensicheren Halt bieten, aber einmal umgeschaltet auch fußgängerähnliche Bewegungsfreiheit beim Bergauflaufen bieten. Salomon bringt in diesem Winter ein Modell auf den Markt, das unkompliziert von Ride auf Hike wechseln kann und zwar mit einem „Stockgriff“. Das heißt der Skischuh muss zum Umstellen des Mechanismus nicht aus der Bindung. Komfort und praktische Handhabung – das ist inzwischen auch bei der technischsten Ausrüstung fast schon ein Muss...
Quelle: KGK
Wenn sie sich hinab stürzen, stockt einem schon beim Zuschauen der Atem. zum Video
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Kollisionsgefahr zwischen Skifahrern und Tourengehern droht. zum Video
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