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Twintips - doppelt spitze!

28.12.2012, 10:34 Uhr | Benedikt Braun

Mit Twintips in der Halfpipe. (Quelle: Chris O’Connell / Armada Skis)

Mit Twintips in der Halfpipe. (Quelle: Chris O’Connell / Armada Skis)

Twintips - doppelt spitze!

Vor ein paar Jahren war der Siegeszug der Snowboards recht plötzlich vorbei. Stattdessen favorisierten viele Wintersportler wieder zwei Bretter unter den Füßen. Schuld an diesem Umstand waren nicht zuletzt die damals stark aufkommenden Twintips – Ski, die nicht nur am vorderen Ski-Ende aufgebogen sind, sondern auch am hinteren. Sie versprachen mindestens ebenso viel Spaß am Tricksen wie das Board. Durch das namengebende aufgebogene hintere Ende lassen sich Twintips nämlich problemlos rückwärts fahren, etwa beim Anlauf auf den Kicker (Switch-Tricks) oder bei der Landung nach einem Sprung. Entsprechendes Fahrkönnen vorausgesetzt... Was es über Twintips zu wissen gibt, erfahren Sie auch in unserer Foto-Show.

Was Twintips mit Hot Dogs zu tun haben

Die ersten Twintips wurden bereits in den 70er-Jahren entwickelt. Damals suchten die Buckelpistenfahrer nach neuen Ski-Spielarten. Durch das „Hotdogging“, eine Buckelpistentechnik, bei der der Oberkörper komplett aufrecht bleibt und nur die Ski – quasi ohne Kanteneinsatz durch blitzschnelles Anziehen der Beine – umgesetzt werden, wurden erste Tricks möglich. Daraus entwickelte sich unter anderem in den 80er-Jahren Trickski und Skiballet. Nachdem immer mehr Leute ihre Ski hinten selbst aufbogen, um auch rückwärts fahren und/oder landen zu können, beugte sich die Industrie und die ersten Twintip-Modelle kamen auf den Markt.

Das erste ernsthaft erfolgreiche Modell war 1997 der „1080“ von Salomon. Inspiriert waren diese Ski – manch ein Ski-Fanatiker mag das vielleicht nicht wahrhaben, ist aber trotzdem wahr – von Snowboards. Deren Innovationen, die Kreativität und das vermeintliche Revoluzzertum, konzentriert in der Entstehung und Bevölkerung von Funparks, ebneten den Twintips den Weg. Und heute? Unter wirklichen Könnern sind Skifahrer in Halfpipes und Funparks inzwischen nicht mehr nur ebenso daheim wie Snowboarder, sondern zahlenmäßig bereits überlegen.

Die Qual der Wahl

Zwar sind heute alle modernen Ski am hinteren Ende aus physikalischen Gründen etwas aufgebogen, wer aber gerne mal andersrum durch den Schnee flitzen will, der braucht Twintips. Natürlich ist es damit nicht getan. Das Rückwärtsfahren will gelernt sein, erst recht die souveräne, sichere Ausführung – von allem Weiteren ganz zu schweigen.

Wer sich das zutraut, der sollte sich bei der Auswahl des richtigen Skimodells fragen, was er (oder sie) damit vor hat. Es gibt unterschiedliche Ski der Kategorien Freeride, Freestyle und Allmountain – je nachdem, ob man hauptsächlich abseits unterwegs ist, Kicker-Sessions im Backcountry bevorzugt, im Park über Rails und andere Obstacles (Hindernisse) rutscht oder sich einfach nur auf der Piste mit ein paar kleinen Tricksereien den Tag im Schnee versüßen will. Auch spezielle Telemark-Modelle sind erhältlich, die unterscheiden sich jedoch meist nur durch vorgebohrte Montagepunkte, fallen aber auch sonst ganz simpel unter die Kategorie “Ski” - mit oder ohne Tail-Aufbiegung.

Spaßige Sonderlinge

Twintips unterscheiden sich neben den aufgebogenen Ski-Enden auch in ein paar anderen Merkmalen von „normalen“ Alpinskiern. Wegen der anderen Belastung beim Tricksen haben Twintips in der Regel einen weicheren "Flex" (sie sind nicht so steif). Das macht sie bei einer suboptimalen Landung fehlerverzeihender und gibt dem Fahrer mehr Kontrolle über seine Brettln, weil mehr Toleranz.

Neben einem robusteren Kern, der den Belastungen beim Freestylen standhalten kann, einer stabileren Kantenkonstruktion und – im Vergleich zu heutigen Alpinskiern – einer moderateren Taillierung (Ausnahmen bestätigen die Regel), zeichnen sich Freestlye-Ski auch durch einen anderen Montagepunkt der Bindung aus: diese wird bei Twintips deutlich mittiger montiert, um das Rückwärtsfahren zu erleichtern. Als waschechte Twintips werden im Übrigen komplett symmetrische Ski bezeichnet, also solche, auf denen die Bindung exakt mittig in beliebiger Richtung montiert werden kann und die an Tip und Tail (vorne wie hinten) nicht nur die gleiche Taillierung, sondern auch den gleichen Flex aufweisen.

Es kommt nicht (nur) auf die Größe an

Den richtigen Ski findet man folgendermaßen: Je nach Einsatzgebiet wählt man einen Allmountain-, Freeride- (abseits der Pisten) oder Freestyle-Ski (Funpark, Halfpipe). Grundsätzlich sollte ein Freeride-Ski länger gewählt werden als ein Ski für den Park, Latten zum Jibben (Parktricks auf Rails et cetera) sind nochmals kürzer zu wählen als solche für Kicker-Sessions. Kürzere Ski sind drehfreudiger – sowohl auf dem Schnee, als auch in der Luft – längere Modelle haben wiederum mehr Auftrieb.

Ausgangslänge für den Ski ist die Körpergröße. Davon ausgehend können die Skier 5-15 Zentimeter kürzer gewählt werden, was nicht zuletzt auch mit dem persönlichen Empfinden zusammenhängt. Denn mit dem Ski ist es ganz wie mit dem Schuh: Er muss passen, man muss sich damit vor allem wohl fühlen. Bei Profis geht der Trend im Übrigen derzeit zu etwas längeren und vor allem steiferen Skiern. Das liegt vor allem daran, dass die Sprünge immer größer werden, die Geschwindigkeiten höher und dadurch wächst auch der Bedarf nach „echtem“ Feedback vom Ski. Modelle, die bei der kleinsten Belastungen „wegflexen“ sind da wenig hilfreich.

Und immer wieder: Rocker

Auch wenn das Thema bei manchem bereits Ohrenbluten verursachen mag – diejenigen, die die Vorzüge zu schätzen wissen, können es nachvollziehen: Auch Freestyler setzen mehr und mehr auf Rocker-Ski. Waren es zunächst vor allem Skimodelle für ungetrübten Freestyle-Spaß im Tiefschnee, die vom geänderten Skiprofil profitierten, so findet man inzwischen immer mehr Park-Ski mit Rocker. Vereinfachtes Drehverhalten im Schnee, angenehmes Flexverhalten für so genannte Buttered Tricks (Drehung über Tip oder Tail), verbesserter Auftrieb bei (Kurz-)Ausflügen in unpräpariertes Terrain – Rocker funktionieren meist dann, wenn es um spielerisches Skifahren geht. Davon soll Freestyle angeblich ein wenig was in sich tragen....

Links zu Herstellern sehr guter Twintip-Ski:
www.hamox-ski.com
www.armadaskis.com
www.k2skis.com
www.lineskis.com
www.amplid.com
www.salomon.com
www.factionskis.com
www.voelkl.com

Quelle: KGK

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