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Triathlon: Sonja Tajsich - das bayerische Power-Paket

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Sonja Tajsich - das bayerische Power-Paket

07.11.2012, 15:31 Uhr | SP

Triathlon: Sonja Tajsich beim Zieleinlauf. (Quelle: Sonja Tajsich)

Zieleinlauf: Sonja Tajsich wirkt, als ob sie gerade mal eine kleine Laufrunde hinter sich hat. (Quelle: Sonja Tajsich)

Sonja Tajsich - so schön kann Triathlon sein

Es ist eines der härtesten Sportereignisse der Welt: Der legendäre Ironman auf Hawaii, die Weltmeisterschaft der Ironman-Serie, gilt als prestigeträchtigster Titel im Triathlon. Nach 3,8 km im Wasser geht es auf eine 180 km Radrunde und man schließt mit einer Marathonlaufstrecke von 42,195 km. Eine, die im Oktober 2012 dieses unglaubliche Pensum nicht nur meisterte, sondern sogar nur knapp das Podest verpasste, ist die Regensburgerin Sonja Tajsich. Rang Vier – eine kleine Sensation... Schließlich ist Sonja nicht nur Spitzensportlerin, sondern nebenbei auch Mutter, Geschäftsfrau – und so muss man sagen mit ihren 37 Jahren nicht mehr die Jüngste... Wir haben uns mit ihr über ihre Erfolge, ihren sportlichen Werdegang und ihr Trainingspensum – bei dem selbst ein Oliver Bierhoff ins Grübeln kommt – unterhalten. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Sonja Tajsich - so schön kann Triathlon sein.

Du bist wohl der beste Beweis, dass man auch mit fortschreitendem Alter noch besser und besser werden kann – und das als Mutter.

Ich glaube, mit konsequentem Training, Fleiß, Disziplin und viel Leidenschaft kann man Berge versetzen. Das beste Beispiel ist die 6malige Ironman-Gewinnerin Natascha Badmann, die vor zwei Jahren einen sehr schweren Unfall hatte und heuer mit 46 Jahren auf Rang 6 gelaufen ist! Klar, Talent und Gene spielen auch eine Rolle, aber vor allem oben genannte Eigenschaften. Ich liebe diesen Sport und dieses Leben. Und ich hatte unglaubliches Glück: Unsere Tochter Lisa entwickelt sich prächtig und ist ein echter "Happy Camper". Wenn das nicht so wäre und mein Mann nicht 150 Prozent dahinter stehen würde, wäre dieser Lebensstil und diese Leistung nicht möglich.

Die Standardfrage bei Triathleten: Was ist deine Lieblingsdisziplin? Und hat sich das vielleicht sogar über die Jahre verändert?

Meine Lieblingsdisziplinen waren schon immer Radfahren und Laufen – wenn das Wetter schön ist... Bei schlechtem Wetter laufe ich lieber als auf dem Rad zu sitzen. Ich denke, daher bin ich auch in beiden Disziplinen so gut. Schwimmen habe ich erst sehr spät gelernt, das wird immer meine Schwäche bleiben. Und was man nicht so gut kann, macht man auch nicht so gerne....

Eine weitere Standardfrage: Zwischen 9 und 10 Stunden Wettkampfzeit ist natürlich immens schnell – und dennoch eine lange Zeit. Was trägt man da im Kopf mit sich? Pure Konzentration? Nichts? Oder etwa Gedanken über Alltägliches?

An ganz besonders guten Renntagen überwiegt die pure Konzentration auf das Hier und Jetzt sowie auf die akribische Ernährung. Wenn man den Kopf möglichst pausenlos bei der Sache behält, ist man schneller – das habe ich in diesem Jahr auf Hawaii besonders bewusst erfahren. Ich denke, dass ich meine gute Platzierung eben diesem Aspekt zu verdanken habe!

An welche Schwierigkeiten gewöhnt man sich nie?

Das Schwimmen im offenen Gewässer (gilt nur für mich) und die Puddingbeine wenn man vom Fahrrad steigt.

Was ist der Rat schlechthin für Neueinsteiger?

Nicht zu schnell zu viel wollen und Wert auf einen langfristigen Aufbau legen. Sonst kommt das Ende schneller als einem lieb ist, weil der Körper den Anforderungen nicht Stand halten kann und sich mit Verletzungen oder Krankheiten wehrt! Ich kann nur jedem empfehlen, sich an einen Trainer zu wenden, der sein Handwerk versteht und weiß, wie man mit möglichst wenig Aufwand das meiste herausholt.

2010 hast du einen bedeutenden Heimsieg errungen. Beim Einlauf in deiner Regensburger Heimat konnte man denken, du hast gerade eine kleine Laufrunde hinter dir. Du hast gestrahlt und dich von den Tausenden von Zuschauern richtig feiern lassen. Wie auf Wolken?

Das war emotional eines der schönsten Momente meiner Karriere. Ich habe bis dahin noch nie und auch anschließend nie wieder so häufig meinen Namen rufen gehört wie an diesem Tag. Das Wetter war perfekt, unglaublich viele Zuschauer standen an der Strecke. Ich erinnere mich immer wieder gerne an dieses Erlebnis!

Gab es bei dir einen speziellen Durchbruch? Einen Punkt, an dem du gemerkt hast, dass Trainingsumstellung, Ernährung oder sonstige Änderungen einen immensen Erfolg haben und einen großen Schub bringen?

Nach der Schwangerschaft haben wir gesagt: ganz oder gar nicht. Entweder ich lebe diesen Sport mit allem drum und dran und baue mir ein gutes Team um mich rum auf, oder ich lasse es ganz. Denn für halbe Sachen ist der Aufwand sehr groß. Das hat sich bezahlt gemacht, die Leistungssteigerung Jahr für Jahr bestätigt, dass das der richtige Weg war.

2011 meintest du, ein Top Ten Platz in Kona auf Hawaii wäre dein Ziel. Jetzt sind es die Top 3, und wie nah das Treppchen ist, haben wir dieses Jahr gesehen. Wie lange und wie weit nach oben geht das noch?

Wenn mir früher mal jemand gesagt hätte, dass ich mal zu den zehn schnellsten Frauen der Welt gehören würde, hätte ich das nie geglaubt. Ich fand mein heuriges Ziel Top 5 schon äußerst ambitioniert. Und die Top 3 klappten nur nicht, weil mein Schwimmstart so schwach war – das muss ja nicht jedes Jahr schlecht laufen. Ich denke, da ist es nachvollziehbar, dass mein neu erklärtes Ziel für 2013 Top 3 heißt. Und wie weit das noch geht, hängt auch ein wenig von den anderen ab...

Du bist natürlich auch Mutter, dazu Journalistin und hast in Regensburg einen Shop eröffnet. Steht der Plan für die Zeit nach deiner Karriere?

Das Sportgeschäft in Regensburg soll tatsächlich später mein Beruf sein. Wir haben es bereits eröffnet, um das Momentum zu nutzen und die Aufbauphase hinter uns zu haben, sobald meine Karriere beendet ist. Wir planen nicht nur den Verkauf von schönen Mode-, Lifestyle und Funktionsartikeln, sondern auch Kurse, Seminare und Trainingsplanung/-Steuerung. Auch damit habe ich bereits in kleinem Rahmen begonnen und das macht mir sehr viel Spaß.

Du bist inzwischen auch in Talk-Shows zu Gast, wo du neben Stars und Sternchen sitzt – komisches Gefühl? Wie reagieren sie auf dich? Bewunderndes Schulterklopfen? Oder fragt der ein oder andere nach Trainingstipps?

Es ist schon sehr spannend, die Shows mal "hinter den Kulissen" zu erleben. Und tatsächlich: Oliver Bierhoff war schon sehr erstaunt, als ich ihm mein Trainingspensum verraten habe...

Und wie sieht das Pensum aus?

Das hängt stark von Jahreszeit und Wettkämpfen ab. In "normalen Wochen" zuhause trainiere ich circa 25 Stunden, in Hauptwochen schon auch mal bis zu 30 Stunden. Und im Trainingslager hab ich dann die 40-Stunden-Marke überschritten (vor Hawaii hatte ich eine Woche mit 47 Stunden). Sogar Ruhewochen haben 15-20 Stunden, außer nach Wettkämpfen, da erhole ich mich bei 5-10 Stunden pro Woche.

Die Aufschlüsselung der Disziplinen würde im Schnitt so aussehen:
4-5 Mal Schwimmen pro Woche
4-5 Mal Laufen pro Woche
3-5 Mal Rad pro Woche

Dazu kommt Athletiktraining (Rumpfstabi, TRX, Krafttraining, Theraband) und Stretching.

Und in Kilometern ausgedrückt:
Schwimmen 12-22 km pro Woche
Rad 200-700 km pro Woche
Laufen 40-90 km pro Woche

Weiterführende Links:

www.sonja-tajsich.de

Video von Sonja Tajsich bei der Sendung "3nach9": www.ardmediathek.de

Quelle: KGK

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