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Beim Golfen fällt kein Meister vom Himmel

02.05.2012, 11:25 Uhr

Golfclub in Sankt Peter-Ording (Quelle: dpa/tmn\Hilke Segbers)

Golflehrer Michael Wykrent zeigt auf der Driving Range des Golfclubs Sankt Peter-Ording den korrekten Schwung. (Quelle: Hilke Segbers/dpa/tmn)

So lernen Sie golfen!

Wer Golf lernen möchte, sollte vor allem Geduld haben. Hunderte von Schlägen gehen daneben, bis endlich ein Ball mit dem satten Plopp getroffen wird, der einen gelungenen Versuch kennzeichnet. Bis dahin leidet das Grün der Driving Range. Mit Pech fliegt am Anfang das Gras weiter als der Ball. Da tröstet auch das trockene "Dafür ist der Rasen da" des Golflehrers nicht sehr. "Einfach weitermachen", rät Julia Kramer vom Deutschen Golfverband (DGV) in Wiesbaden in dieser Situation. Irgendwann treffe man den Ball sauber. "Und dann will man gar nicht mehr aufhören." Wie Übungsstunden beim Golfen in etwa ablaufen, sehen Sie in unserer Foto-Show.

Ausdauer wichtiger als Begabung

Weitermachen, und nicht nach den ersten (hundert...) misslungenen Schlägen aufgeben - das trifft auf das Golfspielen wohl besonders zu. Eine Begabung für Golf gibt es zwar sicher, aber die meisten müssen das Spiel schlicht lernen. "Golf ist der koordinationsstärkste Sport neben dem Stabhochsprung", erläutert Kramer vom DGV. "Da dauert es einfach, bis man Bewegungsgefühl bekommt." Auch Thorsten Schulz, Golflehrer in Sankt Peter-Ording, setzt auf Ausdauer. "Üben, üben, üben", sagt er. "Man kann nicht oft genug auf der Driving Range stehen."

Nicht vom Ball treffen lassen

Eine Altersgrenze zum Golflernen gibt es nicht. "Zum Lernen ist der Mensch nie zu alt", sagt Sportmediziner Holger Herwegen, der 15 Jahre lang die Golfakademie der Universität Paderborn leitete. "Golfanfänger sind in der Regel keine jungen Sportler, sondern Menschen, die schon jahrelang im Beruf stehen oder bereits pensioniert sind", sagt Herwegen. Diese können bereits Zipperlein haben, die dann zum Problem werden können. "Am besten spricht man Vorschäden vor der ersten Golfstunde beim Golflehrer an - dann kann beim Training darauf Rücksicht genommen werden", rät Herwegen, der bundesweit rund 500 Golflehrer entsprechend weitergebildet hat. "Verletzungen, die allein durch Golf begründet sind, gibt es aber eigentlich nicht - es sei denn, Sie werden vom Golfball getroffen."

Der perfekte Schwung unterliegt vielen persönlichen Faktoren

Allzu verbissen sollte trotzdem niemand auf den Ball eindreschen. "Das Wichtigste ist, locker zu sein", sagt Thorsten Schulz. "Auch wenn es am Anfang sehr schwer ist, alles richtig zu machen." Zwei typische Tipps bei den ersten Stunden: "Der Ball sollte nicht zu weit oben getroffen werden - sonst wird er getoppt und rollt nur flach den Rasen entlang." Auch wer seine Füße nicht richtig zum Ball stellt, schlägt schnell zu weit nach links oder rechts. "Optimalerweise liegt der Ball etwas links von der Mitte der Füße." Aber jeder Spieler ist anders. "Der optimale Schwung wird Neutralschwung genannt", erläutert Herwegen. Und der werde auch von den individuellen Besonderheiten beeinflusst - wie Haltung und Rückenbeschwerden des Schülers. "Da sind neben den Sportmedizinern wieder die Trainer in der Verantwortung."

Die Platzreife als "Golf-Führerschein"

Wer dann irgendwann regelmäßig gut trifft und auch in die richtige Richtung schlägt, darf das erste Mal auf den Platz - aber nur mit dem Golflehrer. Und allein dieser entscheidet auch, wann seine Schüler gut genug für das richtige Grün sind. Solange wird auf der Driving Range geübt. Erst mit der Platzreife in der Tasche darf der Platz ohne Lehrer bespielt werden. Das ist dann wie das erste Mal Autofahren ohne Fahrlehrer. Eine Trainerstunde kostet nach Angaben des Deutschen Golfverbandes ab 25 Euro. Rund ein Dutzend Übungsstunden mit dem Trainer sollten eingeplant werden. Wer sich nicht sicher ist, ob Golf der richtige Sport für ihn ist, kann mit der play-golf-card beim beim DGV auf einigen Anlagen einen zweistündigen Schnupperkurs für 19 Euro machen.

Einsteiger-Sets oder gebrauchte Ausrüstung

Eine teure Ausrüstung braucht der Anfänger auch nicht gleich. Während eines Golfkurses wird alles Notwendige vom Golflehrer gestellt. Wer die Platzreife erreicht hat, sollte sich zunächst ruhig einen halben Schlägersatz kaufen - also sieben statt 14 Schläger, rät Julia Kramer. Die kosten rund 200 Euro. "Große Händler bieten auch Einsteiger-Schlägersätze an." Und auch gebrauchte Sets könnten Sinn machen. Auf keinen Fall sollten sich Anfänger einen neuen Satz mit Fitting verkaufen lassen - also dem Spieler angepasste Eisen. "Das macht für Anfänger wirklich keinen Sinn." Mitglied in einem Golfclub muss auch niemand gleich sein, der Golf spielen lernen möchte. Erste Erfahrung vermittelt ein Schnupperkurs bei einem Golfclub oder ein Gang über eine öffentliche Anlage, die auch ohne Platzreife bespielt werden darf. Der Golfclub hat den Vorteil, dass dort Golflehrer eine Einweisung geben und den Neuling begleiten. Auf einer öffentlichen Anlage ist man auf sich alleine gestellt - und gewöhnt sich schnell einen falschen Schlag an.

Wahl des Lehrers ist entscheidend

Bei wem man Golf lernt, ist nicht egal. Ein guter Lehrer kann die Begeisterung für Golf wecken, ein schlechter kann sie im Keim ersticken. Am besten ist es, eine Probestunde zu vereinbaren und zu schauen, ob die Chemie stimmt. Wem der Ton zu streng ist, oder zu locker, der sollte sich in einem benachbarten Club umsehen. Welcher Dresscode gilt für Golfanfänger? "Jeder Golfclub hat seinen eigenen Dresscode", so Golflehrer Thorsten Schulz. "Am besten fragt man vorher beim Golfclub seiner Wahl nach den dort geltenden Regeln." Auf der Driving Range geht es meist lockerer zu als auf dem Platz. Hier darf auch mal in Jeans geübt werden. Auf dem Golfplatz jedoch wird bei den meisten Clubs eine Golfhose getragen. Um ungehindert den Schläger schwingen zu können, sind Westen und Pullunder praktisch und daher typischer Golfchic. Wichtiger aber sind richtige Golfschuhe. In Halbschuhen geht man nicht über das Grün.

Spaziergang mit hohem kreativen Anforderungscharakter

Gespielt werden kann bei jedem Wetter. "Anfänger sollten aber nicht bei Regen spielen, solange sie den Schwung nicht richtig beherrschen", so Thorsten Schmidt. Ist der Rasen zu nass, wird er ohnehin nicht mehr bespielt, um ihn zu schonen. Ähnliches gilt bei Frost - viele Golfclubs haben daher Wintergreens. Der lange Gang durch die frische Luft bei jedem Wetter ist fast das Wertvollste am Golf, findet Sportmediziner Herwegen. "Im Grunde ist es ein fast acht Kilometer langer Spaziergang mit dem hohem kreativen Anforderungscharakter, dabei den Ball von A nach B zu schlagen."

Infokasten: Was genau ist eigentlich die Platzreife?

Wer in Deutschland Golf spielen und Mitglied in einem Golfclub werden will, braucht die Platzreife. Das ist die Kenntnis der Regeln, des Umgangs mit dem Platz und des Miteinander mit den anderen Mitgliedern. Und wer die Platzreife hat, spielt einen gewissen Mindeststandard. Ein Platzreifekurs besteht aus einem praktischen Teil und viel Theorie. Bei der Praxis geht es um reines Üben, in der Theorie um die Regeln, nach denen auf einem Golfplatz gespielt wird. Die Platzreifeprüfung ähnelt im Theorieteil dem Autoführerschein - auf einem Fragebogen werden Golfsituationen beschrieben, zu denen die Regeln gewusst werden müssen. Im praktischen Teil muss der Spieler beweisen, dass er den Ball trifft, in die richtige Richtung schlägt und zügig über den Platz kommt. Denn in einem Golfclub ist es wichtig, dass alle Spielergruppen den Platz in einem etwa gleichmäßigen Tempo bespielen.

Mehr Informationen erhalten Sie beim Deutschen Golf Verband unter www.golf.de/dgv.

Quelle: dpa

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