
10.01.2013, 09:55 Uhr | Sabine Metzger
In den Skigebieten der Alpen finden Snowboard-Fans auch 30 Jahre nach dem großen Boom der coolen Bretter nicht immer das, was sie suchen. Die einen wollen den unberührten Tiefschnee, die anderen den Mega-Funpark. Wir verraten Ihnen die Hotspots der Snowboard-Szene und welche Besonderheiten diese bieten. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Neun Top-Spots für Snowboarder.
Die endlosen Möglichkeiten abseits der Pisten von Lech und Zürs am Arlberg lassen die Herzen der Boarder höher schlagen. Überall locken markierte Skirouten und Abstecher in den bis zum Knie reichenden Tiefschnee. "And other like it high" - Freunde der Lüfte kommen im Snowpark an der Schlegelkopf-Sesselbahn auf ihre Kosten. Freunde des tiefen Schnees hingegen schweben mit der Sechsersesselbahn Muggengrat hinauf und das Zürsertäli hinunter oder gleiten durch den dicken Powder am Steinmähder. Der Himmel auf Erden! (www.lech-zuers.at)
Beste Bedingungen zum Austoben finden Snowboarder auf den 200 Kilometer Abfahrten der Silvretta-Arena von Ischgl in Tirol. Das "Boarders Paradise" an der Idalp mit Halfpipe, Quarterpipes und Obstacles ist ein Traum für alle Brettartisten. Perfekt für all jene, die ihr Glück gerne abseits der Piste suchen, sind die zahlreichen lawinengesicherten, markierten Skirouten. Abseits davon fährt man auf eigene Gefahr, aber die unberührten Hänge am Palinkopf und die Nordseite des Pardatschgrats sind einfach zu verlockend (www.ischgl.com).
Die Gletscherpisten um die Tiroler Weißseespitze im Kaunertal zählen zu den ersten Tummelplätzen der Snowboarder. Zwischen 2150 und 3200 Meter Höhe kommen Sprungsüchtige voll auf ihre Kosten: Im permanenten Snowpark mit seiner 120 Meter langen Superpipe gibt es Straightbox, Picknick-Table, Step Box, Flat Rail und mehr. Am Parkplatz des Gletscherskigebiets kann man im Testcenter die aktuellsten Boards zahlreicher Topmarken testen (www.kaunertal.com).
In Gesellschaft von majestätischen Dreitausendern und imposanten Gletschern tummeln sich die Snowboarder im "Almdudler Snowpark Sölden" am Giggijoch oberhalb von Hochsölden. Direkt an den Vierersesselbahnen Hainbachkar und Silberbrünnl gelegen, bietet der Funpark auf einer Fläche von sechs Hektar High Jump Rail, Bumper, Spine und andere Jumps. Parkdesigner Christoph Schöpf und seine Crew sei Dank. Ambitionierte Freerider nehmen die steilen, langen Rinnen am Gaislachkogl. Außerdem machen Boarder gerne Party, und die ist in Sölden Programm (www.soelden.com).
Einen wahren Boom hat Mayrhofen am sonnigen Talende vom Zillertal in Tirol in den letzten Jahren erlebt. Breite Raverstrecken statt schmaler Ziehwege, ein weitläufiges, baumfreies und lawinensicheres Tiefschneegelände und der Vans Penken Park sind die harten Fakten. Für letzteren wurde eine komplette Piste zum riesigen Snowpark mit vier unterschiedlich schwierigen Lines geformt - natürlich ist der auch für Freeskier geöffnet (www.mayrhofen.at).
Diesem Werbespruch folgen die Snowboarder, die dem Kitzsteinhorn im Salzburger Land entgegen gondeln. Kaprun ist ein beliebter Treffpunkt der Boarderszene. Der Snowpark Kitzsteinhorn mit seinen drei Parks sowie einer 160 Meter langen Superpipe bietet ihnen grenzenlose Möglichkeiten, ihre Tricks zu zeigen. Bereits gegen Ende Oktober können sie den Glacier Park auf 2900 Meter oben am Gletscher befahren. Im Winter bilden dann Central Park, Easy Park und die riesige Superpipe das Zentrum der Freestyle-Action am Kitzsteinhorn (www.zellamsee-kaprun.com; www.kitzsteinhorn.at).
Der alpine Fixstern am Schweizer Snowboardhimmel heißt Davos. In der höchstgelegenen Stadt Europas - im Snowboarderjargon "1560 Meter über dem Beach von Hawaii" - fühlen sich die Cracks besonders wohl. Gibt es hier doch zwei Snowboarderhotels mit erschwinglichen, einfachen Zimmern und preiswertem Nachtleben im Haus. Wer sich an der Bar nützlich macht, der kann einen Sonderpreis aushandeln. Spaß auf der Piste verheißt tagsüber das 2590 Meter hohe Jakobshorn mit seiner berühmten Monsterpipe im Snowpark (www.davos.ch).
Der Bündner Ort Laax bildet zusammen mit den Skibergen über Flims und Falera eine Alpinarena von 180 Pistenkilometern zwischen 1100 und 3018 Meter Höhe. Die größte "Sprungschüssel" der Alpen ist angesichts der Halfpipe fast schon Untertreibung: 140 Meter lang, 18 Meter breit und 6,50 Meter tief - die Sprünge erreichen bis zu sechs Meter Höhe. Wie im Himmel fühlen sich die Boarder auch im freien unverspurten Gelände am Freeride-Berg Cassons und an den Tiefschneehängen von Motta Rodunda, La Siala und am Vorab Pign (www.laax.com).
Natürlich gäbe es auch genügend präparierte Traumpisten rund um den alles überragenden Monte Rosa, aber die Könner pilgern vor allem wegen der exzellenten Freeride-Möglichkeiten nach Alagna ins Aostatal. Abfahrten mit mehr als 2000 Höhenmetern suchen ihre Brettmeister. Aber: Das hochalpine Gelände verlangt viel Erfahrung - besser gemeinsam mit einem Bergführer den Traumpowder, beispielsweise vom Passo Zube, hinunter nach Alagna genießen (www.atlvalsesiavercelli.it).
Quelle: srt
Wenn sie sich hinab stürzen, stockt einem schon beim Zuschauen der Atem. zum Video
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