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Slacklinen für Anfänger und Profis

13.04.2012, 15:47 Uhr | Julia Englhart

Slackliner im Yosemite-Nationalpark. (Quelle: Walk in Balance, Eggler / Dufner)

Slacklinen am Geburtsort der modernen Sportart: Slackliner im Yosemite-Nationalpark. (Quelle: Walk in Balance, Eggler / Dufner)

Walk the line - eine Einführung ins Slacklinen

Wer geht noch in den Zirkus um Seiltänzer zu sehen? Wer Balancekunst sehen will, braucht sich nur auf den urbanen Grünflächen (mit passend stehenden Bäumen) umsehen! Hier spannen die Slackliner ihre Gurte, laufen konzentriert über das Seil und – wer’s kann – vollführen die verrücktesten Tricks. Das Slacklinen ist eine absolute Trendsportart, die durchaus erlernbar ist und bei der man auch als Zuschauer voll auf seine Kosten kommt. Nein, in den Zirkus braucht man wahrlich nicht mehr zu gehen! Sehen Sie mehr auch in unserer Foto-Show. Im Video lernen Sie, wie Sie auf dem Gurt stehen und gehen:

Einst ging man in den Park, um einfach „abzuhängen“. Heute geht’s in den Park, um etwas zwischen die Bäume zu hängen und darauf sportliche Balancekunst zu vollführen. Das Slacklinen ist ein fantastisches Trainings-Tool für alle, die Koordination und Konzentration schulen möchten, macht viel Spaß und hat einen enorm hohen Unterhaltungswert. Die wahren Könner vollführen die verrücktesten Sachen auf dem dünnen Seil. Der spezielle Gurt, der gespannt wird, ist im Gegensatz zum traditionellen Seiltanz nicht straff und starr. Slack bedeutet lose, schlaff, entspannt und so dehnt sich eine Slackline unter der Last des Slackliners. Der Gurt ist also dynamisch gespannt und ständig in Bewegung. Das muss der Slackliner mit Gegenbewegungen ausgleichen. Mit dieser Erklärung versteht auch der Beobachter, warum der Slackliner nicht aufrecht von einem Ende zum anderen läuft, sondern ständig Ausgleichsbewegungen macht und dabei auch mal mit den Armen rudert.

Vom Kletterer zum Slackliner

Slacklinen wurde nicht im Stadtpark „erfunden“, sondern auf dem Parkplatz des weltbekannten Yosemite-Nationalparks in Kalifornien. Schon in den 60er-Jahren vertrieben sich die Kletterer die Zeit an ihren Ruhe- oder an Regentagen damit, auf den Absperrketten des Parkplatzes zu balancieren. Hin und her, vor und zurück – Erfolge stellten sich ein, man wurde immer besser. Und doch entwickelte sich das Slacklinen erst 20 Jahre später vom Parkplatz-Balancieren zur eigenen Sportart und eroberte vom kalifornischen Kletter-Eldorado aus die ganze Welt. Die beiden Kletterer Adam Grosowsky und Jeff Ellington legten den Grundstein, als sie anfingen, ihr Klettermaterial zu nutzen, um die Absperrketten nachzubauen. Aber nicht nur im Klettersport sind die Ursprünge der Trendsportart zu finden, sondern auch im Taining. Ski-Legende Ingemar Stenmark balancierte einst schon auf einem gespannten Seil, um sein Gleichgewicht zu trainieren. In den letzten Jahren griff US-Star Bode Miller die Trainingsmethode wieder auf – und sein Gleichgewichtsgefühl auf den Skiern ist legendär!

Länger, schmaler, höher – schwieriger

Die meisten Slackliner, die im Park oder irgendwo in der Natur zu sehen sind, nutzen so genannte Lowlines. Wie der Name schon sagt, bringt man das Seil in Knie- oder maximal Hüfthöhe über dem Boden an den Befestigungspunkten an. Mit einer speziellen Gurtratsche wird die Slackline gespannt. Lowlines sind der richtige Einstieg für Anfänger, da man sich wenig Gedanken über die Absicherung machen muss – sofern die Slackline korrekt gespannt und der Boden weich ist. Es gilt: je kürzer das „Seil", desto fester kann man es spannen und desto einfacher ist das Slacklinen.

Die meisten Lowlines haben eine Länge zwischen zehn und 20 Metern. Ist das Seil gespannt und alles vorschriftsmäßig fixiert und rückversichert, geht es los: Stehen, Gehen, Umdrehen, Rückwärtslaufen, irgendwann mal der erste kleine Sprung... Dass der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, sieht man auch daran, dass die Tricksereien unter den Könnern ständig zunehmen: Front-Flip, Back-Flip, Sprung mit Drehung etc. Die Schwierigkeit lässt sich zudem dadurch erhöhen, indem man die Slackline länger spannt oder nicht so fest zieht. In letzterem Fall verlangt die hohe Beweglichkeit des Gurtes mehr Ausgleichsbewegungen. Auch ein schmalerer Spanngurt erhöht die Schwierigkeit, da sich die Auftrittsfläche verringert und das Band dynamischer ist. Grundsätzlich gilt: Breite, Länge und Elastizität verändern den Schwierigkeitsgrad.

Nur was für Profis

Geübte Slackliner stellen sich neuen Herausforderungen – auf Long Lines oder Highlines. Ab rund 30 Metern Seillänge mit weit auseinanderliegenden Fixpunkten spricht man von so genannten Long Lines. Hier ist die Haltung der Balance eine weit größere Herausforderung, als auf den kurzen Spanngurten und ruhiges Gehen ein Muss. Gerät die Long Line einmal ins Schwingen, ist es sehr schwierig, sie wieder ruhig zu stellen. Dazu kommt die Höhe von rund anderthalb Metern, denn wer die lange Leine niedriger spannt, wird in der Mitte mit dem Boden kollidieren. Aber Vorsicht: Long Lines sollten aus Sicherheitsgründen nur von Profis aufgebaut und gespannt werden – durch die Spannung treten dort sehr hohe Kräfte auf.

Auch bei einer Highline ist der Name Programm: Sie sind in bis zu mehreren hundert Metern Höhe angebracht. Abspringen ist hier natürlich nicht mehr möglich, deshalb sind die Höhenturner mit Gurt und Sicherungsschlinge gesichert. Im Falle eines Falles stürzen sie „nur“ bis zu wenigen Metern. Die größte Herausforderung beim Balancieren in luftiger Höhe ist sicherlich psychischer Natur. Auch hier müssen – wie bei Long Lines – Profis ans Werk. Denn bei falscher Anbringung oder Sicherung besteht nicht nur Verletzungs- sondern Lebensgefahr.

Die richtige Ausrüstung

Ein großer Vorteil der Sportart liegt in der Ausstattung und in der Ortsunabhängigkeit. Zum „Slacken“ benötigt man wenig Material und man kann überall üben, sofern es zwei geeignete Fixpunkte wie Bäume, Geländer oder Felsen gibt. Das Wichtigste ist die Slackline selbst, ein Flachband von 25–50 mm Breite. Zu Beginn wählen die meisten ein breites Band, da das Balancieren einfacher ist. Auch in punkto Elastizität unterscheiden sich die Spanngurte – bis 30 Meter Länge sind elastischere Bänder sinnvoll. Längere Lines müssen weniger elastisch sein, da sie sonst nur sehr schwer zu spannen sind.

Zur Befestigung gibt es mehrere Möglichkeiten. Alle gängigen Slackline-Sets besitzen eine spezielle Textilschlaufe an einem Ende, die um den Fixpunkt gelegt wird. Am anderen Ende sorgt eine Gurtratsche für das Spannen des Bandes. Wer Bäume als Fixpunkte verwendet, sollte vorher unbedingt einen Baumschutz anlegen, um die Rinde nicht zu verletzen. Dazu eignen sich Teppiche oder spezielle Baumschoner. In manchen Städten bezahlt man eine Geldstrafe, wenn beim Slacklinen der Baumschutz fehlt. Wichtig ist, dass die Slackline vorschriftsmäßig gespannt wird, bei falscher Anbringung oder ungeeigneter Materialwahl besteht Verletzungsgefahr.

Mit der richtigen Ausrüstung und zwei geeigneten Anbringungspunkten steht dem „Slacken“ nichts mehr im Weg. Auch wenn das Gehen auf dem Gurt anfangs schwierig bis unmöglich erscheint, die Übungserfolge zeichnen sich schnell ab und bieten ausreichend Motivation für weitere Gänge – und die ersten Tricks auf dem Seil...

Quelle: KGK

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