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Skigebiete Geheimtipps - da geht noch was!

12.11.2013, 11:04 Uhr | SP

Skigebiete: Geheimtipps der Experten. (Quelle: www.hintertuxergletscher.at)

Freie Fahrt auf den Pisten, das ist durchaus möglich in den Alpen. Man muss nur wissen wo. (Quelle: www.hintertuxergletscher.at)

Skigebiete - die Geheimtipps der Experten

Skiurlaub kann frustrierend sein: Massen auf der Autobahn. Alle nehmen die gleiche Ausfahrt. Alle haben das gleiche Ziel. Massenabfertigung am Parkplatz und am Schalter – und dann heißt es einreihen in die Schlangen und fahren auf vollen Pisten. Dabei gibt es durchaus zahlreiche kleinere Skigebiete, die unbemerkt am Wegesrand zu liegen scheinen. Hier geht es etwas ruhiger zu, hier haben die Karten noch keine 40 Euro erreicht und es gibt sogar noch Stundenkarten... Wir haben Experten nach ihren Geheimtipps gefragt. Im Angebot: familienfreundlich und idyllisch, urig und flexibel, powderverwöhnt und sonnenverwöhnt. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Skigebiete - die Geheimtipps der Experten.

Wolfgang Greiner, Chefredakteur der Magazine SkiPresse und RoadTrip fährt gerne ins Alpbachtal in Tirol, das seit neuestem "Ski Juwel" heißt und vom ADAC sogar zum Aufsteigergebiet gekürt wurde, aber immer noch nur 41 Euro am Tag kostet.

"Trotz der Nähe zu München ist das Alpbachtal immer noch eine Art Geheimtipp geblieben und nicht so überlaufen. Mit dem neuen Verbund "Ski Juwel" ist es jetzt direkt mit der Wildschönau zusammengeschlossen. Die galt früher als eine Art "Münchner Hausberg" in Tirol, ist aber dann aufgrund der nahen "Skiwelt Wilder Kaiser" (deutlich mehr los...) etwas ins Hintertreffen geraten. Der neue Verbund hat nun 49 Lifte, das ist ordentlich. Und der höchste Punkt ist auf 2025 Metern (Bergstation Wiedersbergerhorn). Etwas von Nachteil ist, dass das Gebiet viel Sonne abbekommt. Gut für Liegestuhlliebhaber, schlecht für Powderfreaks. Zur richtigen Zeit und nach einem richtigen Schneefall gibt es hier aber viel zu entdecken und zu genießen. Mehr wird nicht verraten, sonst wäre es ja kein halbgeheimer Tipp mehr... Nur noch eins: Es gibt auch noch Stundenkarten."

Stefan Kienle, Konditionstrainer der Deutschen Telemark Nationalmannschaft, ist im Allgäu zu Hause und geht selbst vorzugsweise an den Hörnerliften und in Balderschwang Skifahren.

"Das Allgäu hat einiges mehr zu bieten als die großen, bekannten Skigebiete. Die Touristenströme fahren vorbei, wo es die Einheimischen hinzieht: An die kleineren Lifte, die weniger laut, weniger voll und weniger teuer sind. Mein Geheimtipp: Die Hörnerbahnen und Balderschwang. Früh am Morgen da sein und ungestört die Pisten (oder den Schnee abseits) nutzen. Meistens landet man am Lift dann direkt am Drehkreuz. Die Ausschlafer sind selten vor 10 Uhr da. Und dann brennt uns schon der Oberschenkel und wir sind ganz froh, wenn wir ein wenig zum Durchschnaufen kommen. Die Liftpreise sind durchaus noch in Ordnung und die Flexibilität der Karten (Stundenkarten und so weiter) ist super. Manchmal gehe ich nach ein paar Stunden auf der Piste nachmittags dann noch auf die Langlaufloipe im Gunzesrieder Tal - dort gibt es übrigens auch sensationellen Käse."

Philipp Radtke, Chefredakteur des Magazins "Königslinie" zieht es an den Achensee, der knapp auf der Tiroler Seite - und nicht mehr auf bayerischem Gebiet – liegt.

"Der Blick aus dem Skigebiet von Pertisau ist unfassbar: Wie ein norwegischer Fjord liegt der Achensee im Tal zwischen Rofan und Karwendelgebirge. Manche finden das Skigebiet hier "verschlafen" - alle anderen genießen die Ruhe. Die Gondel, die Schlepplifte, all das wirkt ein wenig veraltet in Zeiten von 8er Sesselliften und genau das macht das Gebiet so sympathisch. Einsteiger und Familien cruisen gemächlich über die Pisten. Es gibt auch das richtige Terrain für anspruchsvolle Skifahrer und mit etwas Spürsinn finden sich sogar einige Tiefschneevarianten. Noch etwas sportlicher geht es in dem kleinen Gebiet gegenüber an der Rofanbahn bei Maurach zu. Die Pisten sind zum Teil recht anspruchsvoll und zumeist ist wenig los, so dass man richtig sportlich fahren kann. Bei guter Schneelage sollten Tourenliebhaber unbedingt ihre Felle mitnehmen! Der kurze Aufstieg (400 Höhenmeter) auf die Rofanspitze lohnt sich, denn von hier geht es über 1600 Höhenmeter am Stück hinab bis nach Wiesing im Inntal. Eine gewaltige Abfahrt abseits der Pisten, die genau an einer Bushaltestelle endet, keine Viertelstunde später ist man wieder zurück in Maurach."

Christoph Listmann, Stellvertretender Chefredakteur beim BIKE Magazin tauscht im Winter gerne das Mountainbike gegen breite Ski. Sulden am Ortler ist sein Geheimtipp für den Fall, dass es Frau Holle mit den Südalpen gut meint. In Sulden kostet der Cappuccino 1,90 Euro und der Skipass nur 37 Euro.

"Zugegeben, die Anreise über Fernpass und Reschenpass und dann hinauf nach Sulden (Italien) ist etwas zäh. Dafür hat man im verschlafenen Skigebiet freie Bahn (wenig Betrieb) und Zugriff auf ein variantenreiches Gelände das Seinesgleichen sucht. Zum Freeriden abseits der Pisten gibt es wenig bessere Locations, vorausgesetzt man besitzt hochalpine Erfahrung und die entsprechende Sicherheitsausrüstung. Zum Beispiel belohnt dich nach einem kurzen Aufstieg zur Schöntaufspitze eine 1400 Höhenmeter lange Variantenabfahrt bis zurück zur größten Luftseilbahn der Alpen. Auch für Tourengeher ist das Revier mit Blick auf Königsspitze, Ortler und Zebru eine Reise wert, einfach majestätisch!"

Pia Widmesser, Profi-Freeriderin und Ski-Modell. Die deutsche Freeride-Größe liebt das Kleine - das Skigebiet Sudelfeld nahe ihrer Heimat Kiefersfelden.

"Ich bin bei Wettkämpfen und für Foto- und Videoshoots schon viel rumgekommen, von Chile bis Chamonix. Aber auch mein Hausskigebiet, das Sudelfeld kann sich sehen lassen. Die Autokolonnen schieben sich auf der Autobahn schlicht an unserem kleinen, aber feinen Skigebiet vorbei. Alle suchen offensichtlich nach "größer, schneller, bequemer" und lassen das kleine Skigebiet dabei links liegen. Daher ist es ein echter Geheimtipp. Nostalgiefans werden voll auf ihre Kosten kommen, denn Sessellifte mit Sitzheizung und lange Warteschlangen sucht man vergeblich. Das Sudelfeld ist einfach anders - fast ein bisschen Abenteuer. Kein verrücktes Après-Ski sondern einfach Freude am Sport und überwiegend Einheimische. Wir sind als Kinder schon immer beim Trainieren am Waldkopf oder am Doppelschlepper Lift gewesen. Für Kinder ist das Sudelfeld ein wahres Paradies, denn Waldwege und das "Kanonenrohr" sind abwechslungsreich - ein richtiger Abenteuerspielplatz."

Sabine Listmann, Herausgeberin des Online-Magazins www.powder-magazin.com hält sich fern vom frühwinterlichen Trubel auf den Gletschern und verzichtet auch gern auf das Laute der Après Ski-Hochburgen in der Hochsaison. Sie liebt das Snowboarden in kleinen, feinen Revieren - wie der Dammkar-Strecke.

"Es gibt ein paar Tage im Jahr, da muss man vor Ort sein, und zwar früh. Dann nämlich, wenn ergiebige Schneefälle über das Karwendel herunter gegangen sind. Dann dauert es nicht lange, und die Lawinenkomission inspiziert die Abfahrt von der Karwendelbahn in Mittenwald - das Dammkar - und gibt grünes Licht. In der nächsten Gondel sollte man unbedingt sitzen, um frische Spuren zu ziehen. Freeriden am Dammkar hat etwas Abenteuerliches, das beginnt schon bei der Gondelfahrt und dem folgenden Marsch durch einen langen Tunnel. Das Dammkar ist bei Freeridern Kult. Dadurch dass man eh nur zwei bis drei Abfahrten macht, reicht die Halbtageskarte (bis 12 Uhr) für 23,50 Euro."

Gerti Ring, Journalistin, Sportmarketing- und PR-Expertin (unter anderem für die Freeride World Tour) zieht es nach Fieberbrunn - ein Skigebiet, das sich selbst als "best verstecktes Skigebiet" bezeichnet.

"Mit meiner Familie fahre ich am liebsten in Fieberbrunn Ski und Snowboard. Das Tiroler Dorf liegt im Pillerseetal und hat alles, was wir suchen: Einen kleinen Anfänger-Snowpark für die Kids, abwechslungsreiche Abfahrten, gemütliche Hütten und gestaffelte Preise für die Tageskarten - falls wir mal nicht ganz so früh dran sind... Und Fieberbrunn vereint Familien und Freerider! Es ist ein tolles Tiefschnee-Gelände. Die Freeride World Tour macht hier auch Station. Die besten Freerider der Welt kann man dann hier erleben, diese Saison am 01. Februar 2014. Ein absolutes Saison-Highlight, darauf freuen wir uns schon das ganze Jahr!"

Thomas Biersack, beim ADAC verantwortlich für alle Winterthemen und Chefredakteur der ADAC SkiGuides, fährt azyklisch auf den Gletscher.

"Wenn der Winter endlich auch in den Tälern Einzug gehalten hat und alle, wirklich alle Tal-Lifte laufen und es in Skigebieten allerorts richtig brummt, zieht es mich auf den Gletscher. Kalt ist es dort in der Höhe, aber der Schnee in aller Regel knackig-pulvrig, das Licht bei schönem Wetter unübertroffen und die breiten Pisten weitgehend unbevölkert. In Hintertux gibt es dazu noch jede Menge reguläres alpines Terrain und an der Lärmstange im Bereich der Skiroute zum betagten Sessellift unterhalb der Kaserer-Schlepplifte ein tolles Off-Piste-Gelände mit vielen kleinen Rinnen, Felsen und offenen Hängen zum Spielen. Tolles Kontrastprogramm zu den extrem weiten sanft geneigten Hängen eine Etage darüber."

Jürg Buschor ist Herausgeber der Freeride Maps sowie der Zeitschrift Outdoor Guide und hat als Autor zwei Freeride-Bücher verfasst. Für seinen Job ist er immer auf der Suche nach den besten Freeride-Gebieten des Alpenraums. Besonders angetan hat es ihm das Lötschental im Wallis mit seinem Skigebiet Lauchernalp.

"Selbst für die meisten Schweizer ist das Lötschental ein großer schwarzer Fleck. Bekannt ist nur der Lötschbergtunnel, der das Berner Oberland mit dem Wallis verbindet - mit so mondänen Skiorten wie Zermatt, Crans-Montana oder Verbier. Das Lötschental ist anders, ganz unverdorben. In den Weilern Ferden, Kippel, Wiler und Blatten gibt es statt Hotelbunker nur sonnenverbrannte Häuser, wie sie auch als Kulisse für einen Fondue-Werbespot dienen könnten. Kein Käse sind die Möglichkeiten, die sich Pisten-Skifahrern, Tourengehern oder Freeridern bieten. Hockenhorn, Sackhorn oder Birghorn sind perfekte Startpunkte für den Pulverrausch. Und Wilerhorn, Bietschhorn und Breithorn bilden die perfekte hochalpine Kulisse dafür."

Der Thüringer Wald ist ein unterschätztes Wintersport-Dorado

Quelle: KGK

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