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Ski und Snowboard präparieren: so wird's gemacht

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Ski & Snowboard pflegen und selbst präparieren

18.12.2012, 13:41 Uhr | Max Brodbeck

Ski selbst präparieren. (Quelle: Swix)

Wer seine Ski selbst präparieren möchte, benötigt neben etwas handwerklichem Geschick noch ein paar Hilfsmittel. (Quelle: Swix)

Ski und Snowboard präparieren

Vernünftig rutschen soll es im Schnee, auf Ski und auf dem Snowboard. Macht doch das Gleiten die Faszination auf den Brettern aus! Gleichzeitig verlangen präparierte Pisten und harte Schneeoberflächen nach scharfen Kanten am Alpin-Ski und Snowboard. Was also tun, wenn der individuelle Saisonstart unmittelbar bevorsteht oder gar schon erfolgt ist, das Skimaterial aber noch so gar nicht auf „Abfahrt“ vorbereitet ist? Unser Ratgeber zeigt die wichtigsten Handgriffe bei der Do-it-yourself-Skipräparation. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Ski und Snowboard präparieren.

Ski präparieren: Materialbeschaffung

Für einen selbstgemachten Skiservice benötigt man einige Werkzeuge, die normale Werkzeugkästen nur bedingt bereithalten. Man bekommt die notwendigen Utensilien jedoch im Sportfachgeschäft oder, wer schon weiß was er da macht, auch etwas günstiger im Baumarkt. Zur Grundausstattung gehören: ein Bügeleisen, das keine (!) Verwendung mehr zum Glätten von Bekleidung findet. Ein Reinigungsmittel, das den Kunststoff nicht angreift. Je ein Blatt Schleifpapier mit einer Körnung um die 100 und 200. Ein Kantenschleifgerät (ausschließlich im Fachhandel zu beziehen). Ein Teppichmesser oder besser: eine Karosseriefeile. Einen Lötkolben. Und: etwas Geschick!

Kann man Schichten sichten?

Zu Anfang steht, wie eigentlich immer bei Reparaturen, die Sichtung: was muss gemacht werden, was ist womöglich kaputt, welchen Aufwand muss man einplanen? Grundsätzlich sollten gut gepflegte Ski und Boards bereits gewachst aus der Sommerpause kommen. Dann hat der Besitzer gute Arbeit geleistet und die Gleitgeräte nach Saisonende mit Wachs konserviert.

Nicht der Fall? Kein Einzelfall! Darum steht an dieser Stelle die Belagsreinigung an. Mit einem Tuch mit Belagreiniger rückt man dem Sommerstaub auf die Pelle und reinigt den Belag zunächst. So zieht außerdem das Wachs später besser ein. Danach erfolgt eine Begutachtung der tatsächlichen, nicht länger vom Staub verdeckten Situation. Lassen sich große Löcher im Belag ausmachen, die bis auf den Gürtel oder gar den Ski-Kern gehen – Pech gehabt! In diesem Fall empfiehlt sich der Gang zum Skiservice-Menschen ihres Vertrauens. Das Problem: die Belagsreparatur-Sets, die für kleinere Schäden völlig ausreichen, haften bei großen (Belags-)Schäden oder im Bereich der Kanten nur nach einer speziellen Grundierung. Besser, man lässt hier den Fachmann ran. Ist der Schaden aber überschaubar, lassen sich Schäden relativ simpel beheben....

Messer und Lötkolben

Überstehende Belagreste und große Kratzer oder Löcher entfernt man am besten mit einem scharfen Messer. Dadurch haftet die Reparaturmasse, mit der man den Belag kittet, deutlich besser und löst sich nicht so schnell wieder ab. Anschließend greift man zum Reparaturstick und zum Feuerzeug beziehungsweise Lötkolben. Die Sticks müssen erhitzt und dann in das zu flickende Loch getröpfelt werden. Wichtig: die Sticks sollten nicht mit dem Ruß der Flamme oder verbrannten Plastikrückständen verunreinigt sein. Ruß und Dreck nehmen kein Wachs auf, dabei ist das ja Ziel der Aktion beim Ausbessern.

Um eine möglichst plane Oberfläche gleich beim Auskühlen des Materials zu bekommen, kann man ein Stück kaltes, flächiges Metallstück unmittelbar nach dem Einträufeln auf den Belag pressen. Ein bis zwei Stunden später, wenn das Füllmaterial vollständig getrocknet ist, entfernt man überschüssiges Material mit einem Teppichmesser. Die besten Resultate erzielt man allerdings mit der welligen Seite einer Karosseriefeile. Noch zwei, drei Runden mit sehr feinem Schleifpapier und die Stelle ist geflickt.

Living on the edge

Bei der Kantenpräparation scheiden sich die Geister. Je nach Einsatzzweck kann man hier unterschiedliche Präparationen vornehmen. Grundsätzlich aber gilt: die Ski MÜSSEN in einem passenden Halter sicher fixiert liegen. Es besteht sonst akute Verletzungsgefahr! Die hier beschriebenen Präparationen richten sich an das Gros der Skifahrer und funktionieren in den allermeisten Fällen vollkommen ausreichend. Wer es spezieller mag, der hat vermutlich einiges an Erfahrung und weiß diese einzusetzen!

Also: Zurück zur breiten Masse. Zunächst reinigt man die Kante von groben Riefen, von Rost und Dreck. Das schont die teure Feile. Danach schleift man die Kante belagsseitig und „hängt“ sie um 0,5 Grad ab, das heißt die Kante fällt vom Belag weg nach außen hin ab. Der Ski liegt dabei mit dem Belag nach oben im Skihalter. Die entsprechende Grad-Einstellung lässt sich am Kantenschleifer einstellen. Im Bereich der Skischaufel und am Ski-Ende erhöht man den Winkel auf circa 1 bis 1,5 Grad. Dadurch neigen die Ski oder das Brett deutlich weniger zum Verschneiden.

Im zweiten Schritt dreht man die Ski auf die Seite und schleift die Kante auf den gewünschten Winkel ein. Ein vernünftiges Allround-Maß sind hier 88 Grad. Zum Schluss kann man mit einer Diamantfeile das Kantenschleifen in Perfektionsnähe bringen und die Kante im Bereich der Schaufel und des Ski-Endes mit einem Schleifgummi ganz leicht entschärfen. Die Kantenpräparation ist damit abgeschlossen.

Lotion für Lauffreude

Das richtige Wachs macht den Ski nicht nur schnell, es verbessert auch die Drehfreudigkeit. Ergo ist das sehr gut, um ermüdungsfrei Ski zu fahren. Nach der Kantenschleiferei empfiehlt es sich, den Belag erneut zu reinigen und dadurch Metallspäne zu beseitigen. Perfektionisten rauen den Belag vor dem Wachsen etwas an, um die Wachsaufnahme noch zu verbessern. Wem es nicht um Bestzeiten geht, kann diesen Arbeitsschritt einfach übergehen.

Bei der Wachsauswahl kann man gehörige Fehler machen und sich später maßlos darüber ärgern. Wer sich nicht mit Schneetemperatur und Schneeart auseinandersetzen möchte, der greift einfach zu einem Allround-Wachs. An dieser Stelle wird es heiß. Das Bügeleisen kommt ins Spiel. Unbedingt so einstellen, dass das Wachs nicht beginnt zu verdampfen. Wer ein spezielles Wachs-Bügeleisen besitzt, der kann natürlich entsprechend der Wachs-Herstellervorgaben die Temperatur exakt auswählen.

Nun heißt es Tröpfeln! Allerdings muss man nicht übertreiben: lieber erst einmal zu wenig nehmen und zusehen, ob es beim Einbügeln (Vorsicht: nicht zu lange auf einer Stelle verweilen, da wirft der Belag Blasen!) den Belag in ganzer Breite bedeckt und einzieht. Nach einer Abkühlphase – circa 30 Minuten – zieht man überschüssiges Wachs mit einer Abziehklinge ab. Am besten eignen sich Klingen aus Kunststoff, da diese für weniger Verletzungen sorgen. Besonders schnell sind die, die danach den Belag auch noch ausbürsten und so die Struktur wieder freilegen. Dann gleitet man noch viel besser auf dem Wasserfilm, der zwischen Belag und Schneeoberfläche entsteht.

Links:

www.magicpotion-snow.com
www.toko.ch
www.swix.de
www.holmenkol.com

Quelle: KGK

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