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Schlittschuhe - eine kleine Kufenkunde

04.01.2013, 16:29 Uhr | AK

Schlittschuhlaufen in der freien Natur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland leider viel zu selten möglich: Schlittschuhlaufen in der freien Natur. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Schlittschuhtypen im Überblick

Wer im Winter eine Alternative zu Ski oder Snowboard sucht, der sollte sich vielleicht aufs Eis begeben – aber natürlich nicht auf dünnes... Sportlich austoben können sich hier die unterschiedlichsten Sportlertypen: von den ersten Gleitversuchen auf einem zugefrorenen See bis hin zu tänzerisch-akrobatischen Einskunstlauf-Übungen, von rasanten Eisschnelllauf-Einheiten bis hin zum athletisch harten Eishockeyspiel. Wir zeigen Ihnen hier, welche Schlittschuhe sich für welchen Einsatz eignen und wie man seine scharfen Kufen pflegt. Einen Überblick über die verschiedenen Schlittschuhtypen erhalten Sie auch in unserer Foto-Show.

Wer hat’s erfunden? Etwa wieder die Schweizer?

Wann und wo das Eislaufen erfunden wurde, lässt sich nicht genau sagen. Die ältesten bisher bekannten Schlittschuhe wurden in der Schweiz gefunden und auf circa 3000 Jahre vor Christus datiert. Gefertigt waren sie aus den Beinknochen von großen Tieren, die mittels Lederriemen am Fuß befestigt wurden. Vermutlich gab es jedoch in ganz Europa ähnliche Erfindungen. Im 14. Jahrhundert schließlich entwickelten die Niederländer Holzschuhe mit Kufen aus flachem Eisen. Getragen wurden sie meist von Boten, die über die zugefrorenen Kanäle glitten, um eilige Sendungen zu übermitteln. Es folgten einige Entwicklungsschritte mit neuen Formen und Materialien, bis die technischen Schlittschuhe entstanden, mit denen wir heute über das Eis gleiten.

Kunsteis oder Laufen in der Natur?

Wer in Deutschland Eislaufen will, geht heutzutage meist auf eine Kunsteisbahn oder in die Halle, da sich auf den Naturgewässern selten eine stabile, sichere Eisdecke bildet. Die Vorteile: die Bahn wird regelmäßig gepflegt, an der Bande kann man sich, wenn nötig, entlang hangeln oder ausruhen und diverse Einrichtungen wie Verleihstationen bieten einen guten Rundum-Service. Wenn aber doch einmal ein See in der Nähe zugefroren ist und das Eis im Sonnenlicht glitzert, hat das Eislaufen in der Natur einen ganz besonderen Reiz. Egal aber ob Kunst- oder natürliches Eis: ohne den richtigen Schlittschuh geht nichts!

Der Allrounder: Freizeit-Schlittschuhe

Für den Allround-Einsatz sind Freizeit-Schlittschuhe ideal. Einige Hersteller nutzen ihr Know-How aus der Herstellung von Inline-Skates und setzen die bewährten Soft- und Hartboots aus dem Sommer auf Kufen statt Rollen. Der Kunststoff ist an die anderen Temperaturbedingungen im Winter angepasst, ebenso wie die Füll- und Futtermaterialien. Vor allem Neulinge fühlen sich bei ihren ersten Gehversuchen in Softboots schnell wohl. Sie passen sich am besten und schnellsten an den Fuß an und sind so besonders bequem. Hartschalen-Boots sind vor allem am Knöchel zunächst sehr hart und benötigen einige Zeit, bis sie sich optimal angepasst haben – also eher etwas für diejenigen, die regelmäßiger eine Runde auf dem Eis drehen.

Eleganz und Tanz auf Eis

Eiskunstlauf-Schlittschuhe gelten als Klassiker unter den Schlittschuhen. In einem Stück aus (Kunst-)Leder gefertigt, relativ hoch geschnitten und mit einem hohen Absatz sind sie zudem ein Zeugnis traditioneller Handwerkskunst. Alle diese Schlittschuhe haben vorne an der Kufe Zacken, die für Sprünge und Pirouetten nötig sind. Je professioneller der Eisläufer ist, desto stabiler sollte der Schaft seines Schlittschuhs gefertigt sein. Dafür werden im Bereich des Knöchels weitere Lederschichten eingearbeitet. Profischuhe haben meist eine lange Schnürung mit vielen Ösen, um den Schuh optimal einzustellen, Laien genügen bereits weniger Ösen. Inzwischen gibt es aber auch für den Eiskunstlauf Softboots mit Schnallen.

Puck statt Pirouette

Ebenso speziell wie die Schuhe für den Eiskunstlauf sind auch Eishockey-Schlittschuhe. Sie bestehen meist aus hochwertigem Kunststoff, sind besonders robust und so an die härteren Bedingungen bei diesem Sport angepasst. Wichtig ist beim Eishockey vor allem ein guter Knöchelhalt, der mittels einer Schnürung erreicht wird.

Rausch der Geschwindigkeit

Schlittschuhe für den Eisschnelllauf sind sehr niedrig geschnittene – der Schaft endet unter dem Knöchel – Schnürschuhe aus Ziegenleder oder Kunststoff. Sie haben besonders lange und dünne Kufen. Als neueste Entwicklung gibt es den Klappschlittschuh, bei dem die Kufe beim Heben der Ferse hinten ab- und erst beim endgültigen Heben des gesamten Fußes wieder zurückklappt. So läuft die Kufe länger auf dem Eis mit. Solche Modelle sind, nicht zuletzt wegen der extremen Verletzungsgefahr, den Profis vorbehalten.

Kurven und Kufen

Der Erfolg beim Eislaufen ist zu einem großen Teil abhängig von den Kufen. Diese gilt es entsprechend auszuwählen und richtig zu pflegen:

Beim Eislaufen ensteht durch die Reibung zwischen Kufe und Eis eine dünne Wasserschicht, auf der man sozusagen voran“rutscht“. Die Rille, die der Druck der Kufe verursacht, gibt zugleich genügend Halt, um sich kraftvoll abzustoßen. Der notwendige Wasserfilm entsteht (ausgenommen beim Eisschnelllauf) nur, wenn die Kufe einen sogenannten Hohlschliff hat. Das heißt, die Unterseite ist nicht gerade, sondern hat ein runde Einbuchtung. Den optimalen Radius dafür wählt man abhängig vom Körpergewicht: je schwerer die Person ist, desto größer. Die sehr spitzen Kanten der Kufe, die bei einem kleinen Radius entstehen, werden bei höherem Gewicht zu tief ins Eis gedrückt. Der entstehende Wasserfilm ist zu dünn und der Schlittschuh gleitet nur schlecht.

Die Kufen sind (ebenfalls mit Ausnahme der Eisschnelllauf-Schlittschuhe) außerdem nicht gerade, sondern von der Ferse bis zu den Zehen gewölbt. So lässt sich der Schlittschuh auf dem Eis einfach in eine andere Richtung drehen. Die passende Wölbung wird entsprechend des Körperbaus so gewählt, dass man eine für sich geeignete Standfläche erreicht.

Der Schliff macht’s

Je nach Material der Kufe und Einsatzhäufigkeit müssen Schlittschuhe regelmäßig geschliffen werden. Um die Abnutzung in Grenzen zu halten, gibt es spezielle Schoner, die man über die Kufe stülpt und auf denen man bis zur Eisfläche laufen kann. Außerdem sollten die Kufen nach jedem Einsatz mit einem weichen Tuch sorgfältig abgetrocknet werden, um Rost zu vermeiden.

Ist dann die Zeit für einen Schliff gekommen, empfiehlt sich der Schleifservice, wie er von Sporthändlern angeboten wird. Die Profis nutzen computergesteuerte Schleifmaschinen: Hohlschliffradius und Standfläche werden einfach eingestellt und los geht’s. Vom selbständigen Schleifen zuhause sollte man absehen. Mit den üblichen Schleifwerkzeugen ist ein gleichmäßiger (Hohl-)Schliff ohne nötige Erfahrung beinahe unmöglich.

Quelle: KGK

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