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Radfahren am Klettersteig: Harald Philipp ist Bike-Bergsteiger

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Harald Philipp: Biken, wo andere nicht mal klettern

29.05.2013, 16:58 Uhr | SP

"Sea of Rock": Harald Philipp und Tom Öhler. (Quelle: Uta Philipp / Sebastian Doerk)

Das Karstgestein sieht alles andere als nett aus: Harald Philipp und Tom Öhler vor der Abfahrt im Steinernen Meer. (Quelle: Uta Philipp / Sebastian Doerk)

"Sea of Rock" - Harald Philipp und ein spektakuläres Projekt

Immer hoch hinaus – und immer mit dem Fahrrad auf den Schultern: Harald Philipp ist Mountainbike-Profi und bezeichnet sich selbst als Bike-Bergsteiger. Dort, wo die meisten Menschen schon zu Fuß nicht vorankommen, klettert er hinauf – und fährt hinab. Feinste Technik und Bike-Beherrschung im hochalpinen Gelände – ein Sport, der kontrovers diskutiert wird. In seinem Film „Sea of Rock“ befährt der Deutsche zusammen mit Tom Öhler – „Wetten, dass...?“-Wettkandidat und Trial-Weltmeister (anspruchsvolles Geschicklichkeitsfahren mit dem Rad) – das Steinerne Meer im Salzburger Land. Auf die scheinbar unfahrbar schroffen Felsen wagten sich bereits 1972 zwei Einheimische mit einem alten Waffenrad. Das Zeugnis ihrer fehlgeschlagenen Unternehmung sitzt seit damals fest im Felsenmeer: Ein (stark mitgenommenes) Rad ist fix in den Steinen eingeklemmt. Wir sprachen mit dem 28jährigen Harald Philipp über das Bergfahren, seine Ursprünge, Kontroversen, Filme und Aufklärungsarbeit. Sehen Sie mehr über Harald Philipp in unserer Foto-Show und im Video "Sea of Rock(Hinweis: Es kann zu längeren Ladezeiten kommen!).

Harald, wie kam es zum Gipfelsturm per Bike? Wieso nicht fahrbare Berge mit flowigen Trails oder der Bike Park?

Anscheinend ist der Erforscherdrang in mir besonders stark ausgeprägt. Wege zu befahren, auf denen alle anderen auch unterwegs sind, reizt mich nicht. Ich brüte lieber wochenlang über Wanderkarten und Klettersteigführern, um eine Route zu finden, die einmalig ist.

Wieso die Quälerei bergauf und die Schwierigkeit bergab?

Als Quälerei würde ich den Aufstieg nicht bezeichnen. Ein (technisches) Mountainbike wiegt knapp 12 Kilo. Bergauf fühle ich mich damit wie ein Wanderer mit leichtem Übergepäck. Und ich lasse es hochwärts entspannt angehen, genieße die Natur und die Ausblicke am Berg. Die Schwierigkeiten in der Abfahrt geben so einer Tour erst die richtige Würze. Wenn man etwas bewältigt, das alles von einem abverlangt, bekommt man dieses Flow-Gefühl, nach dem ich auf eine gewisse Art süchtig bin.

Und das ganze auch im Winter?

Schnee ist schon ein lustiger Untergrund zum Biken, aber es gibt dafür bessere Geräte als ein Rad. Im Winter lasse ich mein Bike meist im Keller stehen und gehe Skitouren. Hier in Innsbruck haben wir fantastische Powderhänge direkt über der Stadt.

Wie sieht dein Training aus? Ist das nur Talent und Fahrgefühl? Oder gibt es bei dir auch Kraft- und Techniktraining?

Talent habe ich nicht allzu viel, aber ich bin motiviert und gebe nicht so schnell auf, wenn ich etwas wirklich will. Mit diesen Fähigkeiten wird man auch irgendwann gut. Im Sommer fahre ich einfach viel Rad. Über den Winter mache ich regelmäßig Zirkeltraining in der Sporttherapie und gehe schwimmen. Seitdem ich mit Tom Öhler im Steinernen Meer war, gehe ich auch trialen. Das, was er auf dem Rad macht, finde ich sehr beeindruckend - das will ich auch können!

Das Thema Biken im alpinen Gelände ist auch umstritten. Kannst du das verstehen?

Natürlich sorgt es für Gesprächsstoff, wenn Mountainbiker jetzt auch Gipfel befahren und Klettersteige benutzen. Das kann ich voll und ganz verstehen. Seit Ewigkeiten sind in diesen Höhen nur Wanderer und Bergsteiger unterwegs, wir Radfahrer sind die Neuen. Einen Konflikt gibt es im Hochgebirge allerdings nicht, da herrscht ein freundliches Miteinander unter Sportlern. Auf der Talrunde im Stadtwald gibt es mehr Stress zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Du versuchst deshalb, Aufklärungsarbeit zu leisten und den Menschen deine Form des Sportes näher zu bringen. Unter anderem auch in einer Dokumentation, die beim Tegernseer Bergfilmfestival zu sehen war und im Frühjahr im Bayerischen Fernsehen laufen wird. Wie lautet deine Botschaft?

Mir ist wichtig, dass wir nicht als verrückte Vollidioten dargestellt werden. Wir sind Bergsportler wie alle anderen. Unser Werkzeug ist ein Mountainbike, ansonsten haben wir dieselben Motive in die Berge zu gehen wie Wanderer, Kletterer und Skitourengeher.

Und du blickst optimistisch in die Zukunft in punkto friedliches Miteinander und gegenseitiger Respekt unter Sportlern?

Ich denke, das ergibt sich ganz von selbst. Vor zehn Jahren waren zum Beispiel die Snowboarder noch verpönt, Skifahrer redeten über eigene Pisten und Lifte für die „Anderen“. Heute hat sich das Problem ganz von alleine gelöst. So wird sich das mit den Mountainbikern auch entwickeln, denke ich. Mit gegenseitigem Respekt und Freundlichkeit gibt es genügend Platz am Berg für alle.

Wohin wird sich der Bike-Sport generell noch entwickeln und was sind deine weiteren Projekte?

Der Bike-Sport ist so herrlich bunt. Vom Leistungssport mit Cross-Country Rennen bis zum Extremsport mit Doppelsalto über Felsklippen. Was sich da noch alles entwickelt, ist schwer vorherzusagen. Gerade jetzt kommen neue Disziplinen wie Enduro-Racing, das wird noch ganz spannend. Ich persönlich werde weiterhin schauen, wie viel Bergsport mit dem Mountainbike möglich ist. 2013 stehen ein paar Fernreisen an. Es gibt so viele spannende Berge, auf denen noch kein Biker war. Die Projekte gehen mir so schnell nicht aus...

Weitere Informationen:

Mehr zum Bike-Bergsteiger Harald Philipp finden Sie auf seiner Webseite unter www.summitride.com.

Quelle: KGK

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