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Quiz: Greifvögel erkennen und bestimmen

29.08.2012, 12:33 Uhr | Heiko Truppel

Greifvögel streiten sich um einen Tierkadaver. (Quelle: dpa)

Unter Greifvögeln kann es schon mal Gerangel um die Beute geben. Diese Mäusebussarde müssen die Fronten noch klären. (Quelle: dpa)

Greifvögel sind die Herrscher der Lüfte und gehören mit zu den faszinierendsten Tieren, die unsere Umwelt zu bieten hat. Majestätisch kreisen sie am Himmel und wirken dabei, als könne Sie nichts aus der Ruhe bringen. Zumindest solange, bis sie Beute aufspüren. Dann explodieren sie förmlich. Mit unbändiger Kraft und tödlicher Präzision stürzen sie sich auf Ihr Opfer. Bei allem Mitleid mit dem chancenlosen Gegner kann man sich dem urgewaltigen Eindruck eines jagenden Greifvogels kaum entziehen. Aber können Sie die gefiederten Jäger auch auseinander halten? Oder wissen Sie welche Adlerart das bundesdeutsche Wappen ziert? Testen Sie Ihr Wissen über Greifvögel in unserem Quiz!

Anmerkung: Wir stellen Ihnen zehn zufällig ausgewählte von insgesamt 17 Fragen. Sie können das Quiz also auch mehrmals spielen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg!

Stoß und Ständer als Bestimmungsmerkmale

Gut zu erkennen sind Greifvögel oft am Schwanzgefieder, dem "Stoß" wie der Falkner sagt, der wie beim roten Milan entweder eine bestimmte Form aufweist oder eine besondere Färbung oder Zeichnung trägt. Daneben sind manche Arten leicht am Brustgefieder zu erkennen, das etwa beim Sperber fleckig gestreift ist - "gesperbert" eben. Manche Greifvögel haben auffällige Beine, die sogenannten "Ständer". Beim Sperber sind diese ganz zierlich, beim Rauhfußbussard dagegen befiedert; der Fischadler hat als einziger eine frei bewegliche Wendezehe, die er ein- und ausklappen kann, der Baumfalke wiederum trägt rote "Hosen". Aufschluss geben häufig auch die Augen, beim Wanderfalken zum Beispiel aufgrund der auffällig gelben Lidränder und des dunklen Streifens im Backengefieder.

Das Gefieder der Jungvögel unterscheidet sich deutlich von dem der erwachsenen Tiere. Das ergibt Sinn, denn so werden die Jungen von den Altvögeln eher geduldet. Bei den großen Greifvogelarten kann es drei bis fünf Jahre dauern, bis das Gefieder komplett gewechselt ist. Übrigens: Wenn der Falkner von "Vogel" spricht, meint er immer das Weibchen. Die männlichen Tiere heißen "Terzel", der Name hängt mit dem lateinischen "tertium" zusammen und rührt daher, dass die Männchen meist rund ein Drittel kleiner sind. So ist ein Sperberweibchen in etwa so groß wie ein männlicher Habicht.

Greifvogelbestände haben sich erholt

Viele haben vielleicht schon vergessen, dass unsere Greifvogelbestände bis weit in die 70er Jahre hinein stark gefährdet waren. Einer der Hauptgründe war das verbreitete Insektizid DDT. Das Gift sammelte sich im Körper der Tiere am Ende der Nahrungskette an, was zur Folge hatte, dass die Greifvögel Eier mit viel zu dünner Schale legten. Diese zerbrachen beim Brüten oder waren ohnehin unfruchtbar.

Vom DDT geht heute nach dessen Verbot keine Gefahr mehr für die großen Raubvögel aus. Auch die natürlichen Lebensräume sind inzwischen besser geschützt. Der Steinadler etwa besiedelt in den Alpen wieder sämtliche für ihn geeigneten Reviere. Probleme haben seit ein paar Jahren allerdings die Aasfresser, namentlich die großen Geierarten. Seit 2002 müssen laut EU-Hygieneverordnung die Kadaver verendeter (Nutz-)Tiere umgehend beseitigt werden. So verirrt sich der Gänsegeier, der eigentlich in Südeuropa beheimatet ist, auf der Suche nach Nahrung gelegentlich bis an die Küsten von Nord- und Ostsee - wo er allerdings auch nicht fündig wird. Inzwischen werden daher gezielt tote Tiere ausgelegt, um den Bestand zu schützen.

Denn allen guten Nachrichten zum Trotz: viele Greifvogelarten gelten nach wie vor als gefährdet oder sind vom Aussterben bedroht. Der Schutz ihrer Lebensräume ist daher auch heute enorm wichtig. Und eins ist sicher, ohne Greifvögel würde der Natur nicht nur ein bedeutender Faktor fehlen, der die Bestände der Beutetiere reguliert, sondern die Fauna Europas wäre um ein nicht abzuschätzendes Stück ärmer.

Ach übrigens: Deutschlands Wappenvogel ist nicht, wie viele meinen, der Steinadler, sondern der Seeadler. Hätten Sie es gewusst?

Zuhause.de: Die besten Tipps für Vogelhäuschen und Nistkasten

Quelle: trax.de

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