
17.09.2012, 11:26 Uhr | md (CF)
Die Pulsfrequenz beziehungsweise Herzfrequenz bezeichnet die Zahl der Herzschläge pro Minute, die der Körper zur optimalen Blutversorgung benötigt. Wie hoch Ihre Herzfrequenz ist, hängt von Ihrem Trainingszustand und akuter körperlicher Belastung ab. Auch durch Krankheiten, Medikamente und bestimmte Genussmittel können die Normalwerte Ihres Pulses variieren.
Ihren Puls können Sie am Hals oder am inneren Handgelenk messen. Zählen Sie 15 Sekunden lang die Schläge und multiplizieren Sie die Zahl mit vier. "Der normale Ruhepuls eines Erwachsenen beträgt 60 bis 80 Schläge pro Minute", schreibt die "Apotheken Umschau". Bei Sportlern ist die Herzfrequenz oft niedriger, sie liegt bei 40 bis 50 Schlägen pro Minute. Auch im Schlaf kann Ihr Puls auf diese Werte absinken. Doch nicht nur die Fitness, sondern auch das Lebensalter spielt eine Rolle: Bei einem Kleinkind ist der Puls doppelt so hoch wie bei einem Erwachsenen. Frauen haben generell eine leicht höhere Pulsfrequenz als Männer.
Um Ihre maximale Pulsfrequenz zu berechnen, rechnen Sie 220 abzüglich Lebensalter – Frauen verwenden 226 statt 220. Diese Grenze sollte im Training nicht überschritten werden: Wenn Ihre Herzfrequenz zu hoch ist, können Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Schwindel, Blutdruckabfall oder sogar Bewusstlosigkeit auftreten, warnt die "Apotheken Umschau". Um durch sportliche Bewegung abzunehmen, sollte Ihr Maximalpuls 55 bis 65 Prozent des errechneten Wertes betragen. Cardio-Training führen Sie am besten bei 65 bis 85 Prozent dieser Herzfrequenz durch. Diese Berechnung der maximalen Pulsfrequenz ist jedoch nur eine grobe Faustformel, die grundlegende gesundheitliche Faktoren vernachlässigt. Daher sollten Sie sich gerade als Sportler von einem Arzt beraten lassen, wo Ihre maximale Pulsfrequenz liegt und anschließend Ihren Trainingsplan darauf einstellen.
Sportliche Aktivität kann Ihren normalen Ruhepuls langfristig senken. Durch Genussmittel wie Nikotin, Koffein und Alkohol kann er sich dagegen beschleunigen. Auch bestimmte Medikamente, darunter Betablocker oder Digitalispräparate, beeinflussen Ihre Pulsfrequenz. Herz- und Lungenerkrankungen, Blutarmut oder Schilddrüsenüberfunktion können Ihren Puls erhöhen – bei Herzjagen oder Vorhofflimmern kann die Frequenz kurzzeitig auf mehr als 180 Schläge pro Minute ansteigen. In einigen Fällen kann Ihr Puls aber auch dauerhaft zu niedrig sein, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten. Dann sollte ein Herzschrittmacher eingesetzt werden.
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