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Pflege von Outdoor-Bekleidung: So imprägnieren Sie richtig

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Funktionskleidung imprägnieren

08.01.2013, 13:40 Uhr | Benedikt Braun

Imprägnierung von wasserabweisenden Funktionstextilien. (Quelle: Fjällräven)

Die Auffrischung der Imprägnierung ist bei wasserabweisenden Funktionstextilien wichtig. (Quelle: Fjällräven)

Pflege von Funktionsbekleidung – Imprägnieren

Sehr häufig werden die Berater in der Abteilung der Funktionsbekleidung gefragt: "Das Wasser perlt von meiner Funktionsjacke nicht mehr ab. Was muss ich tun?" Der Kunde weiß, dass das teure Stück einer besonderen Behandlung bedarf - nur welcher? Hier erfahren Sie mehr über die Imprägnierung und Imprägniermittel, einen kurzen Überblick über das Imprägnieren von Funktionskleidung geben wir in unserer Foto-Show.

Imprägnierung von Funktionsbekleidung - die Basics

Unter einer Imprägnierung versteht man gemeinhin die Wasser abweisende Eigenschaft des Oberstoffes einer Jacke. Sie sorgt dafür, dass Flüssigkeit abperlt. "Ab Werk" wird Funktionskleidung mit einer so genannten DWR Ausrüstung (Durable Water Repellent = engl. für dauerhaft Wasser abweisend) ausgeliefert. Doch selbst die beste Originalimprägnierung hält nicht ewig. Irgendwann saugt der Oberstoff der Funktionsbekleidung Wasser auf - mit unangenehmen Folgen:

1. Die Atmungsaktivität lässt bis zu 60 Prozent nach.
2. Die Wärmeableitung nimmt stark zu. Schnell fühlt man sich nass, kalt und unwohl.
3. Das Trocknen nasser Bekleidung dauert deutlich länger.

Originalimprägnierung reaktivieren

Die Originalimprägnierung lässt sich anfänglich noch durch Erwärmen im Trockner (30 Minuten im Trockner bei 60 Grad Celsius) oder mit dem Bügeleisen wieder aktivieren (niedrigste Stufe). Achten sollte man besonders auf die nicht so leicht zugänglichen Bereiche (zum Beispiel unter den Armen, unter der Kapuze und rund um Reißverschlüsse herum). Der Trockner verteilt die Wärme besonders gleichmäßig und ist daher den anderen Varianten – wenn möglich – vorzuziehen. Nach einigen Wäschen reicht das Erwärmen nach dem Waschen leider nicht mehr aus, um den ursprünglichen Abperleffekt erneut zu gewährleisten. Doch was tun, damit das Wasser auch weiterhin abperlt?

Schritt 1: Welche Imprägniermittel?

Wählen Sie vorzugsweise Imprägnierungen auf Basis von Polyurethan-Dendrimeren und Silikon. Das Imprägnieren funktioniert damit nicht annähernd so gut wie Fluorcarbon, es ist aber umwelt- und gesundheitsverträglich. Fluorcarbon wirkt zwar am besten, C8 Fluorcarbon ist jedoch so umwelt- und gesundheitsschädlich, dass es in vielen Ländern bereits verboten ist. Pumpzerstäuber oder Zwei-Kammer-Spraydosen, deren zweite Kammer mit Druckluft gefüllt ist, kommen außerdem ohne schädliches Treibgas aus.

Imprägniermittel gibt es allgemein in zwei Formen, als Wash-In oder als Spray-On. Eine Einwasch-Imprägnierung ist einfacher in der Anwendung, das Spray eignet sich jedoch besser für atmungsaktive Funktionsbekleidung, weil die Imprägnierung nur auf der Außenseite aufgetragen wird. Ein Sonderfall sind Wachse, die eingebügelt werden.

Schritt 2: Funktionskleidung richtig imprägnieren

Wer sich für ein Wash-In-Imprägniermittel entschieden hat, gibt es einfach nach Packungsanleitung zur Wäsche. Anschließend aufhängen, bis das Kleidungsstück trocken ist und weiter geht’s mit Schritt 3.

Mit einem Spray-On hat man leider etwas mehr Arbeit. Zuerst die frisch gewaschene Kleidung aufhängen, bis der Oberstoff noch leicht feucht ist. Das ist wichtig, denn solange er etwas Feuchtigkeit enthält, kann das Imprägniermittel besser in die Fasern eindringen. Ist der Stoff dagegen bereits komplett trocken, perlt das Imprägniermittel tendenziell schon wieder ab. Das macht die Sache mühseliger.

Die feuchte Jacke - wenn möglich im Freien - auf eine unempfindliche Unterlage legen und die Kleidung je nach Dosierungsangabe des Herstellers (meist nicht weniger als eine halbe Flasche pro Jacke) gleichmäßig mit dem Imprägniermittel einsprühen. Damit es besser in die Fasern einwirkt, sollte man das Spray mit einem Tuch, das nicht zu stark saugt bzw. sich leicht und vollständig ausdrücken lässt, mechanisch in das Kleidungsstück einreiben. Wichtig ist vor allem, dass man keine Stelle auslässt - also auch die weniger zugänglichen Stellen gründlich imprägnieren! - da es sonst beim nächsten Ausflug unangenehm feucht werden könnte.

Schritt 3: Hitze nach der Imprägnierung hilft!

Fast alle Nachimprägniermittel funktionieren besser, wenn man die Bekleidung nach dem Imprägnieren mit Hitze behandelt - genau wie bei der DWR. Idealerweise steckt man sie für mindestens 30 Minuten bei 60°C in den Trockner. Wer keinen Trockner hat, kann auch auf niedrigster Stufe bügeln. Besonders wichtig ist die Hitzeeinwirkung bei den Polyurethan-Dendrimeren: Ohne Hitze entwickeln sie nahezu keine Imprägnierwirkung! Aber auch Fluorcarbone und Silikone funktionieren mit Hitze besser als ohne.

Nicht zu viel, nicht zu wenig!

Grundlegend gilt für Ihre Funktionsbekleidung - egal ob mit oder ohne Membran beziehungsweise Beschichtung: Waschen und imprägnieren Sie so oft wie nötig, so wenig wie möglich. Aber lieber einmal zu oft, als hinterher im Regen zu stehen. Und vor allem: Waschen Sie richtig und verwenden Sie das optimale Nachimprägniermittel für Ihre Zwecke. Wunder sollte man von keinem Imprägniermittel erwarten. Wäre bereits die Original-DWR-Ausrüstung perfekt (also ewig haltbar), gäbe es auch keinen Bedarf zur Nachimprägnierung.

Weiterführende Infos zu perfluorierten Tensiden (PFT):

Bundesamt für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: www.bmu.de

Imprägnierhinweise verschiedener Hersteller:
Gore-Tex: www.gore-tex.de
eVent: www.eventfabrics.com
Sympatex: www.sympatex.com

Quelle: KGK

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