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Da geht’s lang...! Orientierung mit Karte & Kompass

04.04.2012, 11:17 Uhr | Andi Lipp

Orientierung mit Kompass und Karte im Gelände. (Quelle: Andi Lipp)

Orientierung mit Kompass und Karte im Gelände. (Quelle: Andi Lipp)

Mit Karte & Kompass im Gelände orientieren

Kompass und Karte gehören auf Wandertouren, Berg- und Radl-Touren an sich zur Standardausrüstung. Selbst in Zeiten der Satellitennavigation und der Kompass App. Dass oftmals darauf verzichtet wird, mag daran liegen, dass viele das richtige ‚Kompass Lesen’ nicht beherrschen und gar nicht wissen, wie sie Karte und Kompass benutzen sollen. Zeit für eine Orientierung in Sachen Orientierung! Sehen Sie mehr auch in unserer Foto-Show, wie Sie Karte und Kompass benutzen.

Landkarte: Orientierung im Gelände

Eine erste Groborientierung, wo man sich im Gelände befindet, ist - auch ohne Satellitenunterstützung - mittels einer Karte relativ einfach. Man braucht nur ein wenig Überblick auf die Umgebung: Durch den Abgleich mit dem Gelände, in dem man sich befindet und eines mehr oder minder markanten Punktes in der Nähe lässt sich der eigene Standort zumindest grob feststellen. Aber wie liest man eine Karte richtig? Zur Orientierung im Gelände kommen topographische Karten zum Einsatz. Diese gibt es üblicherweise in den Maßstäben 1:25.000, 1:50.000 oder 1:100.000. Je kleiner der Maßstab, also die Zahl nach dem Doppelpunkt, desto detaillierter die Karte. Allerdings deckt die Karte dann auch einen kleineren Teil der Gegend ab. Dafür fällt der Abgleich mit dem Gelände wiederum leichter. Deshalb Finger weg von Straßenkarten. Deren Maßstab fällt zu groß aus und sie bieten so gut wie keine Geländeinformationen. Oder haben sie aus einer Straßenkarte schon lesen können, ob die Autobahn bergauf oder bergab führt?

Landkarte: Formsache

In Karten kennzeichnen festgelegte Symbole und eingezeichnete Details bestimmte Geländeformen. Zwar gibt es keinen internationalen Standard, aber die einer Karte angefügte Legende informiert über mögliche Unterschiede in der Symbolverwendung. Bäche, Flussläufe und Seen lassen sich an der blauen Farbe leicht erkennen. Fließende Gewässer sind zusätzlich mit einem Pfeil für die Fließrichtung versehen. Auch kann die dargestellte Vegetation - Nadelwald, Laubwald und Sumpfflächen „tragen“ jeweils eigene Symbole - helfen, den Standort zu bestimmen. Wichtiger Bestandteil einer Karte sind darüber hinaus die Höhenlinien. Dank ihnen kann man erkennen, ob sich auf dem geplanten Weg Hügel oder Berge befinden, ob man Täler oder Senken durchschreiten muss und wie steil oder flach das Gelände ausfällt. Ob es bergab oder bergauf geht kann man - immer in Relation zum eigenen Standort beziehungsweise von einem bestimmten Punkt ausgehend - anhand der auf den Höhenlinien eingetragenen Höhenkennzahlen erkennen: „Betrachtet“ man die Zahlen richtig herum geht es bergauf, stehen die Zahlen auf dem Kopf führt der Weg zwangsläufig bergab.

Im Übrigen beschreibt der Linienverlauf auch die Geländeform: Verlaufen mehrere Linien über eine gewisse Strecke parallel, darf man von einer Ebene (auch einer schiefen) ausgehen. Weisen die Linien Knicke auf, handelt es sich um scharfkantige Geländeeinschnitte wie Bachläufe, Schluchten und Tobel (ein tief eingeschnittener Wasserlauf) oder markante Erhebungen wie Bergrücken, Sättel oder Grate. In sich geschlossene Höhenlinien stehen als Erhebung für Hügel oder Berge, können genauso aber auch Mulden oder Krater darstellen. Die Unterscheidung erfolgt wieder entsprechend der Leserichtung der Höhenkennzahlen. Natürlich zeigen topographische Karten auch Verkehrswege wie Bahnlinien, Straßen, Forst- und Wanderwege. Selbst schmale Pfade und alpine Steige in den Bergen sind in guten Karten eingezeichnet. Auch (Länder-)Grenzverläufe lassen sich den topographischen Karten entnehmen.

Kompass-Kurs

Unverzichtbares Werkzeug für eine genaue Positionsbestimmung ist neben einer Karte der gute alte Kompass. Seine Fähigkeit den Weg nach Norden zu weisen, hilft freilich auch in alle anderen Himmelsrichtungen. Die eigene Position wird über eine sogenannte Kreuzpeilung bestimmt. Zunächst peilt man einen markanten und auf der Karte identifizierbaren Punkt wie einen Berggipfel oder einen Kirchturm an. Noch während die Peilung gehalten wird, dreht man den Skalenring am Kompass bis sich Nordmarke und die nach Norden zeigende Spitze der Kompassnadel überlappen. Nun legt man den Kompass mit der Anlegekante am Peilobjekt auf die Karte. Der Richtungspfeil des Kompass zeigt zum Peilobjekt, die Nordmarke weist nach Norden. Jetzt verschiebt man den Kompass solange um den angepeilten Punkt, bis die Nordlinien im Kompass nach Kartennord zeigen. Mit einem Bleistift kann nun die Standlinie entlang der Anlegekante des Kompass in die Karte übertragen werden. Irgendwo auf dieser Standlinie befindet sich der Standpunkt. Durch Peilung und Übertragung eines zweiten Punktes und einer zweiten Standlinie in die Karte ergibt sich dessen Position am Schnittpunkt der beiden Standlinien. Die Bestimmung des Standortes gewinnt an Genauigkeit wenn die angepeilten Objekte circa 90° auseinanderliegen und/oder eine dritte Peilung den Standpunkt präzisieren hilft.

Kompass und Karte: Das Studium lohnt sich

Jeder begeisterte Outdoorer, der noch Unsicherheiten im Umgang mit Karte und Kompass hat, sollte seine Scheu ablegen und ein „Lesetraining“ einlegen. Die richtige Handhabung der Orientierungshilfen ist nicht nur in Notsituationen entscheidend, das Studium der Karte ist auch richtig spannend: Man bewahrt den Überblick und lernt gleichzeitig einiges über Natur und Formationen der Umgebung.

Weiterführende Links:

Landesvermessungsämter der Länder, zum Beispiel Bayerisches Landesvermessungsamt www.vermessung.bayern.de

Buch-Tipps:

"Orientierung mit Karte, Kompass, GPS". Wolfgang Linke. Delius Klasing Verlag.
"Karte, Kompass, GPS". Reinhard Kummer. Aus der Reihe: Basiswissen für Draußen. Conrad Stein Verlag.

Quelle: KGK

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