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Messer: Klingen, Dolche und Rambos Zahnstocher

12.12.2012, 14:56 Uhr | Benedikt Braun

CardSharp 2 von Iain Sinclair. (Quelle: Iain Sinclair Design)

Klein wie eine Kreditkarte und superscharf ist das CardSharp 2 von Iain Sinclair. (Quelle: Iain Sinclair Design)

Messer - Klingen, Dolche und Rambos Zahnstocher

Ein Mann ohne Messer ist kein Mann. Zumindest lautet so ein sehr altes deutsches Sprichwort – Urheber unbekannt. Ein Blick auf die großen Filmhelden bestätigt das Klischee: Crocodile Dundee, James Bond, Rambo – die absoluten Klassiker. Und natürlich darf man hier MacGyver nicht vergessen, der hat mit seinem Schweizer Taschenmesser zig Male die Welt gerettet. Ist also doch was dran an dieser alten Redewendung... Wir zeigen als Highlight das CardSharp 2 von Iain Sinclair in unserer Foto-Show, das gerade mal so groß ist wie eine Kreditkarte. Außerdem erklären wir, welches Messer sich für welchen Zweck eignet und was ein gutes Messer ausmacht. Sehen Sie dazu mehr auch in unserer Foto-Show: Messer - Klingen, Dolche und Rambos Zahnstocher.

Was willst Du mit dem Dolche? Sprich...!

Schon in der Steinzeit wurde Feuerstein so bearbeitet, dass die scharfen Kanten auf die gleiche Weise genutzt werden konnten, wie man es heute mit einem Messer tut. Zugegeben, wir häuten und zerlegen damit inzwischen keine Mammuts mehr, aber das Prinzip dürfte klar sein. Diese messerähnlichen Handkeile aus Feuerstein waren teilweise scharf wie eine Rasierklinge, nur leider brüchig und bei weitem nicht so beständig wie eine Klinge aus Metall.

So waren Messer mit die ersten Werkzeuge die geschmiedet wurden, als der Mensch die Verarbeitung von Metall erlernt hatte. Es war so etwas wie eine Lebensversicherung, mit der man sich gegen wilde Tiere oder Feinde wehren und Nahrung jagen und zerlegen konnte. Ein Messer gehört seit den 1880er Jahren zur Standardausrüstung der Schweizer Armee und seit 1978 fliegt sogar jeder NASA-Astronaut mit einem original „Schweizer Taschenmesser“ ins All.

Fest steht: Es klappt

Ganze 152 verschiedene Arten von Messern listet die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia – angefangen bei dem banalen Küchenmesser über Rasier-, Taucher- und Taschenmesser bis hin zum Diamantmesser. Das erweckt den Eindruck, dass es für jeden Einsatzzweck ein eigenes Messer gibt. Und tatsächlich gibt es Messer nicht nur, damit sich die Gabel beim Essen nicht einsam fühlt. Viele Arten sind allerdings Spezialwerkzeuge aus Industrie und Handwerk, mit denen Otto Normalverbraucher nicht wirklich etwas anfangen kann.

Der Aufbau fast jedes Messers ist aber in den Grundzügen stets der gleiche. Es besteht aus dem Griff, im Fachjargon Heft genannt, und dem „spitzen Ende“, dem eigentlichen Schneidewerkzeug, der Klinge. Die scharfe Seite wird Schneide oder Wate genannt, die gegenüberliegende und meist (nicht immer) stumpfe Seite heißt „Rücken“. Grundsätzlich unterscheidet man aber zwischen feststehenden Messern und solchen mit einklappbarer Klinge. Während feststehende Messer im Normalfall deutlich stabiler und somit höher belastbar sind, lassen sich Klappmesser besser verstauen.

Außerdem ist bei den „Taschenmessern“ die Klinge in eingeklapptem Zustand gut geschützt, wird nicht so schnell stumpf, das Messer kann überall schnell verstaut werden und auch Verletzungsgefahr besteht so gut wie gar nicht. Wohingegen bei offen stehenden Messern ein schnittfestes Etui aus Leder oder Kunstfaser (eine so genannte „Scheide“) nötig ist, um das Messer vor Abstumpfung und den Träger vor Verletzungen zu schützen.

Taschenmesser: „Mit alles und scharf!“

„Geh niemals ohne Messer aus dem Haus!“ An Regel Nummer 9 eines beliebten TV-Ermittlers ist in der Tat was dran. Zumindest wer viel draußen in der Natur unterwegs ist, sollte sich daran halten und ein vernünftiges Messer dabei haben – erst recht in abgeschiedenen Gegenden. Ob man im Notfall mit angespitzten Ästen auf die Jagd nach Fischen gehen muss oder nur Schnüre, Stoff und andere Utensilien zurecht schneiden will, um einen schützenden Unterstand zu bauen: eine Klinge leistet wertvolle Dienste.

Wer nicht gerade Bäume fällen und ein Floß bauen möchte, um damit von einer einsamen Insel zu entkommen, dem reicht im Normalfall ein klassisches Schweizer Taschenmesser (der Schweizer selbst nennt es übrigens Sackmesser). Es besitzt – je nachdem, welche Ausführung man besitzt – neben einer gut schneidenden Klinge auch noch eine Reihe zusätzlicher Werkzeuge wie Schraubendreher, Dosenöffner, Säge, Ahle und Pinzette. Mit alles und scharf, quasi.

Natürlich gibt es nicht nur das „kleine Rote“, sondern auch eine ganze Reihe robusterer Klappmesser. Der Unterschied liegt schon beim ersten Anfassen in der Hand. Die Klinge ist nicht nur anders geformt, sondern darüber hinaus viel massiver gearbeitet, damit das Messer auch bei harten Einsätzen nicht schlapp macht. Achtung: Wer sein Messer nicht nur zum Zerlegen des Abendessens auf dem Teller verwendet, sollte sich ein Messer mit verriegelbarer Klinge (Fixiermesser) zulegen, das vor dem unbeabsichtigten Einklappen und somit vor Verletzungen schützt. 

Rambos Zahnstocher

Wer auf Selbstverpflegung setzt und gerne in der Wildnis urlaubt, der sollte die Finger von Klappmessern lassen. Fest stehende Messer wie der Klassiker, das Bowiemesser, besitzen eine komplett durch den Schaft reichende Klinge (diese Verlängerung der Klinge durch das Heft wird Erl bzw. Angel genannt), die auch länger (mind. 15 – 20 cm) und stärker ist als die von Klappmessern.

Der „Arkansas Toothpick“ (Arkansas-Zahnstocher), der ehemals von Cowboys und Büffeljägern verwendet wurde, war das erste Messer, das für den Einsatz als Feld-, Jagd- und Kampfmesser konzipiert wurde und ist damit eher für’s Grobe gedacht. Zwar werden diese Messer in der heutigen Zeit in Sachen Material, Gewicht und Einsatzvielseitigkeit stets weiterentwickelt, basieren aber nach wie vor zu einem großen Teil auf dem ursprünglichen Konzept von James „Jim“ Bowie, nach dem das Messer benannt wurde. Das Bowiemesser ist der Inbegriff des Messers und wann immer ein Messer stilisiert dargestellt wird, trägt es meist dessen Charakteristika. Nicht umsonst tragen Filmhelden wie Rambo und Crocodile Dundee, Geheimagenten und Guerillakämpfer nahezu ausnahmslos Bowiemesser. 

Des Messers Schneide

Der Unterschied der Klingen liegt in Aufbau und Schliff. Für Outdoor-Messer eignen sich vor allem Messer mit Drop-Point und Clip-Point-Klingen. Drop-Point-Klingen erkennt man an einer Schneide mit langgezogenem Bogen und einem leicht zur Spitze hin gebogenen Rücken, die Klinge ist relativ stark (breit, massiv). Geführt werden Messer mit dieser Klingenform meist in der Kategorie Jagdmesser, denn durch die ausgeprägt bauchige Schneide liefert ein Drop-Point-Messer hervorragende Schnittergebnisse.

Bei einer Clip-Point-Klinge fällt zuerst die markante Spitze auf, die durch einen konkaven (nach innen, zur Schneide hin gewölbten) oder seltener auch geraden Ausschnitt am Rücken zur Spitze hin entsteht. Das macht die nach unten versetzte Spitze sehr scharf, der langgezogene Bauch der Schneide bietet eine hervorragende Schnittleistung. Ein solches Messer ist ein guter Allrounder für den Outdoor-Bereich, mit dem sich es sich gut schneiden und wenn nötig, auch mal ein kleines Loch bohren lässt. Wichtig ist bei Messern, egal ob für den Hausgebrauch in der Küche, zum Schnitzen, Jagen oder im Kampf, vor allem eines: scharf sollte es sein!

Retter in der Not

Tatsächlich sollte ein Messer in keiner Outdoor-Ausrüstung fehlen – natürlich auch nicht in der von Frauen. Denn es kann in vielen Situationen nützlich sein und im Extremfall sogar überlebenswichtig werden. Wenn wir ehrlich sind: Wer hat nicht schon einmal mit dem guten alten Taschenmesser zu später Stunde eine Flasche Wein entkorkt – und wer hat noch nicht ordentlich geschimpft, wenn mal keines zur Hand war? 

Weitere Informationen:

Die Pflichtlektüre für Messer-Fans finden Sie unter www.messermagazin.de.

Detailinformationen zu den verschiedenen Klingenformen gibt es unter www.messerforum.net.

Quelle: KGK

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