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Kohlenhydratgels: Der Energie-Boost aus der Tube

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Fit mit Gels: Turbo Boost aus der Tube

10.09.2012, 19:11 Uhr | AK

Radsportler können mit Kohlenhydratgels dem sogenannten "Hungerast" vorbeugen. (Quelle: Stefan Koller)

Radsportler können mit Kohlenhydratgels dem sogenannten "Hungerast" vorbeugen. (Quelle: Stefan Koller)

Schnelle Energie durch Kohlenhydratgels

Die Einen schwören auf sie, die Anderen verziehen hingegen das Gesicht! Energie-Gels riechen intensiv und künstlich, haben eine glibberige Konsistenz und sind generell gewöhnungsbedürftig – und das im wahrsten Sinne des Wortes: Der Sportler sollte sich schön langsam an die Energie-Lieferanten gewöhnen und sie nicht bei einem Wettkampf erstmals testen. Doch für wen eignet sich der Griff zur Tube und wer kann getrost weiterhin auf Honigbrötchen und Banane setzen? Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Schnelle Energie durch Kohlenhydratgels.

Der schnelle Energie-Lieferant

Energie-Gels garantieren eine rasche Energieversorgung – und das ist besonders bei der Ausübung belastungsintensiver Sportarten wichtig. Denn während einer Tour oder im Wettkampf wegen des berüchtigten Hungerasts abbrechen zu müssen oder Leistungseinbußen hinzunehmen, ist frustrierend. Dagegen gibt es seit 1987 die so genannten Energie-Gels. Seit der Hersteller Squeezy das erste Energie-Gel präsentierte, hat sich an der Basisrezeptur wenig verändert: eine Mischung aus kurz- und langkettigen Zuckern, Stichwort Kohlenhydrate, sorgen für Brennstoffnachschub. Denn genau diese Kohlenhydrate liefern den Hauptanteil der Energie für die Verbrennung in der Muskulatur.

Der Vorteil und die Hauptaufgabe von Gels: der schnelle Transport der Energie aus der Hand, beziehungsweise der Verpackung in den Muskel. Die Rezepturen zielen deshalb darauf ab, die Energie innerhalb kurzer Zeit über den Weg Verpackung–Verdauungstrakt–Verbrennungsort (im Muskel) bereitstellen zu können. Darüber hinaus versetzen die Hersteller ihre Gels mit verschiedenen Zusatzstoffen: Koffein oder Guarana, die die Konzentration zusätzlich fördern und gegen Müdigkeitserscheinungen helfen sollen, sowie Mineralstoffe und Vitamine.

Wer aber denkt, er könne mit einfachem Haushaltzucker ähnliche Effekte erzielen, liegt falsch. Dieser löst nur so genannte Blutzuckerspitzen aus, gefolgt von einer Unterzuckerung und dem damit verbundenen Leistungsabfall. Denn wie bereits erwähnt: Die Mischung aus schneller und langsamer verfügbaren, beziehungsweise kürzer und länger anhaltenden Kohlenhydraten macht’s!

Nicht kauen, schnell verdauen

Die meisten Sportler nehmen Energie-Gels, um im Verlaufe des Wettkampfs oder bei einer langen Trainingseinheit Leistungsabfall zu verhindern bzw. den ‚Turbo Boost’ zu zünden. Doch worin liegen die Vorteile gegenüber fester, „normaler“ Nahrung?

Richtig eingenommen belasten Gels den Verdauungstrakt weniger als feste Nahrung – ein wichtiger Punkt für Sportler! Denn bei intensiver Belastung setzt der Körper andere Prioritäten und der Verdauungstrakt wird schlechter durchblutet. Feste Nahrung dagegen belastet den Verdauungsapparat mehr, was zu Leistungsverlust und auch Unwohlsein führen kann. Im Gegensatz zum Gel muss feste Nahrung natürlich gekaut werden und auch das bedeutet einen zusätzlichen Kraftakt, der obendrein das Atmen erschwert. Einfacher gestaltet sich dagegen der Verzehr der Energie-Gels, die einfach in den Mund gedrückt werden. Und dank ihrer leicht verdaulichen Zusammensetzung geht die darin enthaltene Energie binnen weniger Minuten ins Blut und den Muskel über.

Zum Vergleich: der beliebteste natürliche Energielieferant unter Sportlern, die Banane, steht als „Booster“ erst nach circa 90 Minuten zur Verfügung. Wenn man diese Zeitspanne berücksichtigt und den Verzehr dementsprechend plant, ist die Banane als gut verträgliche Sportlernahrung absolut eine geeignete Ergänzung – bzw. je nach sportlicher Belastung auch ein absolut geeigneter Ersatz – zum Gel. Aber eben nur, wenn man nicht nur vorausschauend läuft oder fährt, sondern auch isst.

Lediglich ein kleines Aber gilt es bei Gels zu berücksichtigen: Flüssigkeitszufuhr, beim Sport sowieso enorm wichtig, wird noch bedeutender. Denn der Körper muss das Gel mit Wasser verdünnen. Sonst holt er sich die zur Verdauung notwendige Flüssigkeit aus anderen Körperregionen. Und das kann zu Unverträglichkeit oder sogar Krämpfen führen.

Nimm mich mit

Während des Sportelns hat die beliebte Banane einen weiteren Nachteil in Sachen Transport. Im Vergleich zu den kleinen Energiebomben aus der Tüte ist sie nicht gerade platzsparend. Die Gels hingegen lassen sich einfach in jeder kleinen Trikot- oder Hosentasche verstauen – hierauf haben inzwischen sogar die Hersteller von Sportbekleidung reagiert: So gibt es bereits Shirts auf dem Markt, die mit speziellen, offenen Seitentaschen aufwarten, in die die Gels und Riegel perfekt passen. Und ambitionierte Radsportler befestigen ihre Gel-Nahrung gerne auch griffbereit am Oberrohr ihres Rahmens.

Geschmacksfrage

Viele Sportler können die Energie-Gels im wahrsten Sinne des Wortes nicht riechen – und haben auch so ihre Probleme mit dem künstlichen Geschmack. Die Hersteller reagieren mit einer Bandbreite an Geschmacksrichtungen, die von süß bis deftig reichen. Besonders beliebt sind Fruchtsorten von Zitrone und Orange über Banane-Kirsch bis hin zur Wassermelone, aber auch die Cola- oder Schokoladen-Variante. Kaffeeliebhaber greifen zum beinahe poetisch benannten „Espresso Lover“, herzhafter wird es beim Gel mit Tomatengeschmack und erfrischender bei der Pfefferminz-Ausgabe.

Für wen sind sie?

Energie-Gels eignen sich primär für Ausdauersportler wie Läufer, Radfahrer und Triathleten. So können die Athleten ihre Leistung über einen langen Zeitraum hinweg aufrechterhalten, ohne einen „Hungerast“ zu erleiden. Beim Laufen sind dünnflüssigere Gels sinnvoll, die man ohne oder mit wenig Flüssigkeit einnehmen kann, da sich der Wassertransport an sich schwierig gestaltet. Fahrradfahrer hingegen haben meist ausreichend Wasser dabei und können so auch dickflüssige Gels zu sich nehmen, die im Verhältnis auch mehr Kohlenhydrate enthalten. Die Hersteller bieten eine Unmenge an unterschiedlicher Gels, die in ihrer Zusammensetzung an das jeweilige Einsatzgebiet und den jeweiligen Sportlertypus angepasst sind. Ob mit oder ohne Aminosäuren, Koffein oder Mineralstoffen, sollte jeder Athlet für sich entscheiden.

Allgemein aber gilt: Die Ernährung während des Sports sollte im Verhältnis zum Geleisteten stehen. Energie-Gels machen erst ab einer intensiven Einheit von circa 90 Minuten Sinn. Sie sind somit eher etwas für Wettkampftypen, die Sport primär ausüben, um in Bewegung zu sein und Leistung in den Mittelpunkt stellen. Nichtsdestotrotz sind und bleiben Gels Geschmackssache. Unter erlebnisorientierten Outdoorsportlern sieht man sie deshalb auch weniger häufig. Für sie steht meist das Naturerlebnis im Vordergrund. Wer nicht gerade ein fanatischer Trailrunner oder Speed-Skitourer ist, kann mit der klassischen „Gipfelbrotzeit“ seine Energiereserven ausreichend ausfüllen – Erholungspause und Aussicht inklusive.

Gewöhnungsbedürftig

Keinesfalls ersetzen die Gels eine gesunde und ans Training angepasste Ernährung im Sportler-Alltag. Und als Ersatz für eine normale Mahlzeit dienen sie ebenfalls nicht. Ihre Einnahme muss fast genauso konsequent trainiert werden, wie der Sport selbst und auch nach dieser Gewöhnungsphase sind die Gels erfahrungsgemäß nur bis zu einer gewissen Menge gut verträglich. Bei übermäßiger Einnahme drohen Magenschmerzen und Verdauungsbeschwerden. Deshalb sollte man die Gels zunächst vorsichtig konsumieren, die Reaktion des Körpers genau beobachten und so herausfinden, welche Zusammensetzung und welches Maß für sich selbst gut zu sein scheint.

Quelle: KGK

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