(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Startseite powered by t-online

Sie sind hier: Aktivitäten > Wintersport >

Hochfügen: Skifahren hoch über dem Zillertal

...
Drucken Drucken
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Hochfügen: Skifahren hoch über dem Zillertal

04.12.2012, 16:06 Uhr | Simone F. Lucas

Pulverschnee-Abfahrt im Zillertal. (Quelle: SRT )

Neben den präparierten Pisten locken hoch über dem Zillertal traumhafte Pulverschnee-Abfahrten. (Quelle: SRT )

Skifahren in Hochfügen und Hochzillertal

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Hochfügen ein unberührtes Hochtal in den Tiroler Alpen. Heute bietet das österreichische Skigebiet im Verbund mit dem Revier Hochzillertal 38 Lifte und Bergbahnen, die 181 präparierte Pisten in sämtlichen Schwierigkeitsgraden erschließen. Künstliche Beschneiung garantiert beste Bedingungen zum Skifahren bis Ende April. Trotzdem ist man in Hochfügen stolz darauf, nicht vom Wintertourismus abhängig zu sein, und grenzt sich bewusst von den Partyhochburgen für Aprés-Skifahrer ab. Eindrücke aus der Skiregion Hochfügen/Hochzillertal erhalten sie in unserer Foto-Show.

Hochfügen: ein Skigebiet der Superlative

Es schneit, als wolle der Himmel den ganzen Schnee dieses Winters auf einmal über dem Zillertal ausschütten. Meterhoch liegt die weiße Pracht. Häuser und Autos tragen fluffige Schneemützen, und der Schneepflug muss ganze Arbeit leisten, um die Panoramastraße von Fügen zum Skigebiet in Hochfügen befahrbar zu machen. Denn dahin wollen die Skifahrer und Snowboarder und wir mit ihnen. Hinauf auf 2500 Meter Höhe, wo die Hänge weit sind, die Pisten abwechslungsreich und der Schnee leicht wie Puderzucker. Dahin, wo die Lifte surren und der Blick weit über die weißen Gipfel des Zillertals schweift.

Es war wohl dieser Blick, der vor über 80 Jahren Skifahrer aus dem nahen Schwaz so begeisterte, dass sie in dem unberührten Hochtal eine Skihütte bauten. Sie gilt als die Urzelle von Hochfügen. Wo damals nur Tourengeher ihre Spuren im Schnee ziehen konnten, laden heute präparierte Pisten zum Carven und Boarden ein. Und niemand muss mehr mühsam den Berg hoch steigen, um in den Genuss der blauen bis tiefschwarzen Abfahrten zu kommen - es sei denn, er will sich freiwillig schinden.

Solche Skibergsteiger sehen wir auch hier vom Sessellift aus. Genauso wie Freerider, die sich in den Hängen tummeln, wo sie ihre eigenen Spuren legen können. Doch die allermeisten sind froh über den Fortschritt, der aus dem einst abgelegenen Hochtal ein Skigebiet der Superlative gemacht hat, das nach dem Zusammenschluss mit dem Skigebiet Hochzillertal alljährlich zu den besten der Welt gekürt wird.

Die treibende Kraft im Wintersportort

Der Fortschritt hat einen Namen: Hermann Wetscher, 2010 "Seilbahner des Jahres", Tourismuspionier und Alt-Bürgermeister von Fügen. Der Mann mit dem charakteristischen "Quadratschädel" ist eine lebende Legende. War er doch von Anfang an dabei, als aus dem verschlafenen Winkel des Zillertals, wo bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts neben der Landwirtschaft auch der Abbau von Eisenerz die Landschaft prägte, ein Wintersportort wurde. Kein Wunder, dass der gelernte Maurer und spätere Baumeister, der Hotelier, langjährige Bürgermeister und 1. Geschäftsführer der Spieljochbahn viel zu erzählen hat.

Vieles würde er wieder so machen wie er es gemacht hat, sagt Hermann Wetscher. Und das sei doch das Beste, was man im Rückblick sagen könne. Natürlich hat er sich - Visionär, der er ist - auch für die Beschneiung des einstigen Schneelochs Hochfügen eingesetzt. "Ein Skigebiet kann nur leben, wenn man wirtschaftlich das Rad dreht", kommentiert er trocken. Und schneearme Winter waren in den letzten Jahren auch im Zillertal keine Seltenheit.

Schneesicherheit aus der Maschine

15 Millionen Euro hat sich das Skigebiet die sichere Rundumversorgung mit dem selbst gemachten Schnee kosten lassen, erzählt Josef Fichtl, Betriebsleiter der Hochfügener Bahnen, ein kräftiger Typ mit rundem Kopf und Brille. Wenn es möglich ist, werde schon im Oktober mit der Beschneiung begonnen, der produzierte Kunstschnee werde auf Halde gelegt, "fast wie eine Deponie", und zum Start in die Wintersaison auf den Pisten verteilt.

"Eine Wissenschaft für sich" sei diese Beschneiung, so Fichtl, der mit zwei Kollegen ständig im Skigebiet unterwegs ist, um nach dem Rechten zu schauen. "I bin überall und nirgends", grinst der 52-Jährige und stürzt sich in die neue schwarze Piste, genannt "abi trau di".

Mögen täten wir schon wollen, aber dürfen haben wir uns net getraut, denken wir frei nach Karl Valentin und nehmen doch lieber die rote, nicht ganz so steile Piste unter die Skier. Schließlich sind wir keine Skirennläufer, sondern wollen die Abfahrt und diesen wunderbaren Pulverschnee auch genießen.

Vom Skitourismus nicht abhängig

38 Aufstiegshilfen erschließen heute 181 bestens präparierte Pisten, von leichten blauen, auf denen auch Anfänger Spaß haben, bis zu schwarzen wie die "kalte Kuchl", in die sich kaum ein Sonnenstrahl verirrt. Längst kommen die Skifahrer auch aus den östlichen Nachbarstaaten Österreichs in diese "Erste Ferienregion im Zillertal", wie sich die Region um Fügen und Kaltenbach nennt.

Manfred Pister ist stolz auf die Entwicklung, aber auch froh darüber, dass es im Tal auch noch Handwerk und Landwirtschaft gibt. "Wir sind net so eindimensional wie Ischgl", sagt der Geschäftsführer des Tourismusverbands. "Wenn da der Tourismus zusammenbricht, sind die gleich am Ende. Wir leben noch weiter mit unseren Kleingewerbe-Betrieben."

Ein musikalisches Tal ohne Remmidemmi

Und mit der Musik. Denn das Zillertal ist, so Pfister, "ein musikalisches Tal". Nicht nur wegen der Zillertaler Schürzenjäger, sondern auch wegen deren Ur-Ahnen, den Rainer-Sängern, einer singenden Familie aus dem Dörfchen Laimach. "Hätten Sie gewusst, dass das Weihnachtslied Stille Nacht eigentlich dem Zillertal seine Popularität zu verdanken hat?" fragt Pfister und lacht, als er unsere verblüfften Gesichter sieht.

Hermann Wetscher weiß natürlich, was dahinter steckt: Der Orgelbauer Karl Mauracher, erzählt er, habe das Lied mit ins Zillertal genommen, wo die Rainer-Sänger es in ihr Repertoire übernommen hätten. Auch als Kaiser Franz I. und Zar Alexander I. zu Besuch im Schloß Fügen waren, trugen sie das Lied vor. Und auf ihrer Europa-Tournee - ja, sowas gab's schon damals - hatten sie es ebenso im Gepäck wie bei ihrer Amerikareise 1839. Vor der Trinitiy Church in New York erklang in diesem Jahr zum ersten Mal in der neuen Welt die "Stille Nacht".

Lang ist's her und still ist es im Zillertal schon lange nicht mehr. Dafür sorgen schon die 120 Blaskapellen im Tal. Wer allerdings Remmidemmi sucht, ist hier fehl am Platz, denn mit Skischuhen auf den Tischen getanzt wie in Ischgl wird in Fügen nicht.

Weitere Informationen:

Informieren: Tourismusverband Erste Ferienregion im Zillertal, 8263 Fügen/Österreich, Hauptstr. 54, Tel. 0043/5288/62262, www.best-of-zillertal.at
Anreise: Mit dem Auto am schnellsten über die Autobahn Kufstein, Wörgl. Abfahrt Zillertal bei Wiesing. Mit der Bahn bis Jenbach. Umsteigen in die Zillertalbahn bis zum Bahnhof Fügen.

Skigebiet: Das Skigebiet Hochfügen spielt nach dem Zusammenschluss mit Hochzillertal in der oberen Liga mit. 38 Aufstiegshilfen erschließen 181 Pistenkilometer. Der Tagesskipass kostet 45,50 Euro, der Sechstage-Skipass 225 Euro. Kinder bis sechs fahren kostenlos. Das Skigebiet am Spieljoch ist eher übersichtlich und familienfreundlich. Die sieben Kilometer lange Talabfahrt erfordert durchaus Stehvermögen.

Wohnen: Sowohl in Fügen als auch in Hochfügen ist das Angebot an Hotels und Ferienwohnungen groß. Wir haben im Gartenhotel Crystal übernachtet, das auch Neckermann im Programm hat. Preisbeispiel: fünf Übernachtungen inklusive Halbpension kosten z.B. am 5. Januar ab 465 Euro pro Person. Kinder bis fünf sind frei, zwischen sechs und neun Jahren kosten sie 50 Prozent.

Hütten: Beliebter Treffpunkt im Skigebiet Hochfügen ist die 8er Alm. Im Skigebiet Hochzillertal lädt die Kristallhütte zum Einkehrschwung.

Quelle: srt

Kommentare
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Drucken Drucken
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Hochfügen: Skifahren hoch über dem Zillertal" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Hochfügen: Skifahren hoch über dem Zillertal" gefallen hat.

 
Der Berg ruft!
Trekking- und Wanderschuhe bei ebay.de

Trekking- und Wanderschuhe von Topmarken zu günstigen Preisen. bei eBay.de

Volle Fahrt voraus
Im Trend: E-Bikes für lange Fahrradtouren - jetzt entdecken!

Entspanntes Fahrradfahren
mit hochmodernen E-Bikes.
zu den Angeboten

GPS Uhr Garmin fenix
Garmin fenix - die GPS Outdooruhr (Quelle: Hersteller)

Die Outdoor-Uhr mit
vollwertiger GPS Funktion.
schon ab 346,-- EUR


Bildgewaltiger Film: "Ticket To Ride"
Bildgewaltiger Ski-Film "Ticket To Ride" (Screenshot: t-online)

Warren Miller dreht seit 1950 Filme rund ums Skifahren. Video


Anzeige
Perfekte Bilder
Digitalkameras bei ebay.de

Für besonders schöne Erinnerungen: Digital- kameras und Objektive.
bei eBay.de

Weg mit dem Speck
Alles fürs Jogging bei ebay.de

Alles für den Laufsport: Schuhe, Bekleidung, Pulsuhren u.v.m. jetzt günstig. bei eBay.de

Erkennen Sie die Spuren im Schnee?
Quiz: Spuren im Schnee erkennen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Quiz: Testen Sie Ihre Quali- täten als Fährtenleser.  

Freeski-Profis zeigen ihr Können
Freeski-Profis zeigen in Zermatt ihr Können. (Screenshot: Zoomin)

Wenn sie sich hinab stürzen, stockt einem schon beim Zuschauen der Atem. zum Video


Wallpaper kostenlos downloaden
Wallpaper-Motiv zum Download. (Quelle: trax.de)

Für jede Jahreszeit ein schönes Motiv: Tolle Bilder für Ihren PC jetzt herunterladen.  



© Deutsche Telekom AG 2014

Anzeige