
16.11.2012, 16:29 Uhr | HP
Beheizbare Bekleidungsstücke halten Sie auch bei der größten Kälte warm. Wir empfehlen allerdings, noch etwas über die "Heat Devil"-Weste drüber zu ziehen. (Quelle: www.warmthru.com)
Eiskalte Finger und Füße beim Eislaufen, im Stadion, am Weihnachtsmarkt oder auf der Piste – das kann einem den Wintergenuss schon mal verderben. Die Extremitäten kommen dabei am schnellsten ins Frieren. Und manchmal scheint selbst die wärmste Hülle nicht mehr vor kalten Fingern oder Füßen zu schützen. Dann hilft nur noch eines: Man muss sich im wahrsten Sinne des Wortes Einheizen – hier ein Überblick über die Heizmöglichkeiten für den Outdoor-Einsatz. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Heizbare Ausrüstung für den Wintersport.
Wenn es draußen winterlich kalt wird, hat der Körper ein vorrangiges Ziel: Er möchte das Zentrum mit seinen lebenswichtigen Organen und das Gehirn schützen – und das durch Wärmeregulation. Damit der Organismus optimal arbeiten kann, strebt er nach einer konstanten Körperkerntemperatur von 37° Celsius. Bei Kälte reagiert der Körper durch eine reduzierte Durchblutung der Blutgefäße der Hautoberfläche und somit einen reduzierten Wärmeverlust. Zurückstecken müssen dadurch besonders die Extremitäten – und wir frieren und frösteln an Nase, Ohren, Fingern und Füßen.
Unter kalten Händen und Füßen leiden besonders Frauen. Das hat mehrere Gründe. Durchschnittlich haben Frauen ein anderes Muskel-Fett-Verhältnis als Männer – mehr Fett, weniger Muskeln. Und weil Muskeln bis zu 80 Prozent der Energie als Wärme freisetzen, sind Männer klar im Vorteil: Ihr durchschnittlicher Muskelanteil liegt bei 40 Prozent, der der Frau nur zwischen 23 und 25 Prozent. Der Körperfettanteil hingegen ist bei Frauen im Durchschnitt ungefähr doppelt so groß wie der des Mannes. Das mag nach Wärme klingen, aber Fett kann im Gegensatz zu Muskeln nicht aktiv Wärme produzieren, sondern lediglich isolieren. Ein weiterer kühler Nachteil für das weibliche Geschlecht: Die Haut der Frau ist deutlich dünner als die von Männern und auch das führt zu einem ausgeprägteren Wärmeverlust.
Das Angebot an Heizmaterial reicht vom einfachen Knick-Heizkissen über Thermopads bis hin zu beheizbaren Handschuhen und Socken, elektrischen Einlegesohlen und Schuhen. Und bei Hand- und Fußwärmern ist noch nicht Schluss, denn auch beheizbare Bekleidung (Rückenwärmer, beheizbare Westen und Jacken et cetera) findet man auf dem Markt.
Wenn gerne unter kalten Fingern leidet, kann zunächst auch versuchen, mit einer extra Lage die Wärmeleistung des Handschuhs zu optimieren. Unterziehhandschuhen aus Merino sind durchaus effektiv – aber vielen reicht auch das nicht. Es gibt auch dünne Unterziehhandschuhe, die mit sehr dünnen Heizlaminaten ausgestattet sind, die vom Handrücken über die Fingerrückseite bis um die Fingerkuppen reichen. Beim ‚traditionellen’ Handschuh, der mit Heizung zusätzlich gerüstet ist, wird der Akku in speziellen Taschen integriert. Ein hochwertiger Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akku kann (auf der niedrigsten Temperaturstufe) bis zu zehn Stunden Wärme abgeben. Regulierbar ist dies zumeist über einen außen angebrachten Druck- beziehungsweise Verstellknopf.
Ganz ohne elektrische Energie funktionieren hingegen die Knick-Heizkissen, die – nachdem sie in kochendes Wasser gelegt wurden – immer wieder verwendbar sind. Und wie funktioniert das mit dem Knick? In den kleinen Taschenwärmern befindet sich eine besondere Salz-Wasser-Verbindung, welche in festem Zustand bleibt bis man sie erwärmt. Bei über 80°C ist die Verbindung vollständig geschmolzen und flüssig, auch wenn die Temperatur abkühlt. Die Energie, die zum Schmelzen benötigt wurde, wird gespeichert und wenn man nun durch den Knick des Metallplättchens diesen Zustand stört, erstarrt die Verbindung und gibt die gespeicherte Energie in Form von Wärme ab. Der kleine Heizer kann bis zu 50° Celsius heiß werden und wärmt über mehrere Stunden.
Beim winterlichen Spaziergang oder dem Weihnachtsmarktbesuch sind kalte Füße oft vorprogrammiert – da hilft auch kein Glühwein (im Gegenteil...). Aber natürlich kennen gerade Skifahrer das Problem kalter Füße nur zu gut. Was tun? Eine Möglichkeit zum Warmfüßler zu werden sind Thermo-Einlegesohlen. Inzwischen sind die neueste Modelle kabelfrei und wiederaufladbar. Man legt die Sohle einfach in den Schuh, Thermostatsensoren messen die aktuelle Fußtemperatur und passen die Sohlentemperatur entsprechend an. Bei einem einzigen Ladevorgang – so versprechen die Hersteller – hält die Wärme bis zu acht Stunden an.
Die bereits seit einigen Jahren erhältlichen Skischuhheizungen wiederum funktionieren über einen Akku, den man am Schuh festklemmt. Ein Kabel, das in dem Schuh verlegt wird, führt zur Heizsohle. Wählen kann man dann zwischen unterschiedlichen Heizstufen – man sollte hier natürlich den Tagesplan im Kopf haben: Möchte man nur die kalten zwei Stunden am frühen Morgen überbrücken, dann kann man auf höherer Stufe einheizen. Doch wer bei kalten Temperaturen den ganzen Tag auf Skiern unterwegs ist, sollte die ‚sparsamere’ Einstellung wählen. Manche Hersteller bieten auch eine so genannte Boost-Stufe an: Sie heizt für sechs Minuten richtig intensiv ein und schaltet sich dann auf die vorher gewählte Heizstufe.
Quelle: KGK
Wenn sie sich hinab stürzen, stockt einem schon beim Zuschauen der Atem. zum Video
Entdecken Sie Zelte in allen Größen von Top-Herstellern
zu günstigen Preisen.
bei eBay.de
Kollisionsgefahr zwischen Skifahrern und Tourengehern droht. zum Video
Für jede Jahreszeit ein schönes Motiv: Tolle Bilder für Ihren PC jetzt herunterladen.