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Grundangeln: Angelmethode für Anfänger und Fortgeschrittene

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Grundangeln - Erfolgsrezept an den Küsten

07.12.2012, 14:58 Uhr | Kurt de Swaaf / trax.de

Grundangeln: Steinbutt. (Quelle: imago)

Plattfische wie Flunder, Steinbutt und Seezunge sprechen besonders gut auf Grundangelmontagen an. (Quelle: imago)

Je nachdem, ob Sie in Süß- oder Salzwasser angeln möchten, unterscheidet sich die zu bevorzugende Angelmethode. Während sich im meist ruhigeren Süßwasser gerade für Einsteiger das Stippfischen anbietet, ist an den Küsten Grundangeln das Erfolgsrezept für Anfänger und Fortgeschrittene. Das liegt daran, dass sich die Technik als vielseitig und doch einfach erweist. Es werden weder ausgefallene Anforderungen an die Ausrüstung gestellt, noch setzt das Grundangeln besondere Fertigkeiten des Anglers voraus. Trotzdem eignet sich die Methode für den Fang einer Vielzahl von Fischarten. Welche Möglichkeiten die Angelreviere in Deutschland bieten, sehen Sie in unserer Foto-Show.

Grundangeln - Erfolgsmethode zu jeder Jahreszeit

Es ist einer dieser magischen Momente: Wenn morgens am Meer die Sonne aufgeht und die ersten Strahlen auf die Wasseroberfläche fallen, ihr Licht sich bricht, zerstreut und der ganzen Küstenlandschaft einen geradezu unwirklichen Glanz verleiht. Glücklich der Angler, der dann schon vor Ort ist. Man steht am Strand oder vielleicht auf einer Mole, die langen Ruten sind ausgeworfen, ein paar Möwen kreisen neugierig umher. Eine herrliche Atmosphäre. Doch der Blick sollte nicht zu viel umherschweifen. Die Rutenspitzen können jeden Moment ausschlagen, und das bedeutet Action.

Meeresangeln an Nord- und Ostsee muss technisch nicht sehr anspruchsvoll sein. Robuste Ruten und Rollen sowie ein paar einfache Montagen genügen, um gute Fänge zu machen – vorausgesetzt, man ist zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle. Und weil die meisten heimischen Salzwasserfische am Meeresgrund nach Nahrung suchen, ist Grundangeln die gängige Erfolgsmethode. Zu jeder Jahreszeit.

Einfach und doch vielseitig

Das Basisprinzip ist einfach. Haken und Köder werden zusammen mit einem recht schweren Stück Blei am Ende der Hauptschnur befestigt, und das Ganze wird möglichst weit ausgeworfen. Danach liegt die Montage auf dem Boden und man wartet, bis sich ein Fisch dafür interessiert. Mehr ist eigentlich nicht dabei. Die Vielfalt der Fischarten, die sich mit dieser Methode erbeuten lassen, ist allerdings erstaunlich: Plattfische wie Flunder, Steinbutt und Seezunge, kiloschwere Dorsche, Wolfsbarsche, Aale, Wittlinge und, an Atlantik und Mittelmeer, die diversen Seebrassen-Spezies.

Robustes Gerät ist gefragt

Das Bleigewicht spielt beim Grundangeln eine entscheidende Rolle. Vor allem bei starker Strömung muss es relativ schwer sein, 100- 200 Gramm, und das wiederum verlangt beim Auswerfen von Rute und Schnur sehr viel Widerstandsfähigkeit. Dementsprechend sind so genannte Brandungsruten bemerkenswert kräftige Geräte, mit mehreren Zentimetern Durchmesser und einer Wurfkapazität von bis zu 250 Gramm, manchmal sogar noch mehr.

Die verwendeten Schnüre sind meist 0,35 bis 0,45 Millimeter dick, zumindest wenn es sich um klassische Monofile handelt. Moderne geflochtene Schnüre sind allerdings so reißfest, dass 0,20 Millimeter Stärke normalerweise ausreicht. Der Vorteil: Man kann damit weiter werfen.

Paternoster oder Laufblei-Montage?

Eine allgemein übliche Meeresangel-Montage ist der Paternoster. Es handelt sich hierbei um ein Stück Angelleine mit zwei oder drei abzweigenden Seitenschnüren, an denen jeweils ein Haken hängt. Am einen Ende des Paternosters wird das Blei befestigt, das andere wird über einen Wirbel, einer Art kleiner Karabinerhaken, mit der Hauptschnur verbunden. Fertig. Viele Meeresangler schwören auf diese simplen Montagen, aber sie zeigen im Einsatz immer wieder Defizite. Ein anbeißender Fisch spürt zum Beispiel das Gewicht des Bleis, sobald er mit dem Köder abziehen will. So mancher lässt dann wieder ab, bevor der Haken gesetzt werden kann. Der Angler hat das Nachsehen.

Laufblei-Montagen sind deshalb oft die bessere Wahl. Bei ihnen wird ein durchbohrtes Stück Blei direkt auf die Hauptschnur gezogen. Am Ende wird wieder ein Wirbel geknotet, und daran das Vorfach, ein meist 20- bis 40 Zentimeter langes Stück Schnur mit daran einem einzigen Haken. Der Fisch kann nun mit dem Köder wegschwimmen, ohne groß etwas zu bemerken – bis man anschlägt. Wenn die Schuppenträger scheu sind, entscheiden diese ein, zwei Sekunden nicht selten über den Erfolg.

Die schlanken Laufblei-Montagen haben zudem den Vorteil, dass sie besser "fliegen" als die sperrigen Paternoster und so weitere Würfe ermöglichen. Besonders gut eignen sich die ursprünglich für die Karpfenfischerei konzipierten No-Tangle-Bleie mit eingebauten Plastikröhrchen. Dieser Kniff verhindert Verwicklungen von Hauptschnur und Vorfach. Bei starker Strömung sind Laufblei-Montagen gleichwohl im Nachteil. Sie verdriften leicht und werden ans Ufer gedrückt. Unter solchen Bedingungen muss man zu Ankerblei und Paternoster oder den komplexen Jo-Jo-Montagen greifen. Letztere sind jedoch nur etwas für erfahrene Spezialisten.

An der Ostsee geht es auch filigraner

Die bei der Küstenangelei verwendeten Rollen sind üblicherweise groß und massiv, dem übrigen Material entsprechend also. Die klobigen Geräte müssen mindestens 200 Meter Schnur fassen. Allerdings haben viele Meeresangler die Neigung, zu schweres Gerät zu benutzen. An der Nordsee mit ihren Gezeitenströmen mag der Einsatz von riesigen "Strandknüppeln" oft unumgänglich sein, aber an der Ostsee sieht es meist ganz anders aus. Hier kommt man an ruhigen Tagen ohne Brandung schon mit leichten Zander- oder Karpfenruten aus. Schlichte Laufblei-Montagen, nicht mehr als 50 Gramm Gewicht, und dünne, unauffällige Vorfach-Schnüre können dann für erstaunliche Erfolge sorgen.

Vor allem Flundern beißen manchmal unglaublich zaghaft. Man sieht lediglich die Rutenspitze leicht zittern. Nur irgendetwas Kleines, das am Köder herumnuckelt? Mitnichten. Wer jetzt nicht zu früh anschlägt, kann sich mit etwas Glück über einen Plattfisch der 40-Zentimeter-Klasse freuen. Und machen Sie sich keine Sorgen: Einen zufällig vorbei schwimmenden Dorsch kann man durchaus mit einer 0,25 Millimeter-Schnur bändigen.

Welcher Köder darf es sein?

Bleibt noch die Frage nach dem richtigen Köder. Wattwürmer gehen eigentlich immer. Sie sind in Fachgeschäften zu kaufen und können dort, wo es erlaubt ist, auf den Schlickbänken des Wattenmeeres auch selbst ausgegraben werden. Seeringelwürmer eignen sich ebenfalls sehr gut, und Garnelen, obwohl diese beim Werfen mitunter vom Haken fliegen. Etwas exotisch ist die Verwendung von Tintenfisch-Streifen. Eher am Atlantik oder Mittelmeer üblich, aber auch in heimischen Küstengewässern durchaus eine Alternative.

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