(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Startseite powered by t-online

Sie sind hier: Ratgeber > Survival Guide >

Feuer machen mit dem Survival-Guide von Trax.de

...
Drucken Drucken
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Feuer machen wie in der Steinzeit

06.03.2012, 13:01 Uhr | Hanna Engler

So einfach machen Sie Feuer. (Quelle: imago)

Feuer machen ohne Feuerzug oder Streichholz: So geht's. (Quelle: imago)

Feuer anlegen und entfachen in der Notsituation

Ein schönes Lagerfeuer spendet Trost und vermittelt das Gefühl von Sicherheit. Vor allem aber schenkt es Wärme und Licht und schützt gegen wilde Tiere am Tag und in der Nacht. Auch wenn Sie kein Streichholz oder Feuerzeug haben, können Sie leicht ein Feuerchen entfachen. Wir zeigen Ihnen wie - auch in unserer Foto-Show.

Zwei Feuerarten: Pyramide und Stern

Die schnellste Art, ein Feuer mit starker Hitzeentwicklung zu machen, ist das Pyramidenfeuer. Auch feuchtes Holz kann hier gut verbrannt werden. Als kleineres, aber länger brennenderes Feuer zum Kochen ist dagegen ein Sternfeuer besser geeignet. Für das benötigen Sie zwar dickere Äste, aber auch weniger Holz als für die Pyramide. So bauen Sie ein Sternfeuer auf: Legen Sie vier dicke Äste oder kurze Stämme in der Mitte zu einem Kreuz zusammen und schieben von außen bei Bedarf Äste nach. Da es in der Notsituation aber sein kann, dass Sie recht schnell ein Feuer entzünden müssen, ist unser Survival-Tipp das Pyramidenfeuer. Gehen Sie dazu nachfolgende Schritte durch.

Brennmaterial sammeln

Sammeln Sie so viel Brennmaterial wie möglich. Sie benötigen leicht entzündbares Zundermaterial, kleine, dünne Zweige als Anzündholz und dickere, größere Äste, die als Brennstoff und Stabilisator dienen, wie zum Beispiel Buche, Eiche und Fichte. Hat es stark geregnet, wird es schwer sein, trockenes Holz zu finden. Hier hilft vor allem die Fichte, die in der oberen Ebene so dicht bewachsen ist, dass die unteren Äste auch bei Regen trocken bleiben. Knacken die gesammelten Äste beim Entzweibrechen, sind sie trocken genug. Wenn nicht, entfernen Sie die meist feuchte Rinde, da das Kernholz im Inneren trocken ist und man so gut brennende Spanstäbe erhält.

Feuerstelle vorbereiten

Suchen Sie eine geeignete Stelle für das Lagerfeuer, ideal natürlich vor dem Eingang ihres Unterschlupfes. Achten Sie darauf, dass der Untergrund und die nähere Umgebung (auch über dem Feuer) nicht brennbar ist - auch dicht unter der Fläche liegende Baumwurzeln können sich entzünden. Geeignet sind Sand- und Erdböden. Säubern Sie den Untergrund von Laub und allem anderen brennbaren Material.

Fundament bauen

Bauen Sie aus grünen, nicht trockenen Zweigen und Hölzern ein Bett, auf dem Sie das Feuer entzünden. So schützen Sie das Feuer gegen die Bodenfeuchte und den Boden gegen die Hitze. Haben Sie massive Steine zur Verfügung, legen Sie einen Ring daraus um das Fundament (etwa 50 Zentimeter hoch), um die Ausbreitungsgefahr zu minimieren und Schutz vor Wind zu errichten.

Zundermaterial vorbreiten

Als nächstes benötigen Sie trockenen Zunder. Hierzu eignen sich in der natürlichen Umgebung Holzspäne, Distelsamen, Bambus, Reisig, Birkenrinde (Weißbirke brennt auch leicht feucht), Baumwurzeln und -schwämme oder auch trockenes Laub. Haben Sie Papier, Watte, Baumwollfasern, Tampons oder Verbandmaterial, können Sie auch das verwenden. Zupft, reißt und presst man das verschiedene Zundermaterial zu einem kompakten Knäuel zusammen, hat man eine prima Grundlage für ein schönes, warmes Feuer. Noch besser brennt es, wenn man Heu darum schichten kann.

Pyramidengerüst bauen

Um das Knäuel errichten Sie eine Pyramide aus gut trockenen, dürren Ästen. Dazu lehnen Sie die Hölzer einfach in der Mitte über dem Zunder aneinander, so dass eine Art Tipi entsteht. Das Geäst sollte nicht dicker als ein Finger und circa 15 Zentimeter lang sein. Eine Lücke in der Pyramide dient später beim Anzünden als Kanal zum Zunder. Haben Sie bisher keinen Steinkreis um das Fundament gelegt, verhindern Stöcke im Viereck um die Pyramide gelegt das Abrutschen des Geästs.

Anzünden mit Brennglas

Haben Sie künstliche Anzündhilfen dabei, entzünden Sie damit einen dürren Ast und halten Sie diesen durch die Holzpyramide unten an das Zunderknäul. Müssen Sie Feuer machen ohne Feuerzeug oder Streichholz, sind einige Schritte mehr notwendig. Es gibt viele Methoden, ein Feuer zu entzünden. Drei gängige sind: Brennglas, Feuerschlagen, Feuerbohren. Haben Sie Brille, Fernglas, Lupe, Spiegel oder eine blankgeriebene Dosenbodenfläche dabei, können Sie diese als Brenngläser verwenden. Konzentrieren Sie dazu die durch das Glas scheinenden oder von einer Spiegelfläche reflektierten Sonnenstrahlen auf den Zunder, bis dieser sich entfacht.

Anzünden durch Feuerschlagen

Dafür braucht man Feuersteine wie Flint oder auch Pyrit, Quarz oder Granit. Hat man zwei geeignete Steine gefunden, schlägt man sie so gegeneinander, dass von ihnen glühende Funken absplittern. Da diese im Flug schnell abkühlen und die Flugbahn nicht so leicht kontrollierbar ist, ist es nicht so einfach, den Zunder zu entfachen. Statt zwei Steinen kann man auch einen Flint oder Pyrit über ein Stück Stahl reiben, so dass Funken entstehen (das sogenannte "Pinkfeuerzeug" von "pinken" = Feuer schlagen).

Anzünden durch Feuerbohren

Die bekannteste Methode, die bereits unsere menschlichen Vorfahren in der Steinzeit nutzten. Hierfür benötigen Sie: ein Messer (alternativ einen scharfen Stein oder spitzen Knochen), je einen stabilen Ast für den Bogen und den Bohrer, ein Holzstück für das Basis- oder Feuerbrett (wenn möglich aus demselben Holz wie der Bohrer), ein Holzklotz oder Stein als Druckstück beziehungsweise Haltegriff sowie eine Schnur, Kordel oder Schnürsenkel als Sehne.

Das Basis- oder Feuerbrett

Suchen Sie sich ein größeres Brett aus Weichholz, zum Beispiel von Balsa- oder Nadelbäumen wie Kiefern, Linden oder Pappeln, oder aus noch am Baum hängendem Totholz. Das Holz sollte nicht brechen, aber doch einzuritzen sein, wenn Sie mit dem Fingernagel über eine von Rinde befreite Stelle kratzen. Schnitzen oder kratzen Sie mit dem Messer oder einem scharfen Stein in eine Seite eine V-förmige Kerbe, die zum Brettinneren schmaler wird und trichterförmig zum Rand hin ausläuft. Vor der Kerbe (etwa 1-2 Zentimeter vom Rand entfernt) eine kleine Vertiefung eindrücken, in die später die Spitze des Bohrers kommt.

Bohrer und Bogen

Suchen Sie zwei längere etwa fingerdicke Äste für Bohrer und Bogen. Binden Sie zwischen die Enden des Astes für den Bogen locker ein Stück Schnur, die als Sehne fungiert. Der andere Ast wird als Bohrer benutzt. Spitzen Sie ihn an und schnitzen Sie an das andere Ende eine Rille für die Sehne des Bogens. Zur Vervollständigung suchen Sie sich noch einen Haltegriff für das obere Bohrerende, damit beim Bohren mehr Druck aufgebaut werden kann. Für das Druckstück eignet sich ein fester Holzklotz oder ein gut in der Hand liegender Stein, der idealerweise an der einen Seite eine leichte Mulde hat. Der Vorteil des Steins gegenüber einem Holzstück ist der geringe Reibungsverlust zwischen Bohrholz und Haltegriff. Die Reibung soll ja schließlich zwischen unterem Bohrerende und Feuerbrett entstehen.

Anbohren

Wenn möglich, stellen Sie Knie oder Fuß auf das Brett, damit es beim Bohren nicht wegrutscht, und platzieren Sie es so, dass die Kerbe am Rand neben dem Zunderhaufen liegt. Setzen Sie den Bohrer in den Bogen ein, in dem Sie den Stock einmal in die Sehne hineindrehen, und platzieren Sie das angespitzte Ende in der Vertiefung des Feuerbretts. Drücken Sie mit dem Haltegriff kontrolliert und nicht zu fest auf das obere Ende des Bohrers, mit der anderen Hand halten Sie den Bogen. Schieben Sie jetzt den Bogen hin und her, so dass sich der Bohrer in der Sehne und damit in der Mulde des Feuerbretts dreht. Nutzen Sie die ganze Länge des Bogens aus. Beginnen Sie langsam und lassen Sie die Vertiefung sich an den Bohrer anpassen, um dann mit Druck ohne Abrutschen richtig Gas geben zu können.

Pusten bis der Funke überspringt

Der Bohrer dreht sich immer weiter in die Mulde und damit verbundene Kerbe hinein. Die Reibung, die dabei zwischen Brett und Bohrer entsteht, erzeugt Qualm und Hitze. Durch die Bohrung reiben sich so kleine Holzspäne in der Kerbe ab, die glühen und verkohlen. Je weiter man bohrt, desto mehr glühende Späne und Holzkohle erzeugt man vor der Kerbe am Zunder. Hat sich ein ansehnlich glühender Haufen gebildet, legen Sie Bogen und Spindel weg und blasen Sie vorsichtig in die glimmenden Späne, um kleine Flämmchen zu entfachen. Sobald das vollbracht ist, schieben Sie den hergestellten Anzünder ganz an den Zunder und entfachen diesen schließlich unter vorsichtigem Pusten. Das Zunderknäuel nun vorsichtig durch die Lücke in das vorbreitete Pyramidenfeuer legen.

Quelle: trax.de

Kommentare
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Drucken Drucken
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Feuer machen mit dem Survival-Guide von Trax.de" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Feuer machen mit dem Survival-Guide von Trax.de" gefallen hat.

 
Wenn Skiurlaub, dann Tirol!
 (Quelle: Tirol Marketing)

Pulverschnee, Pistenspaß & Power-Abfahrten. Jetzt TOP-Angebote sichern!
7 ÜN/HP & Skipass ab 615 €

Anzeige
Perfekte Bilder
Digitalkameras bei ebay.de

Für besonders schöne Erinnerungen: Digital- kameras und Objektive.
bei eBay.de

Weg mit dem Speck
Alles fürs Jogging bei ebay.de

Alles für den Laufsport: Schuhe, Bekleidung, Pulsuhren u.v.m. jetzt günstig. bei eBay.de

Ausflüge planen leicht gemacht!
Mit dem Tourenplaner die nächste Wanderung oder Radtour planen. (Quelle: trax.de)

Mit dem Tourenplaner aus über 500 Wander- und Radtouren wählen.  

Von A wie Apex bis Z wie Zelt
Materialguide (Quelle: trax.de)

Der Materialguide erklärt die wichtigsten Begriffe aus der Outdoor-Welt.  

Garantiert nichts mehr vergessen...
Packlisten - zum Download: Das dürfen Sie bei der nächsten Tour nicht vergessen. (Quelle: trax.de)

... mit den Packlisten für Ein- oder Mehrtagestouren im Zelt oder in der Hütte.  

Kennen Sie Europas höchste Gipfel?
Matterhorn in der Schweiz. (Quelle: Reuters)

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.  

Fitnessübungen für zwischendurch
Fitnessübungen für zwischendurch (Screenshot: dpa)

Ganzkörper-Workout in der Natur. zum Video

Fitness Guide: Viele Tipps von A - Z
Nicht nur das richtige Schuhwerk ist wichtig für ein verletzungsfreies Lauftraining. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mehr erfahren von Adrenalin über Body-Mass-Index bis Zirkeltraining.  



© Deutsche Telekom AG 2014

Anzeige