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Fahrtechnik – Mountainbiken im Herbst

29.05.2013, 16:37 Uhr | World of MTB / www.bremsspur-bergradsport.de

Mountainbiken auf rutschigem Untergrund. (Quelle: World of MTB)

Auch Matsch und Schmuddelwetter machen Bikern Spaß - mit der richtigen Fahrtechnik. (Quelle: World of MTB)

Fahrtechnik - Mountainbiken im Herbst

Die Tage werden deutlich kürzer, die Temperaturen sinken und die Wälder kleiden sich in ein farbenfrohes Gewand - wir sind im Herbst angekommen. Mit der richtigen Ausrüstung ist dieser allerdings kein Grund, das Bike in die Ecke zu stellen. Schließlich macht Schlamm durchaus Spaß, denn ist man erst einmal dreckig, ist es ja auch schon egal, und man genießt es, jede Pfütze mitzunehmen. Um nicht ständig neben dem eigenen Bike zu liegen, haben wir ein paar Tipps, die das Radfahren bei schmuddeligem Wetter und rutschigem Untergrund sicherer machen. Sehen Sie mehr in unserer Foto-Show: Mountainbiken im Herbst.

Grundposition

Ist der Trail sehr schlammig, nass und rutschig empfiehlt es sich schon einmal, in die tiefere Grundposition zu gehen. Etwas stärker in die Knie gehen, Ellenbogen stärker beugen, so kann besser auf Unebenheiten oder ein eventuelles Wegrutschen der Räder reagiert werden.

Gewicht

Wird es rutschig oder auch steil kommt bei Vielen der natürliche Reflex, das Körpergewicht nach hinten zu verlagern. Dadurch wird es aber nur schlimmer, denn mit dem fehlenden Gewicht auf dem Vorderrad schwimmt dieses nur noch auf der rutschigen Oberfläche auf, ohne sich auf dem Untergrund verwinden zu können und damit Traktion aufzubauen. So passiert es, dass das Bike einfach über das Vorderrad wegrutscht. Bringt man mehr Gewicht auf das Vorderrad, kann sich dieses den Unebenheiten des Bodens anpassen und erhöht den Grip merklich. Es fordert zwar etwas Überwindung, doch ist man so auf der sicheren Seite.

Mulden durchfahren

Bei schlechtem Wetter füllen sich Mulden und Senken gerne mit Wasser. Da man aus der Fahrt oft nicht sehen kann wie tief diese sind, ist ein aktives Durchrollen nicht ratsam. Zu groß ist die Gefahr, dass das Vorderrad hängen bleibt und der Biker über den Lenker absteigt. Das Entlasten des Vorderrades und durchsurfen per Manual (eine Technik zum Fahren auf dem Hinterrad) ist hier das geeignete Mittel der Wahl.

Bremsen

Auf wirklich schlammigem Boden zu bremsen hat eine ähnlich große Wirkung wie auf Eis, das Bike rutscht lediglich zusammen mit dem Biker weg. Im Normalfall wird man aber kaum auf einen gänzlich verschlammten Trail treffen. Es heißt also „Augen Auf“ und einen sicheren Bremspunkt suchen. Oft gibt es kurze Stücke ohne Schlamm, die sich gut eignen, um etwas Geschwindigkeit aus der Fahrt zu nehmen.

Sollte dies nicht möglich sein, hilft es viel Gewicht auf das Vorderrad zu bringen, dieses wird dadurch schwerer und drückt sich bis auf griffigen Untergrund durch. Hier kann es auch wieder Bremskräfte übertragen, ohne wegzurutschen. Die Nutzung der Hinterradbremse ist nur sehr dosiert zu empfehlen, da sich das Hinterrad lediglich auf der Schlammoberfläche aufhält, durch den Bremsvorgang rasch blockiert und somit keine Bremskraft auf den Boden überträgt.

Sicht

Viele Faktoren sind es, welche die Sicht im Herbst beeinträchtigen. Da ist einerseits nasses Laub auf dem Boden, so dass man nicht sieht, was sich darunter befindet, Nebel welcher die Trails und Fahrer einhüllt und natürlich die kürzer werdenden Tage, die schon recht schnell zu schummrigem Licht am Abend führen. Der wichtigste Tipp ist hier tatsächlich, etwas Geschwindigkeit aus der Fahrt zu nehmen und vorausschauend zu fahren.

Bergauf

Wird der Trail nur durch ein kurzes schlammiges Stück unterbrochen, ist die einfachste und effektivste Variante, diesen mit Schwung zu überwinden. Es reicht oft, wenn man zuvor durch ein paar kräftige Pedalumdrehungen Fahrt aufnimmt und anschließend mit nur lockerem Weitertreten ein Durchdrehen des Hinterreifens vermeidet und die Schlammpassage durchrollt.

Befindet man sich auf durchgängig rutschigem Untergrund, ist Feingefühl gefragt. Es muss ausreichend Gewicht auf das Hinterrad, so dass dieses nicht durchdreht, aber noch immer ausreichend Gewicht auf das Vorderrad, um dieses am Boden zu behalten. Gleichbleibende Kraft und Trittfrequenz wirken hier Wunder.

Setuptipps

Neben der Fahrtechnik sorgt zu guter Letzt ein Herbst-Tuning des Untersatzes für mehr Sicherheit. Das fängt bei den Reifen an, die ein möglichst offenes Profil aufweisen sollten, in dem sich Schlamm nicht so leicht festsetzen kann. Weniger Luftdruck im Reifen erhöht die Traktion und führt zu mehr Sicherheit. Gleiches gilt für etwas weicher abgestimmte Federelemente - allerdings sollten Sie sich nur an den Dämpfern zu schaffen machen, wenn Sie etwas Ahnung davon haben!

Wer sonst auf Klickpedalen unterwegs ist, kann Flat Pedals ("normale" Pedale ohne Klicksystem) montieren. So können einerseits wasserdichte Schuhe gefahren werden, andererseits erleichtern diese natürlich das schnelle und sichere Absteigen vom Bike, sollte das ins Rutschen geraten.

Weitere Informationen:

Die Tipps wurden zusammengestellt von Bremsspur, dem Fahrtechnikpartner der World of MTB: www.bremsspur-bergradsport.de

Mehr Ratgeberartikel, Testberichte und aktuelle Reportagen finden Sie in der aktuellen Ausgabe der World of MTB.

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