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Fahrradsattel: Wie finde ich den richtigen?

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Sattelkunde - Abhilfe für das schmerzende Sitzfleisch

20.12.2012, 10:47 Uhr | SP

Sattelkunde: Easyseat I von SQlab. (Quelle: SQlab)

"Prostata-Bäckchen": Der medizinische Sattel Easyseat I von SQlab beugt einschlafenden Genitalien vor. (Quelle: SQlab)

Kleine Sattelkunde - Schmerz auf dem Fahrrad adé

Fahrradsattel ist ein hochsensibles, schwer belastetes Thema! Wie bietet man beim Radfahren seinem Gesäß den optimalen Komfort? Wie verhindert man Taubheitsgefühle und schmerzendes Sitzfleisch? Stimmt es, dass Männer, die lange auf dem Fahrrad unterwegs sind, zeugungsunfähig werden? Auch in Sachen Fahrradsattel forscht und tüftelt die Fahrradindustrie. Mit der richtigen Vermessung findet sicher jeder Po den passenden Sitz. Sehen Sie mehr zur Wahl des richtigen Fahrradsattels in unserer Foto-Show.

Fahrradsattel: Die Qual der Wahl?

Der Sattel ist für viele der große Spaßverderber beim Radfahren. Eines muss man vorab betonen: Macht man im Winter eine längere Radpause, muss man damit rechnen, dass der Allerwerteste im Frühjahr einige ‚Einfahrten’ benötigt, um sich wieder an den Sattel zu gewöhnen. Das ist unausweichlich. Doch diese Gewöhnungsphase hat nicht wirklich etwas gemein mit den Schmerzen und Problemen, die der Sattel vielen Menschen dauerhaft bereitet.

Jedes Gesäß hat seine individuelle Form und so ist es kein Wunder, dass (oft nicht sehr hochwertige) Einheitssättel so vielen Menschen Probleme bereiten. Während man beim Schuhkauf auf einen passenden Leisten und ein gutes Fußbett achtet, denken noch nicht allzu viele Radfahrer über die Passform ihres Sattels nach. Dabei kann er entscheiden über Genuss oder Qual. Und die Wahl hat man: von der breiten Komfortvariante für die Stadt bis hin zum harten, schmalen Karbon-Modell für Rennradfahrer.

Gewichtige Gesäßhöcker

Bevor man die richtige Wahl treffen kann, muss man sich jedoch zunächst bewusst werden, worauf man sitzt – und worauf man nicht sitzen sollte. Das Körpergewicht sollte auf den Gesäßhöckern liegen. Beim Radfahren ergibt sich nun das Problem, dass auch der Dammbereich und Schambein zwischen den Sitzknochen belastet wird. Je weniger aufrecht man sitzt, desto höher wird hier die Belastung. Und gerade die Dammregion ist mit seinem dichten Geflecht an Blut- und Nervenbahnen besonders sensibel. Hierin liegt auch die Ursache für Taubheitsgefühle, unter denen viele Radfahrer immer wieder leiden. Reduzierte Durchblutung bzw. der Druck auf die Nervenbahnen können bis in die Beine ausstrahlen

Fortpflanzung in Gefahr beim falschen Fahrradsattel?

Die Überbelastung der Dammregion ist auch Ursprung des großen Radfahrer-Mythos: Männliche Radfahrer, die viel auf dem Sattel sitzen, werden zeugungsunfähig... tatsächlich ist es so, dass das Nerven- und Gefäßgeflecht im Dammbereich natürlich auch für die Erektion zuständig ist. Wenn diese nun intensiv unter Überbelastung leiden, ‚eingeklemmt’ und schlecht durchblutet werden, kann dies zu Erektionsproblemen führen. Das ist allerdings kein Dauerzustand. Durch Schonung und Entlastung kann der Normalzustand wieder hergestellt werden. Wissenschaftlich belegt ist die Unfruchtbarkeit bei Radfahrern also aus gutem Grund nicht – und genauso wenig findet der Mythos Bestätigung, wenn man in die Runde der Rennrad-Profis blickt. Über Zeugungsunfähigkeit kann der deutsche Rad-Star Jens Voigt nur müde lächeln: Er ist sechsfacher Familienvater...

Gegenwirken mit dem richtigen Fahrradsattel

Doch wie beugt man Schmerzen und Taubheitsgefühl vor? Spürt man beim Radfahren erste Probleme, sollte man versuchen, den Damm zu entlasten und das Gewicht auf die Sitzknochen zu legen. Das erreicht man, in dem man auf dem Sattel weiter nach hinten rutscht und sich aufrichtet. Für die nächste Ausfahrt gilt es dann, einen geeigneteren Fahrradsattel zu finden. Und hier ist der erste Schritt zum angenehmen Sitzen die Beantwortung der Frage: Welcher Radfahrtyp bin ich?

Fahrradsattel zu weich?

„Ich bin ausschließlich auf Kurzstrecken in der Stadt unterwegs und sitze aufrecht auf meinem Rad.“ Bei dieser Antwort wählt man einen breiten Komfortsitz. Das Polstermaterial kann weich sein, sollte aber durchaus von guter Qualität sein – sonst hält das Sitzvergnügen genauso wenig an, wie bei einem Billig-Sofa.

„Ich fahre viel Kurzstrecken, mache aber durchaus auch längere Ausfahrten.“ Dann sollten Sie schon von einem weichen Modell abrücken. Das Polster mag zwar weich und komfortabel wirken, aber sitzt sich relativ schnell durch und wird unbequem. Dem Irrtum „weich = bequem“ sitzen viele Radfahrer auf.

„Ich bin begeisterter Radfahrer und sitze so häufig wie möglich auf dem Sattel.“ Die Sattelwahl hängt von ihrem Gefährt ab: Es gibt die unterschiedlichen Modelle für Trekkingrad, Rennrad oder Mountainbike – und hier natürlich je nach Ausrichtung wieder unterschiedliche Varianten: Der Downhill-orientierte Biker wählt ein anderes Modell als der Cross-Country-Fahrer. Generell sitzen jedoch die Ausdauerathleten auf sehr schmalen und harten Sätteln.

Gesäß vermessen lassen für den richtigen Fahrradsattel!

Weiß man, in welche Richtung die Sattelwahl geht, gilt es, sein Gesäß zu vermessen. Schließlich ist der Allerwerteste sehr individuell und der Abstand der Sitzknochen variiert nicht nur unter den Geschlechtern stark. Im guten Rad-Fachhandel kann man schnell und einfach den Abstand der Sitzknochen messen lassen. Es heißt ganz einfach: Hinsetzen! Und zwar auf spezielle Messpappen, zum Beispiel von dem bayerischen Unternehmen SQlab, das bei der Sattelergonomie und Vermessung eine Vorreiterrolle übernommen hat. Die Marke bietet sogar ein Vermessungs-Set für zu Hause. So kann man den Abstand der Sitzknochen und damit die optimale Breite des Sattels ermitteln. Die Marken-Hersteller bieten ihre Sättel in mehreren Breiten an. 

Bei sportlich, nach vorn gebeugter Position ist ebenfalls wichtig, dass die Sattelnase nicht zu weit nach oben neigt. Ebenfalls beliebt sind Sättel, die mittig Aussparungen oder Absenkungen haben. Auch hierdurch kann der Dammbereich entlastet werden. Wer unter Sitzschmerz leidet, kann dem also sehr wohl entgegenwirken! Es gibt eine solch breite und sehr hochwertige Auswahl an Sätteln, unter denen sich sicherlich der Passende findet.             

Weiterführende Links und Literatur:

Hersteller:

www.sqlab.de

www.specialized.com

www.fizik.com

www.selleitalia.com

www.brooksengland.com 

Handbuch rund um Ausstattung, Technik und Training im Radsport: Thorsten Lewandowski, „Perfektes Radtraining“. Südwest Verlag.

Quelle: KGK

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