
12.10.2012, 11:24 Uhr | nordic sports
Wer ausdauernd Leistung bringt, muss seine Energievorräte rechtzeitig auffüllen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
Mit Produkten wie Gels, Riegeln und Getränkepulver können Ausdauersportler gezielt die Energiezufuhr während Training und Wettkampf steuern. Allerdings eignet sich nicht jedes Produkt für jede Situation. Wir verraten, worauf es bei den Energielieferanten ankommt und worin die entscheidenden Unterschiede zwischen Riegel, Gels und Getränkeliegen. In unserer Foto-Show vergleichen wir Preis und Nährwerte gängiger Sportlernahrungsprodukte.
Eben ging es noch geschmeidig und mit rundem Tritt den steilen Berg hinauf. Dann, ganz plötzlich, stellt sich ein leichtes Hungergefühl ein, und von jetzt auf gleich sinkt das Leistungsvermögen in den Keller. Bei Radfahrern, Läufern, Langläufern und vielen anderen Ausdauersportlern ist er bekannt und gefürchtet: der Hungerast. Um zu verhindern, dass dem Körper in wichtigen Momenten die nötige Energie fehlt und der Motor damit ins Stocken gerät, muss regelmäßig für Nachschub gesorgt werden. Optimal eignen sich dafür Energieriegel, -gels und Getränke.
Die Auswahl an Energielieferanten ist schier unermesslich, und nicht jede Art von Nachschub eignet sich zu jedem Zeitpunkt. Bei der Wahl des richtigen Snacks kann man sich sehr gut an den Inhaltsstoffen der Produkte orientieren. Geht das Training oder der Wettkampf an die Substanz, handelt es sich also um eine Einheit, bei der richtig Gas gegeben wird, dann sollten die Produkte kohlenhydratlastig sein. Das gibt schnell neue Energie. Bei längeren Einheiten, die weniger intensiv sind, darf der Energienachschub ruhig ein wenig fetthaltiger sein. Aber Vorsicht, die Fette sollten ungesättigt sein. Für die optimale Regeneration nach dem Sport sind Produkte mit einem hohen Eiweißanteil zu empfehlen. Für jede Beanspruchung sind aber gesonderte Produkte ratsam.
Wodurch unterscheiden sich denn Riegel, Gels und Getränke? Nicht nur durch ihre Konsistenz! Es gilt grundsätzlich: Nimm das, was dein Magen am besten verträgt und was dir am besten schmeckt!
Im Sport am längsten bekannt sind wohl Energieriegel. Jeder Sportler hat schon einmal einen solchen Riegel in der Hand gehabt. Wann aber sollte man lieber auf einen Energieriegel von bekannten Herstellern wie PowerBar oder Squeezy zurückgreifen und wann auf einen Müsliriegel aus dem Supermarkt? Im Gegensatz zu einem normalen Müsliriegel liefert die „Sportversion“ Energie in komprimierter Form. Deshalb eignen sich die Produkte vor allem für große Belastungen und lange Sporteinheiten. Die Energie aus dem Riegel entfaltet sich allerdings erst rund 20 Minuten nach der Einnahme. Sie eignen sich also gut, um vor der Tour den Energiespeicher aufzufüllen oder frühzeitig für einen neuen Vorrat an Power zu sorgen.
Geht es darum, dem Körper möglichst schnell neue Energie bereitzustellen, sind Energiegels gefragt. Diese wirken recht zügig nach ihrer Einnahme. Aufgrund der geringen Verpackungsgröße lassen sich die kleinen Beutel einfach verstauen und behindern weder beim Laufen noch beim Radfahren. Die Gels sollten vor einem Wettkampf in jedem Fall erst einmal getestet werden – ihre Konsistenz ist für die meisten Sportler, gerade zu Beginn, recht gewöhnungsbedürftig. Einmal daran gewöhnt, können sich die kleinen Beutel aber schnell als Retter in der Not erweisen.
Wer dennoch Probleme mit ihrer Konsistenz hat, kann die Gels auch in Wasser auflösen und in der Trinkflasche mit sich führen. Hauptinhaltsstoff der kleinen Beutel sind Kohlenhydrate. Eine ausgewogene Mischung aus lange vorhaltenden und schnell verfügbaren Kohlenhydraten ist für Sportler optimal.
Ein weiterer, ganz wichtiger Bestandteil der Sporternährung ist die Aufnahme von Flüssigkeit. Bei kurzen Einheiten reicht in der Regel die Zufuhr von Wasser. Geht es länger, kann man auch spezielle Sportdrinks zu sich nehmen. Diese gibt es fertig gemischt in der Flasche oder aber in Pulverform zum Selbstmischen. Praktisch sind beide Varianten, das Pulver ist aber etwas variabler einsetzbar, da es je nach Vorliebe konzentriert werden kann.
Der Vorteil liegt auf der Hand: Hier wird die Energieaufnahme mit der Aufnahme von Flüssigkeit kombiniert, es werden also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Allerdings reagiert jeder Körper anders auf die häufige Aufnahme von süßen Drinks. Da kann es schon einmal vorkommen, dass der Magen streikt. Mitten im Wettkampf oder im Training kann das zum Problem werden. Übrigens: Nach dem Sport darf es dann ruhig auch einmal ein Bier sein. Das ist isotonisch und reich an Mineralstoffen. Allerdings sollte es alkoholfrei sein.
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