(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Startseite powered by t-online

Sie sind hier: Ratgeber > Outdoor Tipps >

Das Zwiebelprinzip: Mehrschichtiger Komfort-Baukasten

...
Drucken Drucken
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Schicht für Schicht - Das Zwiebelprinzip

08.11.2013, 17:11 Uhr | Sissi Pärsch

Funktionelle Bekleidungsschichten für Komfort und Flexibilität. (Quelle: Craft)

Funktionelle Bekleidungsschichten halten den Körper im optimalen Temperaturbereich und sorgen für Komfort und Flexibilität. (Quelle: Craft)

Das Zwiebelprinzip

Der Mensch ist ziemlich intolerant – zumindest was seine Wohlfühltemperatur angeht. Der Körper kann aber Unterstützung erfahren, gerade beim Sport bei unterschiedlichen Wetterbedingungen: Das Zwiebelprinzip aus funktionellen Bekleidungsschichten hilft dem Körper, im optimalen Temperaturbereich zu bleiben. Obendrein sorgt es für viel Komfort und Flexibilität. Hier eine Einführung in die Funktionsweise des textilen Gelages. Einen schnellen Überblick gibt auch unsere Foto-Show zum Zwiebelprinzip.

Die Zwiebelschichten

Unter dem textilen Zwiebel- oder Lagenprinzip, von dem man so häufig hört, versteht man mehrere Bekleidungsschichten, die zusammen ein Funktionssystem darstellen. Von der Unterwäsche bis zur äußersten Schicht trägt man ein Gesamtsystem, das je nach Witterungsbedingungen und Aktivität schnell angepasst werden kann, um dem Körper das bestmögliche Klima zu bieten. Um das zu gewährleisten, müssen alle Schichten möglichst feuchtigkeitsleitend beziehungsweise wasserdampfdurchlässig sein. Nur dann kann auch die Außenschicht ihre volle Stärke ausspielen. Allerdings sollte man das Zwiebelprinzip nicht als starres System verstehen. Ist es warm genug, kann ein Funktions-T-Shirt auch die einzige Lage sein, die man trägt. Genauso kann die Wärmeschicht aus zwei Lagen Fleece bestehen. Schließlich zeichnet sich das Zwiebelprinzip gerade durch seine Flexibilität aus.

Bloß keine Baumwolle direkt am Körper tragen

Die normale Körpertemperatur des Menschen liegt bei knapp 37°C und diese Temperatur erlaubt kaum Ausschläge nach oben oder unten. Deshalb verfügt der Körper über ein eingebautes "Regelprogramm": Wenn ihm warm wird, beginnt er zu schwitzen – zuerst in Form von Wasserdampf, bei stärkerem Schwitzen in Form von flüssigem Wasser, das auf der Haut verdunstet und so kühlt. Wenn es kalt wird, sind die Möglichkeiten sehr begrenzt: Muskelzittern ist eine solche Reaktion, später wird Blut aus den Extremitäten abgezogen, um Gehirn und Organe ausreichend zu durchbluten. Mehr kann der Körper nicht tun. Um Unterkühlung oder Erfrierungen zu vermeiden, muss man sich also wärmer anziehen.

Die Funktionsbekleidung im Schichtenprinzip hilft nun dabei, den Temperaturhaushalt zu regeln. Sie leitet überschüssige Schwitzfeuchtigkeit rasch von der Haut an die nächste Schicht ab, sorgt für Kühlung bei warmen Temperaturen und isoliert bei Kälte. Ganz wichtig zu beachten: Das Schichtensystem funktioniert nur als System! Wer den größten Kombinationsfehler begeht und ein T-Shirt aus Baumwolle auf der Haut trägt, darf sich nicht wundern, wenn es sich unter der Funktionsjacke klamm anfühlt...

Erste Lage: Funktionswäsche

Funktionswäsche muss direkt auf der Haut aufliegen, denn nur so können die Fasern ihre ‚Arbeit’ verrichten. Beim Kauf deshalb die eng anliegende Größe wählen. Dank ihrer hohen Elastizität empfindet man die Funktionswäscheteile auch nicht als unangenehm einengend. Generell gibt es für die unterschiedlichsten Einsatz- und Temperaturbereiche entsprechende Bekleidung.

Bei hoher körperlicher Belastung und/oder warmen Temperaturen soll die Funktionswäsche kühlen, den Schweiß rasch vom Körper ableiten und für angenehme Belüftung sorgen. Hier kommt textiles High-Tech zum Einsatz: Das Material fördert den Feuchtigkeitstransport von der Haut nach außen und spezielle Strukturen sowie Bodymapping (luftige Mesh-Einsätze an den jeweiligen Schwitzzonen) garantieren zusätzliche Kühlung. Das Material hat einen weiteren Vorteil: Es trocknet extrem rasch.
An kalten Tagen und weniger intensiver körperlicher Aktivität hat die Funktionswäsche die Aufgabe, gut zu wärmen. Da die Isolation von der Fähigkeit abhängt, Luft zu speichern, kommen hier häufig synthetische Hohlfasern zum Einsatz –die rohrartige Struktur ermöglicht einen höheren Lufteinschluss. Immer beliebter wird zudem Funktionswäsche aus feiner Merinowolle – sie überzeugt durch eine tolle Wärmeleistung und neutralisiert (im Gegensatz zu Synthetik) unangenehmen Geruch auf natürliche Weise.

Zweite Lage: Isolation

Die zweite Lage wärmt und leitet die Schwitzfeuchtigkeit weiter an die nächste Schicht bzw. nach außen. Neben den unterschiedlich dicken Fleeceteilen werden auch so genannte Isolationsjacken immer populärer. Diese Jacken mit Kunstfaserfüllung bieten ein hervorragendes Wärme-Gewichts-Verhältnis und sind zudem sehr klein zu packen. Allerdings sind sie nicht so atmungsaktiv wie Fleeceprodukte und eignen sich somit eher für weniger bewegungsintensive Sportarten wie Skifahren oder als Wärmespender bei der Gipfelrast.

Dritte Lage: Die Schutzschicht

Die äußere Schicht trotzt Wind und Wetter und lässt dennoch Schwitzfeuchtigkeit nach außen passieren. Das Funktionsprinzip, das hier am häufigsten eingesetzt wird, verwendet eine mikroporöse Membran, wie man sie unter anderem von Gore-Tex® kennt. Diese hauchdünne Membran ist mit extrem kleinen Poren versehen – so klein, dass kein Wasser in flüssiger Form (wie Regentropfen) durchdringen kann, jedoch so groß, dass Wasser in Dampfform (Schwitzfeuchtigkeit) nach außen entweicht.

Hält man sich an die technischen Schichten (das heißt keine Baumwolle – ob als Unterhose oder Sweatshirt!), ist man mit dem Zwiebelprinzip für die unterschiedlichsten Situationen und sportlichen Einsätze bestens gerüstet.

Quelle: KGK

Kommentare
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Drucken Drucken
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Das Zwiebelprinzip: Mehrschichtiger Komfort-Baukasten" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Das Zwiebelprinzip: Mehrschichtiger Komfort-Baukasten" gefallen hat.

 
Der Berg ruft!
Trekking- und Wanderschuhe bei ebay.de

Trekking- und Wanderschuhe von Topmarken zu günstigen Preisen. bei eBay.de

Volle Fahrt voraus
Im Trend: E-Bikes für lange Fahrradtouren - jetzt entdecken!

Entspanntes Fahrradfahren
mit hochmodernen E-Bikes.
zu den Angeboten

GPS Uhr Garmin fenix
Garmin fenix - die GPS Outdooruhr (Quelle: Hersteller)

Die Outdoor-Uhr mit
vollwertiger GPS Funktion.
schon ab 346,-- EUR


Anzeige
Perfekte Bilder
Digitalkameras bei ebay.de

Für besonders schöne Erinnerungen: Digital- kameras und Objektive.
bei eBay.de

Weg mit dem Speck
Alles fürs Jogging bei ebay.de

Alles für den Laufsport: Schuhe, Bekleidung, Pulsuhren u.v.m. jetzt günstig. bei eBay.de

Ausflüge planen leicht gemacht!
Mit dem Tourenplaner die nächste Wanderung oder Radtour planen. (Quelle: trax.de)

Mit dem Tourenplaner aus über 500 Wander- und Radtouren wählen.  

Von A wie Apex bis Z wie Zelt
Materialguide (Quelle: trax.de)

Der Materialguide erklärt die wichtigsten Begriffe aus der Outdoor-Welt.  

Garantiert nichts mehr vergessen...
Packlisten - zum Download: Das dürfen Sie bei der nächsten Tour nicht vergessen. (Quelle: trax.de)

... mit den Packlisten für Ein- oder Mehrtagestouren im Zelt oder in der Hütte.  

Kennen Sie Europas höchste Gipfel?
Matterhorn in der Schweiz. (Quelle: Reuters)

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.  

Fitnessübungen für zwischendurch
Fitnessübungen für zwischendurch (Screenshot: dpa)

Ganzkörper-Workout in der Natur. zum Video

Fitness Guide: Viele Tipps von A - Z
Nicht nur das richtige Schuhwerk ist wichtig für ein verletzungsfreies Lauftraining. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mehr erfahren von Adrenalin über Body-Mass-Index bis Zirkeltraining.  



© Deutsche Telekom AG 2014

Anzeige