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Backcountry Skiing: Langlauf abseits der Loipen

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Backcountry Skiing: Langlauf querfeldein

07.01.2013, 12:39 Uhr | HP

Backcountry Skiing abseits der Loipe. (Quelle: Madshus)

Völlig aus der Spur: Backcountry Skiing ist Langlaufen in abenteuerlich! (Quelle: Madshus)

Backcountry Skiing - Langlauf abseits der Loipen

Man läuft abseits gespurter Loipen durch frischen Schnee und unberührte Natur. „Backcountry Skiing“ heißt der Trend, der eigentlich keiner ist. Denn diese Art ist die ursprünglichste Art des Skilaufs. Was man braucht? Breitere Langlaufski mit Stahlkanten als Untersatz und Lust auf Natur. Und schon kann man sich fernab von Menschenmassen auf sein individuelles Winterabenteuer einlassen. Sport in der Abgeschiedenheit, frei im Kopf. Das macht es für viele spannender als Nordic Cruising und ist im Vergleich zum Skitourengehen eine sicherere Abseits-Variante. Denn wo keine steilen Hänge sind, sind auch keine Lawinen. Sehen Sie mehr zum Backcountry Skiing und der speziellen Langlauf-Ausrüstung in der Foto-Show.

Neuer Name, alte Sache

Beim Backcountry Skiing läuft man querfeldein, abseits gespurter Loipen und fernab von Menschenmassen. Dabei ist der Name Backcountry Skiing – Fischer, größter Skihersteller in diesem Bereich, spricht auch von „Offtrack Cruising“ – im Grunde nur ein neuer Begriff für die ursprünglichste Form des Skilaufs. Schließlich gab es früher keine maschinengespurten Loipen. Langlaufen fand immer im „Backcountry“ statt.

Den Samen und vielen anderen Nordlandvölkern dienten die Ski als Fortbewegungsmittel zum Jagen, bei der Rentierzucht und um im Winter längere Strecken schnell zurücklegen zu können. In Skandinavien hat sich diese Form des Langlaufs bis heute erhalten: das reicht von ausgedehnten Expeditionen mit Pulka (Zugschlitten fürs Gepäck) über mehrtägige Touren von Hütte zu Hütte bis hin zum gemütlichen Familienausflug am Wochenende.

Beim Langlaufen aus der Spur brechen

Bei uns teilt sich der klassische Langlauf bislang in zwei Gruppen: das sportliche, leistungsorientierte Langlaufen und das beschauliche Loipenwandern – neudeutsch „Nordic Cruising“. Aber nicht Wenige sehen sich weder als ambitionierte Wintersportler (zu leistungsorientiert) noch als „Nordic Cruiser“ (zu wenig „sexy“). Backcountry Skiing dagegen ist ganz anders: jünger, wilder, „outdooriger“. Das hat mit Abenteuer zu tun und macht es um einiges attraktiver.

So überrascht es nicht, dass auch bei uns immer mehr Menschen den Loipen entkommen wollen. Anstatt Sport und Leistung suchen sie Naturerlebnis und Stille. Und das nicht nur in den Alpen, sondern gerade in den Mittelgebirgen. Wo der Schnee zu tief zum Wandern ist, stellen Schneeschuhgehen oder eben Backcountry die Eintrittskarte zum intensiven Naturgenuss dar. Hinzu kommt, dass der Schneefall im Mittelgebirge nicht so zuverlässig ist, dass es sich lohnt, echte Loipen zu spuren: Es gibt dann schlicht und einfach oft keine.

Von Langlaufski bis Langlaufbindung

Langlaufski für die Loipe sind schmal wie Zahnstocher (42 bis 50 mm unter der Bindung) und das Schuhwerk erinnert in seiner Leichtigkeit eher an Laufschuhe. Beim alpinen Skilaufen werden die Ski dagegen immer breiter (ab 70 bis über 130 mm), die Stiefel sind und bleiben schwere „Trümmer“. Die Ausrüstung für Backcountry Skiing liegt dazwischen – aber durchaus noch näher an den Langlauf-Modellen.

SKI: Die Langlaufski für das Backcountry Skiing – in Skandinavien nennt man sie übrigens „Fjellski“ – haben Stahlkanten und bieten im Bedarfsfall genug Kanten-Grip für einfache Abfahrten. Sie messen zwischen 55 und 70 Millimeter unter der Bindung, und man fährt sie lang! Denn so bieten sie genug Fläche, um Auftrieb im Tiefschnee zu bieten. Aber sie sind schmal genug, damit man sie leicht vorwärts schieben kann. Was die Vorspannung angeht, ähneln sie den klassischen Langlaufski. Der Grund: Man kann sie – wie beim "normalen" Skilanglauf – in der Steigzone unter der Bindung wachsen. Es gibt auch so genannte No Wax-Modelle mit nach hinten gerichteten Schuppen in der Steigzone, die das Zurückrutschen verhindern. Wird es doch mal richtig steil, gibt es natürlich auch schmale Steigfelle. Skihersteller sind unter anderem: Åsnes, Fischer, Madshus, Rossignol, Salomon.

BINDUNG: Wie bei der Langlaufbindung bleiben die Fersen frei, die Schuhspitze rastet mit einem Bügel in der Bindung ein. Diese ist wie eine etwas breitere Langlaufbindung, damit man die Kraft besser auf die breiteren Ski übertragen kann. Es gibt zwei Bindungs-/Sohlennormen, die leider nicht kompatibel sind.

–      NNN BC (New Nordic Norm Backcountry) stammt von der norwegischen Firma Rottefella. Passende Schuhe gibt es von Alfa, Alpina, Fischer, Madshus und Rossignol.

–      SNS BC (Salomon Nordic System Backcountry) kommt von der Marke Salomon; kompatibel sind die Schuhe von Atomic und Salomon.

STIEFEL: Die Sohle ist flexibel, um ein natürliches und kraftsparendes Abrollen zu ermöglichen. Im Gegensatz zu sportlichen Langlaufschuhen haben BC-Stiefel aber einen höheren, festeren Schaft, meist integrierte Gamaschen und vor allem sind sie sehr viel wärmer gefüttert. Wichtig: Sohle und Bindung müssen zueinander passen. Tipp: Entscheiden Sie sich für den am besten passenden Stiefel und wählen Sie diesem entsprechend das Bindungssystem aus.

Spurenleger statt Spurenleser

Abseits vorgegebener Wege zu fahren heißt auch, dass man sich selbst Gedanken über seine Route machen muss. Das erfordert mehr Planungsaufwand als beim klassischen Langlauf. Denn so „schwierig“ es ist, in gespurten Loipen die Orientierung zu verlieren, so einfach passiert dies beim Backcountry Skiing: Die eigene Spur kann verwehen, man verirrt sich, es wird dunkel, und man trifft nicht zwangsläufig auf andere Menschen.

Daher dürfen im Backcountry auf keinen Fall eine topographische Karte und ein GPS-Gerät fehlen. Sie zeigen Wegverläufe, Gabelungen und Kreuzungen und helfen, an den Ausgangspunkt zurück zu finden. Auch warme Bekleidung, ein geladenes Handy, ein Erste Hilfe-Set, Snack und Getränk sowie vor allem eine ordentliche Portion gesunder Menschenverstand gehören ins Gepäck.

Naturschutz unbedingt beachten

Backcountry Ski ermöglichen den Zugang in Regionen, die klassische Rückzugsgebiete von Wildtieren sind. Gerade im Winter bedeutet die Flucht für diese Tiere einen enormen Energieaufwand. Denken Sie daran, wenn Sie in den Wald eintauchen. Auf größeren Freiflächen ist diese Gefahr geringer, vor allem bei Tageslicht, aber auch hier gilt: Behalten Sie beim Legen eigener Spuren den Umweltaspekt sorgfältig im Auge!

Deutschlands Backcountry-Hotspots

Im Vergleich zum alpinen Skifahren braucht man zum Backcountry Skiing keine Berge – nur Schnee. Man kann auch in der Ebene herumlaufen, aber ein paar sanfte Hügel erhöhen den Spaß. Mittelgebirge wie Fichtelgebirge, Schwarzwald, Bayrischer Wald, Rhön, Sauerland, Westerwald, Taunus, Thüringer Wald oder das Erzgebirge schreien förmlich nach Backcountry-Touren.

So mancher, der einmal den Ruf der Wildnis vernommen hat, wird sich fast ärgern, dass er diese Art des Skilaufs nicht schon früher ausprobiert hat. Egal ob neuer Trend oder schon immer dagewesen.

 

Quelle: KGK

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