(Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Startseite powered by t-online

Sie sind hier: Ratgeber > Outdoor Recht >

Ausreichend versichert in den Skiurlaub

...
Drucken Drucken
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Gut versichert in den Skiurlaub

18.11.2013, 17:35 Uhr | trax.de

Ein Winterurlaub gefällt auch Hunden. (Quelle: dpa)

Eine Versicherung ist fast so viel wert wie ein treuer Begleiter. (Quelle: dpa)

Millionen Deutsche fahren zum Skifahren, Snowboarden oder Langlauf in den Winterurlaub - und Tausende verunglücken jedes Jahr. Wer auf die Piste geht, sollte also gut abgesichert sein. Aber nicht jede angebotene Police ist auch sinnvoll. Hier erhalten Sie einen Überblick, welche Versicherungen Sie vor der Reise unbedingt abschließen sollten und welche Sie sich beruhigt sparen können.

Haftpflichtversicherung

Die private Haftpflichtversicherung sollte ohnehin jeder besitzen. Sie gehört zu den Versicherungen, die die Verbraucherverbände unbedingt empfehlen. Denn wer anderen durch Unvorsichtigkeit oder Leichtsinn einen Schaden zufügt, der muss dafür in voller Höhe aufkommen. Ohne Versicherungsschutz, so die Verbraucherzentralen, kann dies den finanziellen Ruin bedeuten. Den Verbraucherschützern zufolge dient die Haftpflicht außerdem gleichzeitig als Rechtsschutzversicherung gegen unberechtigte oder überzogene Forderungen.

Die Haftpflichtversicherung übernimmt die Kosten, wenn man selbst einen Unfall verursacht, Personen, Sachen oder Vermögen beschädigt - im Skiurlaub zum Beispiel bei Kollisionen mit anderen Skifahrern auf der Piste. Die Versicherung deckt Ansprüche eines Unfallopfers wie Behandlungskosten, Schmerzensgeld oder Verdienstausfall, gilt weltweit und dazu sind Familienangehörige automatisch mitversichert.

Auslandskrankenversicherung

Sie ist nach Ansicht von Verbraucherschützern "existenziell" für Wintersportler, die im Ausland Skifahren gehen: Eine Auslandskrankenversicherung kostet nicht viel (um sechs Euro für ein Jahr), ist aber ungeheuer wertvoll, wenn Urlaubern im Ausland etwas zustößt. Allein die hohen Kosten eines eventuell notwendigen Hubschraubereinsatzes in Höhe von mehreren tausend Euro, der von keiner Kasse komplett gezahlt wird, sprechen für den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung.

Dazu kommt, dass die gesetzlichen Krankenkassen selbst innerhalb Europas nur die im Gastland übliche Behandlung zahlt, und die fällt oft bescheidener aus als in Deutschland. Zudem steht die private Versicherung für einen notwendigen Rücktransport ein, den keine Kasse übernimmt. Auch für Privatversicherte kann der Zusatz sinnvoll sein.

Unfallversicherung

Wer selbst schuld am eigenen Unfall ist, dem zahlt die Krankenkasse zwar die Behandlung, nicht aber die Kosten für eine Bergung oder mögliche bleibende Schäden. Das gilt vor allem für Kinder, die besonders gut gegen dauernde Invalidität abgesichert sein sollten. Die Versicherung zahlt dem Unfallopfer Geld, falls es einen bleibenden Gesundheitsschaden erleidet. Deshalb ist es nicht nur für den Skiurlaub sinnvoll, eine private Unfallversicherung zu haben. Diese sind schon für wenige Euro im Monat zu haben.

Wintersportler sollten außerdem darauf achten, dass Bergungskosten eingeschlossen sind. Bei einem Sucheinsatz in Österreichs Bergen kommen locker ein paar tausend Euro und mehr zusammen. Allerdings: Viele Unternehmen schließen Unfälle durch Risiko-Sportarten aus, und nach Auffassung einiger Versicherer gehören Skifahren und Snowboard-Fahren dazu. Bei manchen Versicherungen gibt es Risikosport-Versicherungen gegen einen Risikozuschlag.

Autoschutzbrief gibt Zusatzschutz

Wertvoll nicht nur für Autoreisende ist der Autoschutzbrief. Er gilt auch bei Flugreisen. Am besten ist ein personenbezogener Schutzbrief. Er schließt alle Fahrzeuge ein, die man fährt. Bei einigen Anbietern gelten Leistungen wie Krankenrücktransport und Heimholservice für Kinder sogar weltweit.

Sportgerätversicherungen sind entbehrlich

Eine Wintersportgerätversicherung ist dagegen in der Regel unnötig. Sie zahlt, wenn Ski oder Snowboards gestohlen oder beschädigt werden. Die Kritik der Verbraucherverbände: Ein Teil des Risikos deckt schon die Hausratversicherung ab. Sie zahlt, wenn Wintersportgeräte durch Raub oder Einbruchdiebstahl entwendet werden. Außerdem zahlen die Sportgeräteversicherungen meist nur den Zeitwert, bei der Wintersportversicherung des ADAC wird zudem eine Selbstbeteiligung von 120 Euro fällig, wenn die Ski nicht abgeschlossen aufbewahrt wurden.
OK, vor der Hütte sind die Ski oder das Snowboard meist nicht eingesperrt. Gefährdet sind dann aber nur die neuesten und teuren Modelle. Denn mit Durchschnittsware und Gebrauchtem geben sich die Diebe nicht ab.

Wer trotzdem Bedenken hat, der sucht sich ein Plätzchen, wo er die guten Stücke im Auge behalten kann. Wenn das nicht möglich ist, stellt man die Ski getrennt an unterschiedlichen Plätzen ab. Noch wirkungsvoller ist es, mehrere Ski auf einen Haufen zu werfen. Das richtige Paar Ski zu finden, dauert dann für den Dieb zu lange. Ganz Vorsichtige nehmen ein Schloss mit und befestigen die Ski damit am Skiständer oder nutzen die Skidepots, die es an immer mehr Bergstationen gibt.

Reiserücktritt- und Reisegepäck-Versicherung

Sie sind meist überflüssig. Eine Reiserücktritt-Versicherung etwa ist eher bei teuren Reisen sinnvoll. Die Bedingungen einer Reisegepäck-Versicherung sind in vielen Fällen gar nicht erfüllbar. In Europa zahlt bei einem Einbruch oder Raub in Gebäuden, etwa im Hotelzimmer oder Parkhaus, die Hausrat-Versicherung.

Überversichert mit Wintersport-Policen

All die Risiken kann man durch spezielle Wintersportversicherungen abdecken. Das sind Versicherungspakete, die Wintersportgerätversicherung, Unfallversicherung, Haftpflicht, Rechtschutzversicherung und je nach Anbieter auch die Krankenversicherung im Paket anbieten. Das kostet beim Deutschen Skiverband 30 Euro für eine Person, Familien zahlen 65,75 Euro für ein Jahr. Etwas günstiger ist der ADAC mit 27 Euro für Einzelpersonen und 55 Euro für Familien. Beim ADAC ist aber keine Krankenversicherung eingeschlossen. Und der Preis gilt nur für Skifahrer. Snowboarder zahlen mit 55 Euro oder 112 Euro für Familien mit snowboardenden Mitgliedern erheblich mehr.

Wer sich allerdings für den Alltag schon gut abgesichert hat, der ist mit den Paketen in vielen Bereichen doppelt versichert. Und das bringt ihm außer zusätzlichen Versicherungskosten gar nichts: Es zahlt nämlich nur eine Versicherung, die andere freut sich über Einnahmen ohne Risiko.

Quelle: srt, AFP

Kommentare
Inhalt versenden Versenden
Leserbrief An die Redaktion
Drucken Drucken
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus.
Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Diese Mail an

Artikel versenden

Empfänger
Absender
Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
 

"Ausreichend versichert in den Skiurlaub" verlinken

Verlinken Sie uns, wenn Ihnen der Artikel "Ausreichend versichert in den Skiurlaub" gefallen hat.

 
Anzeige
Perfekte Bilder
Digitalkameras bei ebay.de

Für besonders schöne Erinnerungen: Digital- kameras und Objektive.
bei eBay.de

Weg mit dem Speck
Alles fürs Jogging bei ebay.de

Alles für den Laufsport: Schuhe, Bekleidung, Pulsuhren u.v.m. jetzt günstig. bei eBay.de

Ausflüge planen leicht gemacht!
Mit dem Tourenplaner die nächste Wanderung oder Radtour planen. (Quelle: trax.de)

Mit dem Tourenplaner aus über 500 Wander- und Radtouren wählen.  

Von A wie Apex bis Z wie Zelt
Materialguide (Quelle: trax.de)

Der Materialguide erklärt die wichtigsten Begriffe aus der Outdoor-Welt.  

Garantiert nichts mehr vergessen...
Packlisten - zum Download: Das dürfen Sie bei der nächsten Tour nicht vergessen. (Quelle: trax.de)

... mit den Packlisten für Ein- oder Mehrtagestouren im Zelt oder in der Hütte.  

Kennen Sie Europas höchste Gipfel?
Matterhorn in der Schweiz. (Quelle: Reuters)

Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz.  

Fitnessübungen für zwischendurch
Fitnessübungen für zwischendurch (Screenshot: dpa)

Ganzkörper-Workout in der Natur. zum Video

Fitness Guide: Viele Tipps von A - Z
Nicht nur das richtige Schuhwerk ist wichtig für ein verletzungsfreies Lauftraining. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mehr erfahren von Adrenalin über Body-Mass-Index bis Zirkeltraining.  



© Deutsche Telekom AG 2014

Anzeige