
17.04.2012, 13:59 Uhr | ks (CF)
Tauchen mit nur einem Atemzug: Das Apnoetauchen ist eine immer populärer werdende Extremsportart, die sich auf eine alte Tauchtradition begründet. Ursprünglich als reine Nahrungsbeschaffung unter den Inselvölkern der Weltmeere gedacht, wurde das Tauchen ohne Sauerstoffflasche zunehmend zu einer beliebten alternativen, aber auch gefährlichen Trendsportart. Beim Apnoeleistungssport wird zwischen Pool- und Tieftauchdisziplinen unterschieden. Sehen Sie sich Bilder zum Apnoetauchen in unserer Foto-Show an. Was halten Sie vom Apnoetauchen? Stimmen Sie oben rechts ab.
Lange bevor es Sauerstoffflaschen gab, waren Taucher in früheren Jahrhunderten auf ihren eigenen Luftvorrat angewiesen, wenn sie unter Wasser fischen oder den Meeresgrund erreichen wollten – beispielsweise um Muscheln zu sammeln. Die Bezeichnung geht auf das griechische Wort apnoe zurück, das für "Nicht-Atmung" steht. Heute wird das Apnoetauchen als Extremsport von Wassersportfreunden ausgeübt. Der aktuelle Weltrekord beim Zeittauchen liegt bei 11:35 Minuten! Beim Tieftauchen liegt der Weltrekord bei 214 Metern.
Dabei ist das Apnoetauchen eine sehr riskante Extremsportart: Wer ungeübt tief untertaucht, unterschätzt schnell seine eigenen Sauerstoffvorräte. Dazu kann diese Tauchsportart gerade bei Ungeübten zu Ohnmacht, Atemstillstand, getrübten Sinneswahrnehmungen und Tiefenrausch führen. Außerdem können das Trommelfell reißen, der Gleichgewichtssinn schwinden und Lungenödeme entstehen. Freitaucher müssen nicht nur ihren Sauerstoffverbrauch ökonomisieren, wichtig ist auch der Druckausgleich. Wichtig ist, dass Tieftauch-Apnoisten die Tiefe je Tauchgang stückchenweise steigern.
Ein hervorragender Gesundheitszustand, Fitness und gute Kondition sind daher Voraussetzungen für das Apnoetauchen. Bevor es in die Tiefen der Seen oder Meere geht, sollte diese Extremsportart im Schwimmbecken trainiert werden. Und wer sich dann ins Meer wagt, sollte immer mehrere Tauchpartner dabei haben und anfangs einen professionellen Tauchlehrer engagieren. Erste Regel: Niemals alleine tauchen.
Bei Wettkämpfen im Pool wird zwischen Zeittauchen und Streckentauchen (mit und ohne Flossen) unterschieden. Beim Zeittauchen liegt der Taucher meist regungslos mit dem Gesicht unter Wasser auf der Wasseroberfläche. Gemessen wird hier die Zeit der Apnoe. Beim Streckentauchen wird die mit einem Atemzug zurückgelegte Strecke gemessen, mit Flossen bzw. Monoflossen oder ohne. Beim Tieftauchen geht es darum, mit nur einem Atemzug so tief wie möglich zu tauchen. Dies ist mit oder ohne Flossen möglich. Das Tieftauchen gilt als Königsdisziplin unter den Apnoetauchern.
Die Ausrüstung für das Apnoetauchen ist denkbar einfach: Neben Badesachen bzw. Neoprenanzug reichen alternativ eine Nasenklammer und eine Schwimmbrille sowie Schwimmflossen. Bei Wettkämpfen im Pool werden sogenannte Monoflossen verwendet. Beim Tieftauchen werden oft Bleigewichte zur Überwindung des eigenen Auftriebs verwendet. Außerdem dient ein Seil als Orientierung. Vor dem Tauchgang entscheidet der Taucher über die maximale Tiefe, nur so lang ist auch das Orientierungsseil, mit dem der Taucher verbunden ist.
Quelle: trax.de
Diese Hose können Sie dabei anbehalten - Sportausrüstung von Frauen für Frauen.
Entdecken Sie Zelte in allen Größen von Top-Herstellern
zu günstigen Preisen.
bei eBay.de
Der Materialguide erklärt die wichtigsten Begriffe aus der Outdoor-Welt.
... mit den Packlisten für Ein- oder Mehrtagestouren im Zelt oder in der Hütte.